Warum kommt am Geldautomaten erst die Karte, dann das Geld? Dahinter steckt eine simple, aber wichtige Schutzmaßnahme.
Karte vor dem BargeldBanken wollen so verhindern, dass Kunden ihre Karte vergessen

Karte entnehmen, dann Geld: Das Entnahmesystem zwingt Nutzer dazu, ihre Karte zuerst zu sichern, bevor sie das Bargeld erhalten.
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Eine einfache Schutzvorkehrung soll Kunden davor bewahren, ihre Bankkarte im Geldautomaten zu vergessen. Aus diesem Grund ist der Ablauf bei der Bargeldbeschaffung so gestaltet, dass nach der Authentifizierung und der Wahl der Summe die Karte vor den Geldscheinen ausgegeben wird.
Matthias Lange, ein Kartenexperte beim Bundesverband deutscher Banken, bestätigt diesen Grund: „An Geldautomaten in Deutschland wird die Karte vor dem Bargeld ausgegeben, um zu verhindern, dass Kundinnen und Kunden ihre Karte vergessen“. Die Beobachtungen aus dem Alltag würden dies untermauern: „Wenn zuerst das Geld kommt, konzentrieren sich viele darauf und lassen eher die Karte im Automaten zurück.“
Folgen bei verzögerter Entnahme der Bankkarte
Dieser vordefinierte Prozess zwingt die Nutzer dazu, zuerst ihre Karte an sich zu nehmen, bevor sie die Geldscheine erhalten. Auf diese Weise wird das Risiko minimiert, die Karte im Gerät zurückzulassen. Eine zusätzliche Sicherung ist ebenfalls integriert: Wenn die Karte nicht aus dem Schlitz genommen wird, blockiert der Automat die Ausgabe des Bargelds.
Eine verzögerte Reaktion hat jedoch zusätzliche Folgen. Sofern die Karte nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums – üblicherweise sind das 30 Sekunden – an sich genommen wird, konfisziert der Automat sie. „Da die Angestellten in den Filialen in der Regel keinen Zugriff auf die Geldautomaten haben, ist es auch in diesem Fall nicht möglich, die Karte einfach wieder auszuhändigen“, erläutert Lange. Für die betroffene Person ist es anschließend erforderlich, bei ihrem Kreditinstitut eine neue Karte zu beantragen. (dpa/red)
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