Wiesbaden – Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags zum rassistischen Anschlag von Hanau wird heute (9.00 Uhr) drei weitere Familienangehörige von Opfern als Zeugen hören. Darunter ist auch Serpil Unvar, die in Gedenken an ihren ermordeten Sohn Ferhat Unvar eine gleichnamige Bildungsinitiative ins Leben gerufen hat. Ein weiterer Zeuge, Cetin Gültekin, verlor bei der Tat am 19. Februar 2020 seinen Bruder, Filip Gomans Tochter wurde an dem Tag ebenfalls erschossen.
Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte damals neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Danach tötete er nach Erkenntnissen der Ermittler seine Mutter und nahm sich selbst das Leben.
Die „Initiative 19. Februar Hanau”, zu der sich Angehörige der Getöteten sowie Überlebende zusammengeschlossen haben, begleitet die Sitzungen mit Mahnwachen in Wiesbaden. Die Opferfamilien fordern eine kritische Aufarbeitung, unter anderem zu den Waffenerlaubnissen für den Attentäter, der Sportschütze war, sowie zur Nichterreichbarkeit des Hanauer Polizei-Notrufs in der Tatnacht.
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