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Das erste SmartphoneSo machen Eltern das Handy ihres Kindes sicher

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Ein Mädchen nutzt ein Smartphone

Die meisten Kids sind überglücklich, wenn sie ihr erstes eigenes Smartphone bekommen. Auf Eltern kommen nun aber einige neue Aufgaben zu.

Ob Bildschirmzeit oder In-App-Käufe: So können Eltern das erste Smartphone ihres Kindes sicher einrichten.

Die Verwendung eines Smartphones ist für zahlreiche Kinder schon ab ungefähr sieben Jahren ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Dies belegt eine Untersuchung von Bitkom Research aus dem Jahr 2025. Laut der Studie bekommen Jungen und Mädchen ihr erstes persönliches Mobiltelefon durchschnittlich im Alter von neun Jahren. Allerdings betrachtet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit diese Altersangabe als die unterste Grenze und empfiehlt, Kindern „besser frühestens ab zwölf Jahren, ein eigenes Smartphone mit eingeschränktem Internetzugang zu überlassen“.

Der richtige Zeitpunkt für die Anschaffung eines Smartphones für ein Kind ist maßgeblich von dessen persönlicher Entwicklung abhängig. Eine Checkliste, herausgegeben von der EU-Initiative Klicksafe, kann dabei unterstützen, diesen Moment präziser festzulegen. Erziehungsberechtigte beschäftigt altersunabhängig die Frage, wie das Smartphone konfiguriert werden kann, damit das Kind vor unpassenden Inhalten, finanziellen Risiken oder sonstigen Bedrohungen geschützt ist und eine vernünftige Nutzung des Mobiltelefons erlernt.

Schutzmechanismen sind bereits in Betriebssystemen enthalten

Für Eltern ist folgender Hinweis bedeutsam: „Viele Betriebssysteme von Smartphones verfügen über integrierte Jugendschutz- und Familienfunktionen“, erläutert Leah Schrimpf, die für den IT-Branchenverband Bitkom tätig ist. Hierzu zählen etwa Limits für die Bildschirmzeit, durch die man die Verwendungsdauer des Smartphones oder spezifischer Anwendungen begrenzen kann. Des Weiteren haben Erziehungsberechtigte die Möglichkeit zu bestimmen, dass sie Anwendungen zunächst genehmigen müssen oder dass ausschließlich Inhalte für spezifische Altersgruppen zum Download verfügbar sind.

Zusätzliche hilfreiche Instrumente umfassen Inhaltsfilter, welche den Zugang zu nicht altersgerechten oder rechtswidrigen Online-Inhalten unterbinden, und auch Beschränkungen für Käufe innerhalb von Apps. Dabei handelt es sich häufig um gebührenpflichtige Zusatzfunktionen oder Abos in einer Anwendung. Auf der Webseite „Medien-kindersicher.de“ sind einfach nachvollziehbare Anweisungen für die Konfiguration auf unterschiedlichen Gerätetypen verfügbar.

Eigenes Konto für Kinder anlegen und verbinden

„In der Regel sind die in Smartphones integrierten Jugendschutz- und Familienfunktionen selbsterklärend, was das Installieren angeht“, äußert Alexander Spier vom IT-Magazin „c't“. Seine Empfehlung lautet, ein eigenständiges Konto für das Kind auf dem Mobiltelefon einzurichten, das anschließend mit dem elterlichen Account verbunden wird. So können Eltern die Smartphone-Nutzung ihres Nachwuchses beaufsichtigen.

Zusätzlich können Filter im Router oder Schutzoptionen für Jugendliche unmittelbar in den Anwendungen konfiguriert werden. „So bieten zum Beispiel viele Social-Media-Dienste eigene Teen-Konten mit speziellen Schutz- und Privatsphären-Einstellungen an“, sagt Leah Schrimpf. Ihrer Ansicht nach ist die Verknüpfung unterschiedlicher Vorkehrungen ratsam. Im Gegensatz dazu ist Alexander Spier der Meinung, dass die Schutzfunktionen des Betriebssystems meistens genügen.

Warum technische Vorkehrungen nicht alles sind

Selbst nachdem das Mobiltelefon technisch für Kinder abgesichert wurde, ist es wichtig, dass Erziehungsberechtigte ihrem Nachwuchs essenzielle Sicherheitshinweise vermitteln. „Kinder sollten sensibilisiert werden, persönliche Daten zu schützen und keine unbekannten Kontakte unkritisch zu akzeptieren“, rät Schrimpf. Die Verwendung von sicheren Kennwörtern ist ebenfalls ein Teil davon. „Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen haben, komplex sein und aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen“, so Spier.

Ebenso bedeutsam ist die Deaktivierung der Standortermittlung in Anwendungen, sofern diese nicht absolut notwendig ist. „Das verhindert unerwünschte Überwachung durch Datenhändler und bestimmte Konzerne, die detaillierte Bewegungsprofile erstellen“, erklärt Spier. Für die Sicherheit sind außerdem regelmäßige Aktualisierungen der Software von großer Bedeutung. Darüber hinaus sollten Erziehungsberechtigte ihr Kind dazu ermahnen, bei Anfragen von fremden Personen vorsichtig zu agieren und keinesfalls Bild- oder Videomaterial mit Unbekannten auszutauschen.

Die Bedeutung des offenen Austauschs

Technische Vorkehrungen stellen lediglich einen Teilaspekt dar. „Entscheidend ist eine offene Kommunikationskultur in der Familie und ein schrittweises Heranführen an die Smartphone-Nutzung“, betont Schrimpf. Medienerziehung impliziert nicht allein Limitierung, sondern ebenso Begleitung. Insbesondere bei kleineren Kindern bedeutet dies, die Geräte anfangs zusammen zu verwenden und die Inhalte zu erläutern. Weil sich digitale Dienste rasch wandeln, rät Schrimpf, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Eine Aufklärung der Kinder über Risiken wie Cybergrooming, Cybermobbing oder Phishing ist von wesentlicher Bedeutung. „Kinder sollten wissen, dass sie sich bei Sachen, die ihnen beim Nutzen des Smartphones seltsam vorkommen, immer an ihre Eltern wenden können“, betont Alexander Spier. Erziehungsberechtigte sollten auch jüngere Kinder, die noch kein eigenes Smartphone besitzen, aktiv zu einem bewussten Umgang anleiten, indem sie eindeutige Vereinbarungen zur Nutzungsdauer treffen, Inhalte zusammen erörtern und kindgerechte Dienste wie „FragFinn.de“ oder das „Internet-abc.de“ nutzen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.