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Junge ZeitenJeden Tag Geld ausgegeben

2 min

Marie-Lena gönnt sich eine Brasilienreise – ausnahmsweise.

Rhein-Erft-Kreis – Ich gehe arbeiten und bekomme einen Teil des Unterhaltes von meinem Vater. So stehen mir monatlich 800 Euro zur Verfügung. Mindestens 300 Euro davon versuche ich zu sparen. Ich war überrascht und erschrocken wie oft man tatsächlich zum Portemonnaie greift. Nicht etwa die Gesamtsumme von 570 Euro erschreckt mich, die ich im Juli ausgegeben habe. Sondern vielmehr, dass es tatsächlich keinen einzigen Tag im Monat gab, an dem ich kein Geld ausgegeben habe.

Es fing schon super an: Am ersten Tag des Monats, Sonntag wohlgemerkt, ging es gemeinsam mit meiner Schwester in die Eisdiele. Da war ich schon die ersten acht Euro los. Anfangs waren es nur Kleinigkeiten, für die ich Geld ausgegeben habe. Brötchen in der Pause hier, Äpfel für zwischendurch da. Eistee, Kaugummis. Absolut zu meinem Missfallen wurde ich krank und musste mir für 35 Euro Medikamente kaufen. Im Prinzip nicht viel, aber dennoch ärgerlich. Eines Morgens musste ich feststellen, dass meine Wimperntusche leer ist, und so sah ich mich gezwungen, mir eine neue zu kaufen. Und wie es immer der Fall ist, blieb es nicht bei einer Wimperntusche. Der Drogeriemarkt ist für mich ein Schlaraffenland. Meine Macke: Nagellack! Schwarz, braun, blau, grün. Schnell noch einen in die Einkaufstasche legen. Aber auch die Haare wollen gepflegt werden. Also her mit der Haarkur und dem super Shampoo aus der Werbung. Ob das wirklich nötig war? Das Shampoo zugegebenermaßen nicht, aber die Haarkur war selbstverständlich ein Muss!

Meine größte Ausgabe war allerdings die Buchung meines Fluges. Sieben Tage Rio de Janiero mit meinem Freund. Bisher wurde nur der Flug gebucht. Und das zu einem absoluten Schnäppchenpreis: 280 Euro hin und zurück! Beachtlich ist auch die Summe, die man für seine Haustiere ausgeben muss. Ich habe zwei ausgewachsene Katzen, und die wollen schließlich auch gefüttert werden. Trockenfutter, Nassfutter, Leckerlis. Und wenn man es in Relation betrachtet, dann liegen die zwei mit circa 30 Euro recht hoch im Kurs. Mein Essen hingegen schlägt mit 38 Euro zu Buche, und ich bin das ein oder andere Mal zum Chinesen essen gegangen. Fazit: Kleinvieh macht auch Mist. Und so läppert sich alles zu einem schönen Sümmchen zusammen. Auf einiges hätte man vielleicht verzichten können, aber Geld zum Sparen ist trotzdem übrig geblieben. Ziel erreicht.