Abo

„Absolut widerlich“Trumps Skandal-Kämpfer sorgt mit Obama-Spruch für Empörung

2 min

An Trumps 80. Geburtstag gibt es Käfigkämpfe vor dem Weißen Haus – einer der Kämpfer nutzt seinen Auftritt für eine Beleidigung. 

Fliegende Fäuste, mit Blut verschmierte Gesichter – und ein zufrieden wirkender Donald Trump. Der US-Präsident verfolgt an seinem 80. Geburtstag ein Kampfsportspektakel direkt vor dem Weißen Haus. Und das nur Stunden, nachdem er triumphierend den Abschluss eines Iran-Abkommens verkündet.

Eine Szene des bunten Treibens vor dem Präsidentensitz sorgt nun jedoch für Empörung. Einer Kämpfer, Josh Hokit, nutzte die große Bühne, um nach seinem Sieg eine Verschwörungstheorie zu verbreiten. „Michelle Obama ist ein Mann. Habe ich recht, Amerika?“, rief Hokit ins Mikrofon.

Obama-Beleidigung bei Trump-Event: Scharfe Kritik an Josh Hokit

Der Kämpfer hatte bereits vor dem Event für einen Skandal gesorgt. Während des Wiegens im Vorfeld der Veranstaltung übergab sich Hokit und wirkte benommen. „Vielleicht war ich draußen, um zu trinken“, kommentierte er seinen Zustand.

Vor dem Weißen Haus ließ Donald Trump UFC-Kämpfer antreten.

Vor dem Weißen Haus ließ Donald Trump UFC-Kämpfer antreten.

Bereits in der Vergangenheit hat Hokit derweil mit rassistischen und beleidigenden Aussagen von sich reden gemacht. Für die Worte über Michelle Obama muss der Kämpfer sich nun jedoch besonders scharfe Kritik anhören. 

Empörung bei Demokraten und US-Medien: „Absoluter Müll“

„Dieses Stück Scheiße hat gestern buchstäblich gesabbert und sich selbst vollgekotzt, und heute legt er sich für Trumps Bitcoin ins Zeug“, kommentierte etwa der demokratische Abgeordnete Malcom Kenyatta ein Video der Szene.

Deutliche Worte kamen auch von amerikanischen Medienvertretern. „Absolut widerlich“ nannte etwa der Journalist Eric Michael Garcia die Worte Hokits. „Fox News“-Moderatorin Jessica Tarlov äußerte sich ähnlich: „Absoluter Müll“, schrieb sie bei X zu der Szene.

80. Geburtstag: Donald Trump feiert mit UFC-Boss Dana White

Die Veranstaltung vor dem Weißen Haus war bereits im Vorfeld umstritten. US-Präsident Trump gilt als Fan der Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken vereint, unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu-Jitsu.

UFC-Boss Dana White ist sein Freund und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. Zu Beginn des Events traten sie gemeinsam auf den Balkon des Weißen Hauses und feierten dort Trumps 80. Geburtstag. 

Kritiker hatten derweil versucht, das Event mit einer Klage zu verhindern. Sie werfen Trump vor, UFC-Boss White und dessen Unternehmen Zugang zum Weißen Haus zu gewähren, „um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt“. Ein US-Gericht wies die Klage jedoch ab. Die Einwände seien zu spät eingebracht worden, argumentierte es unter anderem. (das/dpa)