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Gefälschte Dokumente und Bargeld dabeiPolizei nimmt Mann am Kölner Hauptbahnhof fest

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hbfköln

Ein Zug fährt am Kölner Hauptbahnhof ein.

Köln – Beim Anblick der Beamtinnen und Beamte im Kölner Hauptbahnhof machte ein Reisender (30) direkt kehrt. Aus gutem Grund, wie die Bundespolizei am Montag (18. Juli) berichtet.

Der 30-Jährige wollte sich offensichtlich einer Kontrolle entziehen. Deswegen schlug er schnellen Schrittes zügig die entgegengesetzte Richtung ein. Allerdings zog er durch dieses Verhalten erst recht die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte auf sich.

Hauptbahnhof Köln: 30-Jähriger fällt der Polizei auf

Am Samstagmorgen gegen 6.15 Uhr fiel der 30-Jährige den Beamtinnen und Beamten im Kölner Hauptbahnhof durch seine „Kehrtwende“ direkt ins Auge. Sie nahmen sein fluchtartige Verhalten zum Anlass, ihn tatsächlich zu kontrollieren und erkannten schnell den Grund.

Der Kontrollierte mit indischer Abstammung hatte laut Bundespolizei keine gültigen Ausweisdokumente bei sich und zeigte stattdessen einen gefälschten griechischen Aufenthaltstitel vor. Ferner stellte sich heraus, dass er nicht nur seit Juli 2020 unerlaubt in der Bundesrepublik ist, sondern durch die ungarischen Behörden eine Einreiseverweigerung für das gesamte Schengengebiet gegen ihn ausgestellt worden war.

Zum Schengengebiet gehören Deutschland, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn.

Durchsuchung: 900 Euro und geringe Menge Haschisch sichergestellt

Bei einer Durchsuchung fanden die Bundespolizistinnen und -polizisten bei dem 30-Jährigen zudem noch eine ungewöhnlich hohe Summe Bargeld von knapp 900 Euro sowie geringe Mengen Haschisch. Die Einsatzkräfte nahmen den Mann nach Rücksprache mit der Polizei Köln fest und überstellten ihn zuständigkeitshalber an den polizeilichen Gewahrsamsdienst in Köln-Kalk.

Den griechischen Aufenthaltstitel sowie die Betäubungsmittel stellten die Kräfte sicher. Den Beschuldigten erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, unerlaubten Aufenthalts und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. (red)