Abo

Schutz für Kinder im NetzDas BSI empfiehlt Eltern diese fünf einfachen Schritte

3 min
Mutter und Sohn mit Smartphones

Eltern als Vorbilder: Achtsames Begleiten und klare Regeln schaffen eine sichere Basis für den Umgang mit digitalen Medien.

Viele Eltern unterschätzen die Gefahren im Netz für ihre Kinder. Experten erklären, wie sie richtig handeln.

Für Kinder lauern im Netz zahlreiche Gefahren. Laut einer Erhebung reden aber zu wenige Eltern mit ihnen darüber. Experten geben konkrete Tipps.

Köln – Das Internet stellt für Kinder einen Raum mit potenziellen Bedrohungen dar, darunter ungeeignete Inhalte, die gezielte Anbahnung von Kontakten durch Erwachsene (Cybergrooming), die unrechtmäßige Nutzung persönlicher Informationen oder unerwartete Ausgaben. Ein stetiger Dialog zwischen Erziehungsberechtigten und ihren Kindern ist fundamental, um sie zu bewahren und ihre Fähigkeit im Umgang mit Medien zu fördern. Eine neue Untersuchung deckt allerdings auf, dass diese Kommunikation häufig fehlt.

Der „Cybersicherheitsmonitor 2025“, eine Erhebung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, belegt dies. Demnach thematisieren nicht einmal 50 Prozent der Erziehungsberechtigten die Internetnutzung mit ihrem Nachwuchs. Die Zahlen zeigen 47 Prozent bei den Sechs- bis 13-Jährigen und 42 Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen. Dieses Problem existiert deutschlandweit und macht auch vor Familien in Köln und dem Umland nicht halt.

Dialog, Technik und feste Vereinbarungen

Um Heranwachsenden einen sicheren und bewussten Umgang mit digitalen Diensten zu vermitteln, sind ein offener Austausch und technische Vorkehrungen sowie eindeutige Vereinbarungen gleichermaßen entscheidend. Zur Steigerung der Online-Sicherheit von Kindern rät das BSI Erziehungsberechtigten zu fünf spezifischen Maßnahmen.

Als Erstes sollten Altersfreigaben für Anwendungen, Games, Filme und Serien eingeschaltet werden. Diese Konfiguration ist in den Einstellungen des jeweiligen App-Stores auf dem Endgerät des Kindes zu finden und unterbindet die Anzeige von nicht altersgerechtem Material.

Zur Vermeidung von unerwünschten Ausgaben empfiehlt es sich, Käufe innerhalb von Apps zu deaktivieren oder mit einem Kennwort abzusichern. Diese Option kann ebenfalls in den Einstellungen des App-Stores vorgenommen werden.

Des Weiteren sollten die Zugriffsrechte der aufgespielten Programme gemeinsam mit dem Kind kontrolliert werden. So können etwa Standortdienste für Applikationen abgeschaltet werden, die diese Angabe nicht unbedingt erfordern. Die Freigabe derart sensibler Informationen sollte prinzipiell nur mit großer Vorsicht erfolgen.

Nutzungsdauer und kontinuierlicher Dialog

Vereinbart eine angemessene Nutzungsdauer mit eurem Kind und konfiguriert diese anschließend in den Jugendschutz-Optionen des Mobiltelefons oder Tablets. Das erleichtert es, die Kontrolle über die Online-Zeit zu wahren.

Die entscheidende Maßnahme bleibt allerdings das kontinuierliche Gespräch. Tauscht euch regelmäßig über Erfahrungen im Netz, potenzielle Gefahren und einen achtungsvollen Umgang miteinander online aus.

Auf seiner Internetpräsenz stellt das BSI eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Konfiguration von Jugendschutz-Optionen und zusätzliche Informationen bereit. Pädagogen können außerdem auf ein Medienpaket zugreifen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.