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Expertentelefon COPDWenn die Luft wegbleibt und der Atem stockt

2 min

Mit Fortschreiten der SOPD gelangt immer weniger Luft in die Lunge.

Stockender Atem, Luftnot, die Kehle wie zugeschnürt. Was die meisten Menschen nur in größter Angst und Panik erleben, ist für mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland trauriger Alltag: COPD heißt die nach heutigem Stand nicht heilbare chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Betroffene nennen sie häufig Raucherhusten. Und in der Tat ist die Hauptursache für die Krankheit das Rauchen – und der Rauchstopp somit die beste Vorbeugung.

Weltnichtrauchertag

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai warnen Mediziner und Gesundheitsorganisationen in diesen Tagen wieder verstärkt vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens – die, wie im Falle der COPD, häufig irreversibel sind. Denn haben eingeatmete Schadstoffe wie Zigarettenrauch erst einmal begonnen, die Lunge zu schädigen und Entzündungen zu verursachen, kann das Fortschreiten der Krankheit nicht mehr aufgehalten werden. Selbst ein sofortiger und konsequenter Rauchstopp vermag diesen Prozess lediglich zu verlangsamen, immer weniger Luft gelangt mit der Zeit in die Lunge. Ähnlich einem Schwelbrand greift die Krankheit um sich – mit der ständigen Gefahr eines akuten Aufflammens.

02 21/ 777 003 2851Prof. Wolfgang Petro, Facharzt für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde

02 21/ 777 003 2852Dr. Hermann A. Trauth, Facharzt für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde

Behandlung mit Antibiotika

Solche akuten Krankheitsschübe nennen Mediziner Exazerbationen und vergleichen sie mit einem Herzinfarkt der Lunge, denn sie haben erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Betroffenen. Die Infektionen erfordern häufig die Behandlung mit Antibiotika oder eine Einweisung ins Krankenhaus, und oft erholen sich Betroffene nicht mehr vollständig davon. Dann droht die Krankheit zur Abwärtsspirale zu werden: Eine Exazerbation zieht weitere akute Verschlimmerungen nach sich, die dann immer dichter aufeinander folgen.

Atemwege weiten

In den leichten Stadien der COPD werden gegen die akuten Krankheitszeichen wie Atemnot zunächst Medikamente in Sprayform eingesetzt, um die Atemwege zu weiten und das Atmen zu erleichtern. Die späten Stadien der Erkrankung hingegen erfordern weitere Maßnahmen: Zur Behandlung der akuten Verschlimmerungen und zur Stabilisierung des Gesundheitszustands setzen Mediziner oft auf eine langfristige, antientzündliche Behandlung.

Zudem werden Maßnahmen wie spezielle Atemtechniken, angemessene körperliche Bewegung sowie eine Umstellung der Ernährung in Betracht gezogen – was in seiner Gesamtwirkung die Krankheit bremsen und die Symptome mildern kann. (feo)