Mit einem rostigen Rumpf ist der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln nach 286 Tagen auf See im thailändischen Hafen Laem Chabang angekommen.
Ungewöhnlich runtergekommenUS-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ erreicht sicheren Hafen

Der US-Flugzeugträger USS Abraham ist in Thailand eingelaufen.
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Der nukleargetriebene Flugzeugträger USS Abraham Lincoln (CVN-72) ist am Mittwoch (2. September) im Hafen von Laem Chabang, nördlich von Pattaya, in Thailand mit deutlichen Spuren eingetroffen. Für die Crew ist es der erste vollständige Hafenaufenthalt seit 286 Tagen auf See und seit Beginn des Deployments im November 2025.
Der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe hatten monatelang im Bereich des US Central Command operiert, wobei sie unter anderem Kampfeinsätze flogen und eine Seeblockade durchsetzten. Auch äußerlich hat das Schiff eine aufwendige Pflege nötig, denn der Rumpf sieht ziemlich ramponiert aus.
US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ nach 286 Tagen auf See in Thailand eingetroffen
Auf Videoaufnahmen vom Einlaufen ist der von Rost und Verfärbungen gezeichnete Rumpf des rund 100.000-Tonnen-Schiffs deutlich zu erkennen. Experten und Beobachter weisen darauf hin, dass solche Erscheinungen nach langen Einsätzen auf See üblich sind und eine regelmäßige Wartung erfordern.

Der Rumpf der Abraham Lincoln sieht ziemlich ramponiert aus.
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Berichte über eine mangelhafte Wasserversorgung, verstopfte Toiletten und eine wachsende psychische Belastung der Besatzung hatten aufgrund zahlreicher Missstände wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Nach Angaben von Angehörigen sollen einige Besatzungsmitglieder sogar versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwerwiegendsten Vorwürfe jedoch zurück.
Schwere Vorwürfe gegen Zustände an Bord: Besatzung offenbar psychisch belastet
Nun legte die Abraham Lincoln für einige Tage der Erholung an, begleitet von dem Zerstörer USS Frank E. Petersen Jr. und dem Kreuzer USS Robert Smalls. Rear Adm. Robert E. Loughran, Kommandeur der Carrier Strike Group 3, sprach von einer „wohlverdienten Gelegenheit für unsere Seeleute und Marines, sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen“.
Die thailändischen Behörden bereiteten den Besuch von rund 5.000 Seeleuten und Marines in der Region Pattaya vor. Laut der US-Botschaft unterstreicht der Aufenthalt die langjährige Partnerschaft zwischen den USA und Thailand. Für die Besatzung ist es der erste längere Landgang nach einem der längsten Einsätze der US-Marine in der modernen Geschichte. (mbr)
