Die Situation der Obdachlosen in Köln ist schwierig. Zwar muss theoretisch niemand auf der Straße schlafen, da die Sozialverwaltung mit Hilfe von Trägern der freien Wohlfahrtspflege ein Hilfssystem anbietet. Doch es stellt sich weiterhin die Frage, ob die Unterstützung groß genug ist. Denn nach wie vor gibt es in Köln viele Wohnungslose, deren Armut offensichtlich ist, beispielsweise in Bahnhofsnähe oder am Ebertplatz.
Größere Aufmerksamkeit
Konstantin Neven DuMont wünscht sich deshalb eine größere Aufmerksamkeit für dieses bedeutsame Thema. „Politik, Verwaltung, Ordnungskräfte und Bürgerschaft gucken beim Thema Obdachlosigkeit leider immer noch zu oft weg“, sagt Konstantin Neven DuMont, Geschäftsführer der Firma KNDM Immobilienentwicklung. „Um die zunehmenden Probleme in den Griff zu bekommen, würde ich mir wesentlich mehr Engagement von allen Beteiligten wünschen.“
Menschen unterstützen
Damit Obdachlosen gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besser geholfen wird, wurden Einrichtungen wie die GULLIVER Überlebensstation für Obdachlose in Köln gegründet, die jüngst von KNDM Immobilienentwicklung durch die Spende einer hochmodernen Dunstabzugshaube unterstützt wurde. „Uns erreichte seine Anfrage, inwieweit er die Arbeit der Überlebensstation GULLIVER unterstützen könne. Wir wagten uns, den lange gehegten Wunsch, die Installation einer Abzugslüftung über den stark genutzten Herden bei GULLIVER, zaghaft zu formulieren“, erinnert sich GULLIVER-Geschäftsführer Bernd Mombauer.
Wichtige Hilfsmittel
Er stellt Obdachlosen in seiner Einrichtung Angebote wie Mahlzeiten, Duschen und Aufenthaltsräume zur Verfügung. „Obwohl die dafür bereitzustellenden Mittel von einer nicht unerheblichen Größenordnung sind, erreichte uns schnell und unkompliziert die Rückmeldung, dieses Projekt umsetzen zu können. Im September des letzten Jahres konnte die Lüftung in der Küche der Überlebensstation schließlich installiert werden.“ Somit können nun täglich zahlreiche Mahlzeiten gekocht und serviert werden, ohne dass sich der Essensgeruch uneingeschränkt in den Räumlichkeiten ausbreitet.
Armut bestmöglich vermeiden
Dadurch konnte die Überlebensstation GULLIVER dank KNDM Geld sparen, das die Kölner Einrichtung im Sinne der Obdachlosen anderweitig investieren kann. „Die Überlebensstation hat nunmehr seit zwei Jahrzehnten eine eigene wirkungsvolle Geschichte. Viele Wünsche, Notwendigkeiten, Bedarfe und Visionen konnten in den letzten zwei Jahrzehnten mit Unterstützung der Kölner Bürgerinnen und Bürger eingerichtet werden“, erklärt Mombauer. „In diese Reihe des Engagements reiht sich nunmehr die großzügige Spende der KNDM Immobilienentwicklung.“
Mehr Engagement nötig
Dennoch bleibt klar: Die finanziellen Mittel sind beschränkt und die Gegebenheiten für Obdachlose insgesamt weiterhin alles andere als optimal. Deshalb möchte Konstantin Neven DuMont alle relevanten Kölner Instanzen dazu aufrufen, sich mehr zu engagieren, damit sich die Situation in der Stadt deutlich verbessert. Schließlich profitiert die gesamte Gesellschaft davon, wenn sich alle Menschen wohlfühlen und die Armut so gering wie möglich ist.
Hilfsangebote für Obdachlose:stadt-koeln.de/artikel/02180/index.html
