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Dicke Beine im SommerWas Sie tun können und wann es gefährlich wird

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Eine ältere Frau kühlt ihre Beine mit einem nassen Handtuch

Kühle Hilfe für dicke Beine: Ein nasses Handtuch kann Linderung verschaffen.

Geschwollene Beine im Sommer sind oft harmlos. Doch wann wird es gefährlich und was hilft wirklich gegen die Schwellung?

Hohe Temperaturen führen oft zu schweren Beinen. Meist ist das harmlos und Kühlung verschafft Linderung. Doch es gibt auch ernste Ursachen, die ärztlich abgeklärt werden müssen.

Ein physiologisch normaler Vorgang ist die Ursache für Schwellungen in den Beinen bei sommerlicher Witterung. Um Wärme abzugeben, weiten sich die Blutgefäße unter der Haut, wodurch mehr Blut dorthin strömt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) ist die simpelste Gegenmaßnahme das Kühlen.

Als weitere wirksame Methoden nennt die DGG das Hochlegen der Gliedmaßen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, beispielsweise durch Wasser oder Tee ohne Zucker. Um die Gefäße zu verengen, können zudem kalte Güsse angewendet werden. Hierbei sollte der Wasserstrahl stets von den Füßen aufwärts zum Herzen geführt werden.

Bewegung und weitere einfache Maßnahmen

Regelmäßige körperliche Aktivität kann präventiv wirken. Siamak Pourhassan, der als Gefäßchirurg in Oberhausen tätig und im Vorstand der DGG ist, erläutert: „Kurze Spaziergänge oder wiederholtes Wippen von den Fersen auf die Zehenspitzen, unterstützt den Rücktransport des Blutes“.

Für Personen mit vorliegenden Venenleiden kann die sommerliche Hitze allerdings Komplikationen nach sich ziehen. Dazu gehören oft schmerzhafte Anschwellungen im Bereich der Gelenke.

Was Betroffene von Venenleiden beachten sollten

Der Mediziner empfiehlt, dass Patienten mit Venenleiden ihre verschriebenen Kompressionsstrümpfe auch während der warmen Jahreszeit konsequent nutzen sollten. Falls das Tragen bei Hitze als störend wahrgenommen wird, sei eine Beratung über alternative Ausführungen sinnvoll. Es existieren mittlerweile spezielle Sommer-Modelle, die aus leichteren und atmungsaktiven Stoffen gefertigt sind.

Um das Tragen bei hohen Temperaturen erträglicher zu gestalten, gibt es einen weiteren Hinweis: Das Befeuchten der Strümpfe mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche direkt am Bein intensiviert die kühlende Wirkung. Eine Alternative besteht darin, die Kompressionsstrümpfe – idealerweise in einer Plastiktüte – für fünf bis zehn Minuten im Kühlschrank oder kurzzeitig im Gefrierfach zu lagern. Laut Pourhassan führt dies zu einem erfrischenden Gefühl beim Anziehen und bewirkt eine Verengung der Gefäße zu Beginn des Tages.

Warnsignale für eine ernste Erkrankung

Laut DGG kann eine nicht abklingende Schwellung am Bein auf potenziell lebensbedrohliche Zustände wie eine Thrombose oder auf Krankheiten von Herz oder Nieren hindeuten. Ein deutliches Alarmsignal ist es, wenn die Schwellung einseitig auftritt. In einem solchen Fall ist eine schnelle ärztliche Abklärung durch einen Spezialisten für Gefäßmedizin angeraten.

Eine besonders bedrohliche Situation entsteht, wenn Begleitsymptome wie Atemnot, Schmerzen in der Brust oder Herzrasen hinzukommen. Der Gefäßchirurg Pourhassan warnt: „Dann besteht die Gefahr, dass ein Blutgerinnsel in die Lunge gewandert ist. Das ist ein medizinischer Notfall“. Bei einem solchen Vorkommnis muss unverzüglich der Notruf gewählt werden.

Ebenso ist eine ärztliche Untersuchung der Ursache geboten, falls die Beine permanent geschwollen sind, auch ohne Zusammenhang mit hohen Außentemperaturen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.