Abo

Sicher investierenImmobilien als Wertanlage

4 min
AdobeStock_189104449

Geld fürs Eigenheim zu investieren lohnt sich.

Wie lässt sich in turbulenten Zeiten das erarbeitete Vermögen sinnvoll mehren oder wie kann optimal für das Alter vorgesorgt werden? Besonders in Krisenzeiten raten Experten immer häufiger dazu, in das sogenannte „Betongold“ zu investieren. So gelten Häuser, Wohnungen und Grundstücke als beliebte Geldanlage. Ob die selbst genutzte Immobilie, die Vermietung oder Immobilienfonds, das Team aus erfahrenen Experten des S-IMMOmarkt der Sparkasse Leverkusen berät, welche Form der Geldanlage individuell optimal passt.

Kaum Schwankungen

„Häuser stehen auf einem festen Fundament. Auch im Wert schwankten sie in den vergangenen Jahrzehnten im Vergleich wenig – auch in diesem Jahr nicht“, betont Ralf Esser, Leiter des S-IMMOmarkt der Sparkasse Leverkusen. „So haben sie zu Recht den Ruf einer sicheren und vor allem wertbeständigen Geldanlage.“ Wer zum Beispiel selbst eine eigene Immobilie bewohnt, hat damit den Grundstein für eine solide Altersvorsorge gelegt. Denn das Geld, das sonst monatlich an einen Vermieter fließt, wird so zum Abbezahlen der eigenen Wohnung oder des Hauses genutzt.

Geringere Wohnkosten

So können sich Eigenheimbesitzer im Alter auf geringere Wohnkosten freuen – vor allem wenn die Immobilie bis dahin schuldenfrei ist. Die Statistik belegt bereits seit Jahren, dass die Wohnkosten von Eigentümern im Alter wesentlich niedriger als die von Mietern sind. Dies ist ein wichtiger Aspekt, da sie meist den größten Anteil der Fixkosten ausmachen. „Sollte nicht genug Eigenkapital für eine eigene Immobilie vorhanden sein, empfehlen wir oft, einen Bausparvertrag abzuschließen“, erklärt Ralf Esser. „Damit kann man sich die aktuell günstigen Zinsen für später sichern.“

Zusätzliche Einnahmen

Wann lohnt es sich eine Immobilie zu vermieten? Es klingt verlockend, wenn regelmäßige Mieteinnahmen das monatliche Einkommen aufbessern. Doch dafür müssen einige Rahmenbedingungen stimmen. „Zunächst müssen ganz profan, die Einnahmen aus der Miete über den Ausgaben der Vermietung liegen“, so Ralf Esser. „Ob diese Form der Geldanlage funktioniert, hängt vor allem auch vom Zustand der Immobilie und ihrer Lage ab.“ Auch weitere Fragen, wie nach der Höhe der Nebenkosten, der Entwicklung der Mieten in der Region oder der gegebenenfalls gesetzlichen Mietdeckelung in der Gemeinde, sollten möglichst vorher mit Experten geklärt werden.

In Fonds investieren

Gemeinsam ist man stark – nach dieser Devise finanzieren Immobilienfonds mit dem Geld mehrerer Anleger zusammen Immobilienprojekte. Dazu zählen zum Beispiel Seniorenheime, Einkaufszentren oder Hotels, aber auch Wohnimmobilien. Die Mieteinnahmen und die Wertsteigerung beim Verkauf bilden schließlich die Rendite für die Anleger. In offenen Immobilienfonds können die Anleger Anteile kaufen und nach frühestens zwei Jahren wieder verkaufen. Meist investieren offene Immobilienfonds in mehrere Immobilien, wodurch das Risiko von Mietausfällen gestreut wird. Doch welche Anlageform die individuell Beste ist, finden erfahrene Experten der Sparkasse stets gemeinsam mit Interessenten heraus – fundiert informiert und fachlich kompetent.

3 Fragen an Ralf Esser

Wann lassen sich mit Immobilien Steuern sparen?

ralf_esser_900x1200 (1)

Selbst wer eine Immobilie noch gar nicht besitzt, kann bereits Steuern sparen. Steuerlich attraktiv sind die sogenannten Wohn-Riester-Verträge. Damit wird Eigenkapital angespart, das später für den Kauf oder Bau einer Immobilie genutzt werden kann. Zusätzlich zur monatlichen Förderung kann man die jährlichen Einzahlungen bis 2.100 Euro als Sonderausgaben absetzen. Dafür muss man die später erworbene Immobilie nur selbst bewohnen.

Gibt es weitere Vorteile bei einer selbst bewohnten Immobilie?

Handwerkerrechnungen können bis zu 20 Prozent der Arbeitskosten – maximal bis 1.200 Euro jährlich – bei der Einkommensteuererklärung steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass damit die Immobilie erhalten, renoviert oder neuer Wohnraum geschaffen wird. Zusätzliche Steuervergünstigungen gibt es in ausgewiesenen Sanierungsgebieten und für Häuser unter Denkmalschutz.

Wie sieht es bei einer vermieteten Immobilie aus?

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ergeben sich durch eine Gegenüberstellung der Mieteinnahmen und Werbungskosten. Zu den Werbungskosten gehören zum Beispiel die Absetzung für Abnutzung (AfA), Schuldzinsen, Erhaltungsaufwand sowie manche Betriebskosten. Andere Positionen, wie beispielsweise die Grundsteuer oder Hausmeisterarbeiten, werden meist vom Mieter über die Nebenkosten getragen. Vor dem Erwerb einer Immobilie raten wir dazu, die steuerlichen Aspekte mit einem Steuerberater zu erörtern.