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Video löst Gewaltwelle ausRassistische Krawalle eskalieren in Belfast – Nationalheld schlägt Alarm

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Fahrzeuge, die von Demonstranten in der Lendrick Street in Belfast in Brand gesetzt wurden, während Unruhen nach einem Messerangriff am Montagabend in der Stadt aufflammten.

Nach einer Messerattacke mit einem Schwerverletzten ist es in der nordirischen Hauptstadt Belfast zu Unruhen gekommen.

Nach der Veröffentlichung eines Videos zu einem Messerangriff ist es in Belfast zu ausländerfeindlichen Protesten und schweren Ausschreitungen gekommen.

Nach einem Messerangriff in Belfast eskalierten ausländerfeindliche Proteste in der nordirischen Hauptstadt. Am Dienstagabend (9. Juni) wurden laut Augenzeugen- und Medienberichten Autos und Gebäude in Brand gesetzt. Anwohner mussten von der Feuerwehr aus brennenden Häusern gerettet werden.

Auslöser der Demonstrationen war die Verbreitung eines Videos, das den Angriff zeigt und in dem ein sudanesischer Migrant als mutmaßlicher Täter bezeichnet wird. In mehreren Stadtteilen versammelten sich Hunderte Menschen. Reporterberichte, unter anderem von AFP, schilderten, dass zahlreiche Demonstrierende maskiert gewesen seien.

Nordirland: Krawalle und Proteste nach Messerattacke in Belfast

Ein Bus und mehrere Fahrzeuge gerieten in Brand; im Fernsehen waren ebenfalls brennende Gebäude zu sehen. Ein Bewohner berichtete, dass zunächst Müllcontainer angezündet worden seien. Mit zunehmender Menschenmenge seien schließlich Brandsätze geworfen worden.

Das Feuer habe sich rasch ausgebreitet und Rauch sei in Wohnhäuser gezogen. Feuerwehrleute hätten die Bewohner schließlich aus dem Gebäude geführt. Eine erst kürzlich nach Belfast gezogene Anwohnerin sprach von einer „beängstigenden” Situation.

Aufruhr in Irland: Conor McGregor meldet sich zu Wort

Der MMA-Kämpfer und Nationalheld Conor McGregor hat sich mit einem deutlichen Post auf X in die aktuelle Migrationsdebatte eingeschaltet. Der Millionär forderte darin ein Ende der Zuwanderung aus Entwicklungsländern.

Nordirlands Regierungschefin Michelle O’Neill verurteilte die Ausschreitungen scharf und rief zur Besonnenheit auf. Maskierte Gruppen, die Familien aus ihren Häusern trieben, indem sie diese in Brand setzten, seien „nichts anderes als widerliche Feigheit“, schrieb sie im Onlinedienst X.

Ein vorab in sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Angreifer auf einen am Boden liegenden, blutenden Mann einsticht. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Sudanesen, der sich legal im Vereinigten Königreich aufhalten soll. Der 30-Jährige wurde festgenommen und sollte am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden. (mbr/afp)