Abo

Gefahr für ReisendeDengue-Fieber in Urlaubsländern – Behörden schlagen Alarm

2 min
Strand von Pattaya.

Auch Thailandvverzeichnet erhöhte Dengue-Zahlen. (Archivbild von Pattaya) 

Das Dengue-Virus grassiert in bekannten Urlaubsorten. Eine offizielle Warnung wurde ausgesprochen, da die Infektionszahlen zunehmen.

Eine neue Gesundheitsmeldung der amerikanischen Behörde Centers for Disease Control and Prevention schafft Verunsicherung unter Reisenden. Wegen des Dengue-Fiebers wurde für 16 Staaten eine höhere Warnstufe verhängt. Die Ursache ist eine signifikant gestiegene Anzahl an Infektionen bei heimkehrenden Personen. Die „New York Post“ hat ebenfalls über diesen Sachverhalt informiert.

Übertragung des gefährlichen Virus durch Mücken

Die Übertragung des Virus erfolgt durch Moskitos und der Krankheitsverlauf kann in den schlimmsten Fällen sehr schwer sein. Fachleuten zufolge können neben Fieber, heftigen Gliederschmerzen und Hautausschlag auch innere Blutungen auftreten. Zusätzlich sind Blut im Erbrochenen oder sogar Hirnblutungen möglich. Bei einem schweren Verlauf kann die Erkrankung innerhalb weniger Stunden zum Tod führen.

Die Aufzählung der „New York Post“ beinhaltet nur Staaten, in denen sich kürzlich eine hohe Anzahl an Urlaubern angesteckt hat:Afghanistan, Bangladesch, Bolivien, Kolumbien, Cookinseln, Kuba, Guyana, Malediven, Mali, Mauretanien, Neukaledonien, Pakistan, Samoa, Sudan, Timor-Leste und Vietnam.

Diese Liste repräsentiert jedoch nicht die global am schlimmsten heimgesuchten Gebiete. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen auch typische Fernreise-Destinationen wie Brasilien, Thailand und Jamaika nach wie vor zu den Dengue-Risikozonen. Das heißt, das Risiko ist nicht allein auf die erwähnten 16 Staaten begrenzt, denn auch weitere gefragte Reiseorte sind betroffen.

Betroffene Urlaubsländer: Malediven, Thailand und Brasilien

Trotz der teilweise schweren Symptome wird die offizielle Warnstufe noch als gering eingestuft. Offizielle Stellen empfehlen jedoch nachdrücklich Vorsichtsmaßnahmen, darunter lange Kleidung, Insektenschutzmittel und der Aufenthalt in klimatisierten Zimmern. Ein besonders heimtückischer Aspekt ist: Die Erkrankung kann bis zu 14 Tage nach der Rückkehr auftreten und sich dann rapide verschlechtern.

Auch Thailand – hier ein Strand von Pattaya – ist vom Dengue-Virus betroffen.

Auch Thailand – hier ein Strand von Pattaya – ist vom Dengue-Virus betroffen. (Archivbild

Bisher ist keine Impfung für normale Reisende erhältlich. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infizieren sich jährlich global bis zu 400 Millionen Personen, mit steigender Tendenz.

Seit dem Gipfel der Ausbreitung im Jahr 2023 erlebt der Globus eine Dengue-Krise. Die WHO meldete eine Rekordzahl an registrierten Fällen. Es kam zu Millionen von Infektionen und Tausenden von Todesfällen. Insbesondere in Brasilien spitzte sich die Situation dramatisch zu.

Kliniken waren überlastet und ganze Gebiete standen unter enormem Druck, da sich das Virus schnell verbreitete. Fachleute bezeichnen dies als die bisher größte Dengue-Epidemie. Sie mahnen, dass die Bedrohung keineswegs gebannt ist. Zudem rücken auch gefragte Reiseziele immer mehr in den Fokus. (red)