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KI hilft bei der SteuerWas künstliche Intelligenz leisten kann und wo ihre Grenzen sind

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Das KI-Tool ChatGPT auf einem Laptop

Kann einiges, aber vieles auch nicht: Wer KI wie ChatGPT zur Unterstützung bei der Steuererklärung einsetzt, sollte immer besser sorgsam prüfen, ob deren Informationen auch stimmen.

KI bei der Steuererklärung: Sie kann helfen, doch Experten warnen vor falschen Angaben und Datenschutz-Risiken.

Die jährliche Steuererklärung stellt für zahlreiche Bürger eine mühsame Pflicht dar. Dokumente müssen zusammengetragen, Vordrucke bearbeitet und Fachjargon entschlüsselt werden. In der digitalen Ära erscheint es verlockend, Künstliche Intelligenz (KI) als persönlichen Beistand heranzuziehen. Diese Methode kann sich als nützlich erweisen, ist aber nicht ohne Tücken. Ein Überblick zeigt die Potenziale von KI auf und beleuchtet ihre Limitierungen.

Fachbegriffe erklären und mögliche Abzüge erkennen

Bei alltäglichen Anfragen kann KI eine nützliche Unterstützung sein. Wenn Sie nicht wissen, was sich hinter Fachtermini wie „Werbungskosten“, „außergewöhnlichen Belastungen“ oder „haushaltsnahen Dienstleistungen“ verbirgt, können gängige KI-Systeme dies rasch und verständlich aufschlüsseln. „Gerade für Einsteiger kann KI eine gute erste Orientierung bieten“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Viele Personen scheitern weniger an den Zahlen als an der amtlichen Fachsprache.

Zudem können die zahlreichen Zeilen in den Steuerformularen das Bearbeiten erschweren, so Steuerberater Prof. Rainer Bräutigam von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. „Hier kann KI konkret gefragt werden, welche Tatbestände in welche Zeile gehören.“ Das System kann auch dabei helfen, potenzielle Steuerabzüge zu finden. Wenn man es fragt, welche Kosten ein Angestellter absetzen kann, liefert es häufig Aufschluss über gängige Posten wie Fahrtkosten, Fortbildungen oder Arbeitsmittel.

Struktur in die Vorbereitung bringen

Ein zusätzlicher Vorteil: „KI kann Struktur in die Vorbereitung bringen“, informiert der Bund der Steuerzahler. Mittels einer gezielten Anweisung (Prompt) können viele Systeme Checklisten mit den üblicherweise benötigten Dokumenten für die Erklärung generieren – von der Lohnsteuerbescheinigung über Spendenquittungen bis zur Nebenkostenabrechnung. Auch bei der Deutung des späteren Steuerbescheids kann KI assistieren, um die oft schwer nachvollziehbaren Erläuterungen des Finanzamts zu übersetzen.

Allerdings ist an dieser Stelle aus Datenschutzgründen Achtsamkeit erforderlich. Den vollständigen Steuerbescheid zur Analyse hochzuladen, ist nicht empfehlenswert. Es ist besser, lediglich unverständliche Abschnitte separat einzugeben.

Was KI nicht leisten kann: Aktuelle Regeln und Haftung

Das größte Manko: „KI liegt nicht immer richtig“, warnt Prof. Martin Jacob von der IESE Business School. Eine von ihm durchgeführte Untersuchung, bei der eine KI Steuerfragen für mehr als 40 Länder beantwortete, zeigte ernüchternde Ergebnisse. Die KI konnte nicht verlässlich darüber Auskunft geben, ob gewisse Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können. Ein blindes Vertrauen kann gefährlich werden, denn für fehlerhafte Angaben haften am Ende nicht die KI, sondern die Steuerpflichtigen selbst.

Prof. Rainer Bräutigam rät daher, wenn überhaupt, zu Modellen, die mit spezialisiertem Steuerwissen trainiert wurden, wie sie in manchen Steuerprogrammen zum Einsatz kommen. Diese können besser auf Gesetzesänderungen reagieren als allgemeine Systeme wie ChatGPT. „KI wird nicht für eine falsche Rechtsberatung haften“, sagt Prof. Martin Jacob.

Datenschutz und professionelle Beratung bleiben entscheidend

Steuerliche Informationen zählen zu den sensibelsten persönlichen Informationen. Geben Sie daher niemals Ihre Steuer-ID oder Kontodaten in eine KI ein, rät der Bund der Steuerzahler. Das Hochladen vollständiger Steuerunterlagen ist tabu, da die Gefahr besteht, dass Daten abfließen. Zudem kann eine KI keine Belege sortieren. „Eine gute und saubere Buchführung wird immer weiterhin relevant sein“, sagt Prof. Martin Jacob.

Letztendlich kann eine KI keinen professionellen Rat ersetzen. Gerade bei komplexeren Sachverhalten wie Vermietung, Selbstständigkeit oder internationalen Einkünften sollten Sie weiterhin Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine konsultieren. „Man darf auch nicht vergessen, dass die Steuerbehörden auch KI zu Erkennung von Falschangaben einsetzen, beziehungsweise vermehrt nutzen werden“, so Prof. Jacob. Das Risiko, mit fehlerhaften Angaben aufzufallen, steigt also. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.