Guter Schutz muss nicht teuer sein: „Stiftung Warentest“ bewertet 14 Kindersonnencremes als „gut“. Zwei Discounter-Sprays holen den Sieg.
Sonnencremes für Kinder„Stiftung Warentest“ vergibt Bestnoten für günstige Discounter-Sprays

Das sommerliche Eincremen gehört für viele Familien nicht gerade zu den Lieblingsritualen. Dennoch ist der Schutz vor Sonnenbrand und Spätfolgen unerlässlich. (Symbolbild)
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Das sommerliche Eincremen gehört für viele Familien nicht gerade zu den Lieblingsritualen. Dennoch ist der Schutz vor Sonnenbrand und Spätfolgen unerlässlich. Eltern stehen vor den Drogerieregalen oft vor einer riesigen Auswahl an Sonnencremes und fragen sich, ob teure Markenprodukte automatisch mehr Sicherheit bieten.
Eine aktuelle Untersuchung der „Stiftung Warentest“ bringt hier eine erfreuliche Nachricht für die Haushaltskasse: Zuverlässiger Sonnenschutz für Kinder muss keineswegs teuer sein.
Die Expertinnen und Experten haben für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ insgesamt 23 Sonnenschutzmittel für Kinder genau unter die Lupe genommen.
Sonnencremes für Kinder: Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Großteil überzeugt: 14 von 23 Produkten schneiden mit der Note „gut“ ab.
- Günstig schlägt teuer: Die beiden preiswertesten Produkte im Test teilen sich mit der Note 1.7 den Gesamtsieg.
- Mängel beim Lichtschutz: Fünf Produkte fallen mit der Note „mangelhaft“ durch, weil sie den versprochenen Schutzfaktor nicht einhalten.
Die Preis-Leistungs-Sieger
Guter Schutz für die Kleinsten muss kein Vermögen kosten. Diese günstigen Produkte liegen im Ranking ganz weit vorne:
- „Cien Sun Kids Sonnenspray“ von Lidl: Testsieger (Note 1.7) für 2.60 Euro pro 100 Milliliter.
- „Sonnenspray für Kinder Sensitiv“ von Tabaluga: Ebenfalls Testsieger (Note 1.7) für 2.54 Euro pro 100 Milliliter.
- „Sunozon Kids Sonnenmilch“ von Rossmann: Knapp dahinter (Note 1.8) für 2.65 Euro pro 100 Milliliter.
- „Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray“ von dm: Ebenfalls stark (Note 1.8) für 3.13 Euro pro 100 Milliliter.
Kritik an Inhaltsstoffen und Umweltbelastung
Der Test zeigt jedoch auch Schattenseiten auf, insbesondere mit Blick auf die Umwelt und unerwünschte Rückstände:
- Schwer abbaubare Stoffe: In fast allen Produkten stecken Substanzen, die Gewässer belasten können. Der schwer filterbare Stabilisator EDTA wurde in sechs Mitteln nachgewiesen.
- Weichmacher-Spuren: In drei Produkten wurden minimale Spuren des verbotenen Weichmachers DnHexP gefunden. Laut den Testern besteht zwar keine akute Gesundheitsgefahr, die Produkte wurden dennoch auf „ausreichend“ abgewertet.
Ein Sonnenschutz für die ganze Familie?
Praktisch für den Strandkorb oder den Ausflug an den Fühlinger See: Die Kindersonnencreme kann problemlos von der ganzen Familie genutzt werden.
- Vorteil für Erwachsene: Da Kindersonnencremes meist parfümfrei sind, eignen sie sich hervorragend für Erwachsene mit Duftstoffallergien.
- Der Notfall-Plan: Sollte das Kinderspray im Auto vergessen worden sein, können Eltern beruhigt zur normalen Erwachsenen-Creme greifen. Ein herkömmlicher Schutz ist in jedem Fall besser, als die empfindliche Haut ungeschützt der Sonne auszusetzen. (jag/dpa)
