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Experten informierenDas sind die neuen Therapieansätze bei der Refluxkrankheit

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Eines von vielen Symptomen der Refluxkrankheit: ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein.

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung leidet unter der Refluxkrankheit. Auslöser ist meist eine gestörte Barrierefunktion im unteren Abschnitt der Speiseröhre. Der saure Magensaft kann dadurch zurück in die Speiseröhre fließen und löst die Beschwerden aus. Daher kommt auch der Name der Erkrankung – Reflux bedeutet Rückfluss. Jedoch wird sie häufig erst spät erkannt, da die Symptome vielfältig und teilweise irreführend sind. Neben saurem Aufstoßen können nächtliches Husten, Kehlkopfentzündungen oder ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein auf die Krankheit hindeuten. 

Behandlung mit Medikamenten

Bei anhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden sollte etwas dagegen unternommen werden, um Folgeerkrankungen wie einen Speiseröhrenkrebs zu vermeiden. In vielen Fällen lässt sich die Refluxkrankheit gut mit Medikamenten behandeln. Diese wirken auf die Protonenpumpen in der Magenwand und regulieren so die Säureproduktion. Versagt diese Therapie, ist oft eine Operation notwendig. Prof. Claus F. Eisenberger, Chefarzt Chirurgie im Krankenhaus Köln-Holweide, spricht über operative Behandlungsmöglichkeiten bei Reflux.

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Es gibt nun neue, den Körper weniger belastende Therapieverfahren, wie etwa den Reflux-Schrittmacher oder ein magnetisches Verschlusssystem. Der Reflux-Schrittmacher funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher. Das Gerät wird unter der Haut eingesetzt und sendet regelmäßig Impulse an den Muskel am Ende der Speiseröhre. Dieser schließt sich, dann kann keine Säure zurücklaufen. Das „LINX“-System, ein magnetisches Band, wird um den Ausgang der Speiseröhre gelegt. Im Ruhezustand ist es geschlossen und verhindert den Reflux, beim Essen oder Trinken öffnet es sich und lässt die Nahrung passieren. 

Operative Lösung

Wenn diese Eingriffe nicht möglich sind, kann eine Operation, Fundoplicatio genannt, helfen. Dabei wird ein Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen wieder hergestellt. Es wird eine Manschette, bestehend aus Teilen der Magenwand, locker um die Speiseröhre herumgeführt und mit Nähten am Zwerchfell befestigt. Die meisten Patienten sind nach der Behandlung dauerhaft beschwerdefrei. So findet sich für jeden eine individuell passende Lösung.