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Hitze-Gefahr für BikerDiese Experten-Tipps schützen Motorradfahrer vor Überhitzung

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Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße

Hitzetipp: Lieber eine längere Landstraßenstrecke mit Fahrtwind wählen, als in einen möglichen Stau auf der Autobahn zu geraten. (Symbolbild)

Motorradfahren bei Hitze ist eine Belastung. Experten geben Tipps, wie Biker trotzdem sicher ans Ziel kommen.

In der Sommerzeit steigen die Temperaturen häufig an. Motorradfahrer spüren die Hitze dabei unmittelbarer als Insassen von Pkw, die oft über eine Klimaanlage verfügen. Unter der Schutzausrüstung samt Helm staut sich die Wärme rasch, insbesondere bei fehlendem Fahrtwind im stockenden Verkehr.

Eine signifikante Belastung für Motorradfahrer geht von hohen Temperaturen aus, darauf weist das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) hin. Die Fähigkeit zur Konzentration, die Reaktion und die allgemeine Leistungsfähigkeit können dadurch gemindert werden. Einige Ratschläge können zur Abkühlung beitragen:

  1. Fahrten, die sich planen lassen, sollten bevorzugt am Morgen oder Abend stattfinden. Auf diese Weise kann die stärkste Hitzeeinwirkung zwischen 13.00 und 17.00 Uhr häufig umgangen werden.
  2. Anpassung der Strecke: Eine ausgedehntere Tour über Landstraßen mit kühlendem Fahrtwind ist einem potenziellen Stau auf der Autobahn vorzuziehen. Aktuelle Navigationssysteme unterstützen bei der Routenwahl und liefern Informationen zu Verkehrsstörungen.
  3. Pausen zur Abkühlung einlegen: Es ist ratsam, präventiv etwa alle 60 Minuten eine Pause einzulegen und nicht erst dann, wenn Erschöpfung eintritt.
  4. Auf Warnsignale achten: Symptome wie Schwindel, Kopfweh, nachlassende Konzentration oder Krämpfe in der Muskulatur deuten möglicherweise auf eine beginnende Überhitzung oder Dehydration hin. In einem solchen Fall ist die Tour umgehend zu beenden.

Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr ist bereits vor Fahrtantritt essenziell. „Wer schon leicht dehydriert losfährt“, so Matthias Haasper vom ifz, „kann den Flüssigkeitsverlust unterwegs kaum ausgleichen“. Es wird generell empfohlen, kontinuierlich zu trinken, noch bevor sich Durst bemerkbar macht. Ein Defizit an Flüssigkeit resultiert nämlich ebenfalls in nachlassender Konzentration und Müdigkeit.

Ein Ratschlag speziell für Verkehrsstaus ist, Getränke im Tankrucksack griffbereit zu halten. Falls die Fahrt nur noch im Stop-and-go-Verkehr möglich ist, empfiehlt es sich, die nächste Raststätte für eine Erholungspause anzusteuern. „Bei längeren Standzeiten und großer Hitze kann es hilfreich sein, mit entsprechendem Abstand den Schatten eines Lkw zu nutzen“, fügt Haasper als weiteren Hinweis hinzu.

Sommerbekleidung: Schutz trotz hoher Temperaturen

Durch die Wahl passender Bekleidung lässt sich die Fahrt erträglicher gestalten, ohne dass dabei Abstriche bei der Sicherheit gemacht werden müssen. Es existiert beispielsweise spezielle Sommer-Motorradbekleidung, die über Netzeinsätze oder Ventilationsöffnungen verfügt. Solche Kleidungsstücke gewährleisten gleichzeitig Protektion und eine effektive Luftzirkulation. Zusätzlich hilft ein hellfarbiger Helm mit einem guten Belüftungssystem, die Hitzebelastung zu verringern. Haasper bezieht sich dabei auf Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt). Diese belegten, dass die Temperaturen im Vergleich zu dunklen Modellen um mehrere Grad differierten.

Grundsätzlich ist es jedoch unerlässlich, selbst bei großer Hitze nicht auf die vollständige Schutzausrüstung zu verzichten. „Im Stillstand bei Stau darf natürlich die Bekleidung etwas gelüftet werden“, so Haasper. (dpa/red)