Abo

NaturschuleGolden Gate Bridge an der Agger

2 min

Dieser Entwurf zeigt eine Holzbrücke - doch, wirklich! Der Natur-Baustoff steckt unter Steinplatten. (Bild: bäu)

Lohmar – Die kleine „Golden Gate Bridge“ im Aggerbogen soll kommen. Wie der Bauausschuss beschloss, wird das markante Verbindungsbauwerk ab Herbst gebaut. Die geplante Fußgängerbrücke soll sicherstellen, dass der erweiterte Landschaftsgarten als außerschulisches Gelände für die Naturschule Aggerbogen erreicht werden kann. Im Laufe eines Jahres verzeichne die Naturschule mehr als 10 000 Besucher, ließ die Verwaltung im Ausschuss wissen. Weiterhin seien auch die Waldflächen auf der anderen Aggerseite Lernorte für Kurse.

Ästhetik des Entwurfs

Insgesamt stelle der Bau der Brücke „nachhaltig sicher, dass ein weiterer Landschaftsraum im Umfeld der Naturschule renaturiert werden kann und auch als Lernort zur Verfügung steht. Sie bildet einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung des öffentlichen Kulturland-schafts- und Lernraumes.“ Die Brücke wurde vom Ingenieurbüro Miebach aus Lohmar geplant. Es handelt sich um eine geschwungene Konstruktion, die an zwei Pylonen aufgehängt ist – eine Bauweise, die ihr prompt dem Namen „Mini-Golden-Gate“ eintrug. Das S-förmige Bauwerk wird eine Gesamtlänge von 54,50 Metern haben, wirke aber dennoch filigran und passe sich „hervorragend in das Landschaftsbild ein“, lobte Beigeordneter Michael Hildebrand. Auch die Mitglieder des Bauausschusses würdigten die Ästhetik des Entwurfs. Ein Kritikpunkt blieben hingegen für manch einen die Kosten: Der Bau wird mit rund 460 000 Euro zu Buche schlagen, 70 Prozent davon trägt das Land. 140 000 Euro bleiben somit der Stadt Lohmar zu bezahlen. Ob das nun viel oder wenig, vertretbar oder überflüssig sei, konnte im Schlagabtausch zwischen Charly Göllner (Grüne) und Gisela Becker (SPD) nicht geklärt werden. Beschlossen wurde der Bau am Ende indes dennoch.