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Gefahr im WohnzimmerTÜV warnt vor umstürzenden Fernsehern – das können Sie tun

3 min
Mit einem Beamer wird ein Fussballspiel projiziert

Outdoor-Sicherheit beachten: Beamer und Leinwände im Freien müssen gegen Windböen gesichert und wettergeschützt aufgestellt werden.

Moderne Flachbildschirme sind oft wackelig. Der TÜV warnt vor schweren Verletzungen und gibt Tipps zur Sicherung.

Dass ein Flachbildschirm eine Gefahrenquelle darstellt, mag überraschen, entspricht laut TÜV-Verband jedoch der Realität. Wiederholt ereignen sich Unfälle durch umstürzende Apparate. Gerade bei aktuellen Modellen mit ausladenden Displays wächst das Kipprisiko stärker als deren Standfestigkeit.

Die Ursache hierfür ist, dass sich bei wachsender Fläche und Masse der Geräte der Schwerpunkt nach oben verlagert. Parallel dazu nimmt die Breite der Standfüße bei zahlreichen Ausführungen nicht im gleichen Verhältnis wie die Bildschirmdiagonale zu. Wenn die großen Fernsehapparate dann auf zu schmalen Möbeln positioniert werden, zum Beispiel für einen Fußballabend mit Gästen, steigt die Gefahr des Schwankens erheblich.

Umstürzende Fernseher können schwere Verletzungen verursachen

Die Konsequenzen eines solchen Vorfalls sind nicht trivial. Stürzt ein Fernseher um, treffen erhebliche Kräfte auf eine kleine Fläche. „Die Folge können schwere Verletzungen sein“, erläutert André Siegl, Experte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beim TÜV-Verband. Eine besondere Gefährdung besteht für Kinder, die beim Entdecken ihrer Umwelt die Risiken nicht abwägen können.

Zur Prävention sollten die Apparate ausschließlich auf standfesten und genügend breiten Möbeln platziert werden. In Haushalten mit Kindern ist eine ergänzende Kippsicherung unerlässlich. Heutige Fernsehgeräte besitzen zu diesem Zweck Gewindeöffnungen an der Geräterückseite. Dort lassen sich Gurte oder Winkel anbringen, um den Fernseher mit der Wand oder dem Möbel zu verbinden.

Wandmontage als sicherste Option

Eine noch zuverlässigere Methode ist die Anbringung der Geräte an einer Wand. Die Bedingung hierfür ist, dass die Wand das Gewicht des Apparates aushält und die Halterung samt Befestigungsmaterial auf die Bausubstanz abgestimmt ist. Bei massiven Wänden aus Beton oder Ziegelstein können Hochlastdübel verwendet werden, für besonders große und schwere Modelle sind Schwerlastdübel ratsam.

Wände aus leichtem Gipskarton gewähren laut TÜV-Verband nur dann genügend Halt, wenn spezielle Hohlraumdübel und möglicherweise eine Unterkonstruktion zum Einsatz kommen. Es sollte zudem darauf geachtet werden, die Gewichtslast des Geräts auf alle Befestigungspunkte zu verteilen, um eine punktuelle Beanspruchung zu umgehen.

Korrekte Sicherung von Beamer und Leinwand

Wer im Freien einen Projektor mit Leinwand nutzen möchte, muss die Ausrüstung vor Witterungseinflüssen schützen. Große Projektionsflächen sind sehr windanfällig. Ohne Sicherung können bereits einzelne Böen sie zum Umwerfen bringen. Der TÜV-Verband rät abhängig von der Konstruktion zu Ballastgewichten, Bodenankern, Abspannseilen oder Tragegestellen. Mit zunehmender Größe der Leinwand wird eine solide Verankerung im Untergrund immer wichtiger.

Auch der Projektor selbst benötigt einen festen Stand und darf nicht lose auf Möbeln abgestellt werden. Für eine Deckeninstallation muss die Decke das Gewicht des Geräts dauerhaft tragen. Bei Decken aus Gipskarton sollte die Last laut TÜV-Verband vorzugsweise von der Unterkonstruktion oder der Rohdecke getragen werden. Ist dies nicht realisierbar, kommen Spezialdübel infrage. Der Verband rät außerdem zur Nutzung eines modellspezifischen Einbau- oder Konstruktionsrahmens für eine bessere Lastverteilung. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.