Der Fiat 500 ist ein Kult-Kleinwagen, doch als Gebrauchter hat er viele Mängel. Worauf Käufer achten sollten.
Knutschkugel mit MackenDer beliebte Kleinwagen zeigt beim TÜV viele Schwächen

Knuffiger Kamerad oder unzuverlässiger Unhold? Wie schneidet der Fiat 500 bei Gebrauchtwagen-Experten ab und worauf sollten Käufer achten?
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Der Fiat 500 ist ein Verkaufshit mit Kultfaktor. Bei der Hauptuntersuchung zeigt der Kleinstwagen aber viele Mängel. Worauf Käufer achten sollten.
Für den italienischen Autobauer ist der 500 ein großer Erfolg. Im Segment der Kleinstwagen gehört er zu den meistverkauften Modellen und wurde laut ADAC weltweit über 1,5 Millionen Mal abgesetzt. Sein Image schöpft aus dem Erbe der Vorgänger wie dem 500 Topolino (1936 bis 1955) und dem Nuova 500 (1957 bis 1975).
Bei der technischen Hauptuntersuchung (HU) offenbart der beliebte Kleinwagen jedoch zahlreiche Schwächen. Die Liste der Mängel ist lang und beeinträchtigt das sonst positive Gesamtbild des italienischen Kult-Fahrzeugs.
Modellhistorie und Varianten des Fiat 500
Der aktuelle Fiat 500 (Typ 312) erschien 2007. Eine technische Neuerung gab es 2010 mit den Zweizylinder-Turbomotoren, den TwinAir-Aggregaten. Eine Modellpflege im Jahr 2015 brachte umgestaltete Rückleuchten, ein überarbeitetes Cockpit, Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie modernisierte Motoren. Seit Mitte 2024 wird der 500 nicht länger als reiner Verbrenner hergestellt, ist aber weiterhin als Hybrid- und Elektroversion verfügbar.
Technisch nutzt der Fiat 500 die Basis mit dem Panda. Er wurde als dreitüriges Schrägheck, als Cabrio 500C mit großem Faltdach sowie als größere Variante 500L für bis zu sieben Personen (ab 2012) und als Crossover 500X mit Allradantrieb (ab 2014) angeboten. Die sportlichen Modelle mit mehr Leistung tragen die Zusatzbezeichnung Abarth.
Stärken und Schwächen bei der Hauptuntersuchung
Laut dem „Auto Bild TÜV-Report 2026“ besitzt der Fiat 500 auch Stärken. So gibt es bei den Antriebswellen und der Lenkung wenig zu beanstanden. Auch Rost ist selten ein Problem. Blinker, Bremsleitungen und -schläuche gelten bei der HU ebenfalls als haltbar.
Die Liste der Schwächen ist jedoch deutlich länger. Bereits bei der ersten Hauptuntersuchung fallen überdurchschnittlich viele Mängel auf. Dazu zählen verschlissene Gelenke an den Achsaufhängungen, Mängel beim Abblendlicht, Front- und Rücklicht sowie Ölverlust am Motor.
Beim zweiten Prüftermin gibt es laut Report häufig Schwierigkeiten mit der Funktion von Fuß- und Handbremse. Auch die Abgasrohre werden als „kritisches Thema“ bezeichnet. Bei der dritten HU weisen die Bremsscheiben oft übermäßigen Verschleiß auf, und ältere Fahrzeuge fallen häufiger durch die Abgasuntersuchung (AU).
Pannenstatistik des ADAC
Die Pannenstatistik des ADAC zeichnet ein gemischtes Bild. Exemplare mit Erstzulassung ab 2019 gelten als „zuverlässig“. Modelle der Baujahre 2013 bis 2015 werden hingegen als „unzuverlässig“ oder gar „sehr unzuverlässig“ eingestuft. Fahrzeuge von 2008 bis 2012 sowie von 2016 bis 2018 bewertet der Club als „mittelmäßig“.
Zu den häufigsten Pannenursachen gehören die Fahrzeugelektrik (Baujahre 2008 bis 2010 sowie 2012), der Kabelbaum (2008 bis 2011), die Starterbatterie (2010 bis 2018) sowie die Kraftstoffpumpe und die Zündspule (beide 2008).
Marktpreise und Fazit
Wer den Kauf eines gebrauchten Fiat 500 erwägt, sollte die Mängel genau prüfen. Laut Deutscher Automobil Treuhand (DAT) kann man mit folgenden Händler-Verkaufswerten für gebrauchte Modelle rechnen: Ein 500 0.9 TwinAir Cult (Baujahr 2014) mit 63 kW/85 PS und 125.000 Kilometern liegt bei etwa 6.031 Euro. Für ein 500 Cabrio 1.0 Mild Hybrid Basis (Baujahr 2022) mit 51 kW/69 PS und 47.000 Kilometern werden rund 10.871 Euro verlangt. Ein 500X 1.6 MultiJet Attractive 4x2 (Baujahr 2016) mit 88 kW/120 PS und 130.000 Kilometern kostet circa 8.863 Euro. (dpa/red)
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