Das Studium ist abgeschlossen, jetzt wollen junge Künstler sich und ihre Arbeiten präsentieren. Aber wo? Constanze Wiater, Carmen Lenhart und Jan-Ole Schiemann haben Immobilien-Büros kontaktiert und gefragt, ob sie leerstehende Räume nicht für kurze Zeit als Ausstellungsfläche zur Verfügung stellen könnten.
Das hat geklappt, Anfang des Sommers in der Beethovenstraße, jetzt im Severinsviertel. Im Architektenhaus Josephstraße 32 zeigen die drei bis zum 1. September eigene Arbeiten, aber auch Werke von Gastkünstlern aus Hamburg und Berlin. Eine Herausforderung, denn die Räume liegen auf mehreren Ebenen, die unterschiedlich ausgeleuchtet sind. Herausforderungen, denen sich die Aussteller unter anderem mit eigens entworfenen Installationen stellen.
Die Räume können die Galeristen in eigener Sache kostenlos nutzen, Einladungen werden vorwiegend im Netz verbreitet, die Gastkünstler motivieren auch den Bekanntenkreis. „Wir kommen so plus minus null“, raus, erzählt Schiemann, der an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und abgeschlossen hat. Die Bildhauerin Constanze Wiater macht ihren Abschluss im Februar, ebenfalls in Düsseldorf, Carmen Lenhart hat in Kassel studiert.
Wiater ist mit einer verspiegelten Treppe an der Josephstraße vertreten, Schiemann unter anderem mit einem großformatigen Gemälde in schwarz-braun Tönen, fließende Formen wie im Wasser aufgelöst, Kontrapunkt bilden zwei Rechtecke.
Daisy Chain, Josephstraße 32, Samstag und Sonntag, 15 bis 18 Uhr; bis 1. September
