Während in Russland die Folgen der ukrainischen Angriffe sichtbar werden, treffen Raketen die Ukraine – mit verheerenden Folgen.
Preisexplosion und HämeUkrainische Angriffe zeigen Wirkung – Moskau schlägt massiv zurück

Eine Wildberries-Lagerhalle in Krasnodar steht nach einem ukrainischen Angriff in Flammen. Die Schläge gegen den Online-Händler führen in Russland nun zu Preisexplosionen. (Archivbild)
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Die ukrainischen Angriffe zeigen Wirkung: Nach einer ganzen Reihe von Schlägen gegen Logistikzentren des russischen Online-Versandhändlers Wildberries sind die Preise auf den wichtigsten russischen E-Commerce-Plattformen erheblich gestiegen. Die „Moscow Times“ berichtet von einem Preisanstieg um zehn bis 30 Prozent in den vergangenen Tagen. Bei Wildberries seien die Preise vieler Artikel sogar um 35 Prozent angestiegen, hieß es weiter.
Seit dem 18. Juli haben die ukrainischen Streitkräfte immer wieder Standorte des als „Russlands Amazon“ bekannten Unternehmens attackiert, viele der angegriffenen Logistikzentren wurden dabei vollständig zerstört. Die enormen Rauchsäulen waren in vielen russischen Städten zuletzt sichtbar.
Ukrainische Angriffe sorgen für Milliardenverluste bei Wildberries
Fachleute beziffern den Wert der allein in Lagerhäusern in den Regionen Moskau und Tambow verbrannten Waren auf 1,8 bis 2,5 Milliarden Euro. Insgesamt wurden bisher mindestens 18 Standorte von Wildberries von der Ukraine angegriffen.

Ein Screenshot aus einem in den sozialen Netzwerken kursierenden Video soll eine Rauchsäule über Wolgograd zeigen.
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Dort sorgt die erfolgreiche Angriffswelle für Freude – zuletzt berichtete der Kommandant der ukrainischen Drohnentruppen von einer „Missernte von Wildbeeren“ in Russland und spielte damit hämisch auf die Schieflage von Wildberries an.
Neun Tote: Russland setzt Angriffe auf Ukraine fort
Gleichzeitig setzt Moskau seine Angriffe auf Ziele in der Ukraine fort – in der Nacht auf Samstag (1. August) berichtete Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko von „Explosionen in der Stadt“. Die Wucht der Angriffe ließ zahlreiche Autoalarmanlagen anspringen, berichteten Reporter zudem.
In dem Bezirk Darnytsky wurden Behördenangaben zufolge bei den Angriffen sieben Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Mehrere Gebäude seien zudem beschädigt worden.

Rettungskräfte sind in Kyjiw im Einsatz, um nach russischen Raketenangriffen einen Brand zu löschen.
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Auch in Solomiansky wurden demnach zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Die Angriffe hätten zudem ein fünfstöckiges Wohnhaus beschädigt. Unter den Verletzten befanden sich den Behörden zufolge auch vier Kinder.
Anwohner berichteten von Verwüstung: „Alles war zertrümmert, die Fenster, alles“, sagte die 75-jährige Kateryna Krawtschenko der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf ihre Wohnung. „Ich kann kaum stehen. Ich weiß nicht, wie ich das alles durchstehen soll.“
Schrecken in Kyjiw: „Alles war zertrümmert, die Fenster, alles“
Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, es habe einen „massiven Schlag“ gegen Kiew ausgeführt. Dabei seien „Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Logistikzentren“ anvisiert worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte schon am Mittwoch vor einem drohenden „massiven“ russischen Angriff gewarnt. Er rief zudem die USA und weitere westliche Verbündete der Ukraine dazu auf, Patriot-Luftabwehrraketen zu liefern. (mit dpa/afp)
