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Mordverdächtiger gefasst: Suche nach Mittäter

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Gießen – Nach mehrtägiger Fahndung in einem Gießener Mordfall ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 43-Jährige sei bereits am Freitag im deutsch-polnischen Grenzgebiet bei Frankfurt (Oder) gefasst worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag in Gießen mit. Eine Haftrichterin ordnete demnach Untersuchungshaft an wegen des dringenden Verdachts des Mordes sowie des versuchten Mordes. Die Ermittler gingen davon aus, dass es mindestens einen weiteren - noch unbekannten - Mittäter gibt.

Vor einer Woche waren in einer Gießener Wohnung die Leiche eines 56-Jährigen sowie ein schwer verletzter 52-Jähriger gefunden worden - die Ermittler vermuteten eine Tat im Drogenmilieu. Man gehe von einem Raubmord aus, „da im Zuge des gewaltsamen Übergriffs Drogen und gegebenenfalls auch Geld entwendet worden sein sollen”, hieß es am Montag. Der dringende Tatverdacht gegen den 43-jährigen georgischen Asylsuchenden gründe sich auf Zeugenaussagen, Fotos aus einer Überwachungskamera - und darauf, dass dessen Ausweis am Tatort gefunden worden sei.

Die Staatsanwaltschaft hat weiterhin eine Belohnung von 1000 Euro für Angaben ausgesetzt, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen. Die „äußerst umfangreichen” Ermittlungen in dem Fall dauern an. Im Fokus stehe derzeit die komplexe Spurenauswertung.

© dpa-infocom, dpa:220307-99-420882/3 (dpa/lhe)