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FDP-Fraktion will Bildungsurlaub auch online ermöglichen

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Wiesbaden – Die FDP-Fraktion will Bildungsurlaub in Hessen auch online möglich machen. „Es ist zweitrangig, ob Menschen durch die Republik reisen, um sich in einem Seminarraum weiterzubilden, oder ob sie von zu Hause aus an einer digitalen Fortbildung teilnehmen”, begründete der digitalpolitischer Sprecher der Fraktion, Oliver Stierböck, den Entwurf für die Gesetzesänderung am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. „Wichtig ist die Bildung an sich.” Bildungsurlaub sollte deshalb auch dann anerkannt werden, wenn er als Online- oder Hybridveranstaltung stattfindet.

Hessen arbeite noch mit einem Gesetz, das Onlineveranstaltungen auf Grundlagen aus dem Jahr 1998 ausschließe, obwohl sich die Arbeitswelt seither weitergedreht habe und digitale Kommunikationsformen längst etabliert seien, kritisierte der FDP-Politiker. Andere Bundesländer wie etwa Berlin und Schleswig-Holstein seien deutlich weiter und ermöglichten bereits digitalen Bildungsurlaub. In Ländern wie etwa Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sei die Möglichkeit zumindest vorübergehend für die Corona-Zeit geschaffen worden. Es werde daher höchste Zeit, das hessische Gesetz entsprechend zu modernisieren.

© dpa-infocom, dpa:220509-99-220179/4 (dpa/lhe)