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Wahrheit über KostenWie viel Strom verbraucht ein Ventilator wirklich?

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Die Bewohnerin eines Seniorenzentrums sitzt in ihrem Zimmer hinter einem Ventilator in einem Sessel.

Ein Ventilator kann bei Hitze für etwas Abkühlung sorgen. (Archivfoto)

Ventilatoren gelten als Stromsparmeister gegen Hitze – doch was kostet der Betrieb tatsächlich?

Ein Ventilator ist in Hitzewellen eine vergleichsweise stromsparende Form der Abkühlung – vor allem im Vergleich zu mobilen Klimageräten. Wie viel Energie er tatsächlich verbraucht, hängt jedoch von seiner Leistung in Watt, der gewählten Stufe und seiner Laufzeit ab.

Die Rechnung ist einfach: Der Verbrauch in Kilowattstunden ergibt sich, indem man die Wattzahl durch 1000 teilt und das Ergebnis mit den Betriebsstunden multipliziert. Viele gängige Tisch- oder Standventilatoren liegen je nach Modell und Stufe bei etwa 30 bis 60 Watt, Turmventilatoren häufig in einer ähnlichen Größenordnung.

Ventilator vs. Stromrechnung: Lohnt sich der Betrieb in der Hitze?

Läuft ein 40-Watt-Gerät an einem heißen Tag acht Stunden, entspricht das rund 0,32 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde wären das knapp zehn Cent am Tag. Selbst über einen ganzen Monat gerechnet bleibt der Betrag in der Regel überschaubar – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um ein besonders leistungsstarkes Gerät oder der Ventilator wird über viele Stunden hinweg betrieben.

Verbraucher sollten dennoch genauer hinschauen. Die maximale Leistung ist auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung angegeben. Manche Ventilatoren haben zudem einen Energiesparmodus oder mehrere Stufen, die den Strombedarf deutlich beeinflussen. Hilfreich ist auch ein Zwischenstecker mit Verbrauchsmessung, um den realen Wert im Alltag zu ermitteln.

Wichtig ist zudem die richtige Erwartungshaltung: Ein Ventilator kühlt die Raumluft nicht aktiv herunter, sondern bewegt sie. Dadurch kann die gefühlte Temperatur gesenkt werden, eine Klimatisierung wird jedoch nicht ersetzt.

Der Einsatz ist vor allem sinnvoll, wenn die Luft in Tropennächte oder morgens kühler ist und der Ventilator diese Luft im Raum verteilt. Bei sehr extremen Außentemperaturen hilft es, tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen zu halten und den Ventilator gezielt zur Luftbewegung einzusetzen. (mbr)