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Laufen, Radeln oder SchwimmenSo bleiben Gefäße gesund und der Blutkreislauf in Gang

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Regelmäßige Bewegung und Sport lassen Venenschwäche erst gar nicht entstehen oder helfen im Falle eines Falles erschlafften Blutgefäßen wieder auf die Sprünge. Schon ein flotter Spaziergang oder eine kurze Fahrt mit dem Fahrrad werfen die „Muskelpumpe“ an: Bei Anspannung drücken die Beinmuskeln die Venen zusammen und pumpen das Blut auf diese Weise entgegen der Schwerkraft nach oben.

Schon kleine Aktivitäten wirken

Eine kräftige und aktive Muskulatur ist die beste Versicherung gegen funktionsuntüchtige Venen. Die Wahl der richtigen Sportart hängt natürlich in erster Linie von persönlichen Vorlieben ab – wer keinen Spaß am Sport entwickelt, hält das Programm ohnehin nicht lange durch. Joggen, Nordic Walking und Wandern sind uneingeschränkt zu empfehlen – gutes Schuhwerk und geeigneter Untergrund sind Voraussetzung.

Im Winter ist Skilanglauf eine schöne Alternative

Die rhythmischen, runden Bewegungen schonen die Gelenke und fordern die Muskulatur. Ähnliches gilt für das Radfahren. Für viele Outdoor-Sportarten gibt es Fitness-Geräte mit einem ähnlichen Bewegungsablauf als Alternative für schlechtes Wetter. Es muss nicht gleich die große sportliche Aktion sein – „Radfahren“ als Gymnastikübung auf dem Rücken liegend oder eine Barfuß-Wanderung im flachen Wasser am Strand sind schöne und wirkungsvolle Alternativen.

Für alle Aktivitäten im Trockenen bieten sich Kompressionsstrümpfe an, die es für den Alltag und den Sport in angenehmen Qualitäten gibt. Durch sie hat die „Muskelpumpe“ ein äußeres Widerlager.

Bewegung im Wasser

Schwimmen und Wassergymnastik sind ebenfalls ideal für Venen-Patienten – auch, weil sich beides in jedem Alter und zudem bei geringer körperliche Fitness mühelos und mit Freude ausüben lässt. Allerdings sollten Menschen mit Herzproblemen zuvor ihren Arzt konsultieren. Der positive Effekt auf die Venen liegt nicht nur in der Bewegung, sondern überdies in dem Druck, den das Wasser auf die Blutgefäße ausübt – die entstauende Wirkung ähnelt der eines Kompressionsverbands. Schon durch das Eintauchen ins Becken strömt das Blut zurück zum Herzen.

Wassertreten und gezielte Güsse mit kaltem Wasser bringen die Venen auf Trab

Die altbacken klingende Kneipp-Kur hat nach wie vor ihren Sinn: Die Verbesserung des Venen-Tonus lässt sich noch Stunden später nachweisen. Mit Vorsicht sollten Menschen mit Venenproblemen an einige Freizeit- und Sportangebote herangehen: So sind Mannschafts- und Ballsportarten mit hohem Verletzungsrisiko kontraproduktiv. Ein Kraftsportprogramm sollte unter professioneller Anleitung erstellt werden, denn manche Übungen mit hohem Pressdruck pumpen das venöse Blut regelrecht wieder zurück ins Bein.

Wer bereits unter offenen Beinen leidet, dem kann die Sauerstofftherapie – auch HBO genannt – Heilungserfolge bringen. Dabei atmet der Behandelte in einer Druckkammer mit einem Druck von zwei bis drei Bar reinen Sauerstoff ein. Über die Blutbahn gelangt das Plus an Sauerstoff zu den Gefäßen und Zellen, was die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt und die Neubildung von Blutgefäßen im Wundbereich fördert.

Venen-Experte Dr. Guido Löhr empfiehlt Präparate aus Rosskastanien oder rotem Weinlaub, als Salbe oder in Tablettenform. Die Wirksamkeit der Rosskastanie konnte – im Gegensatz zu den meisten anderen pflanzlichen Wirkstoffen – in kleinen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden. Dr. Löhr hat ebenfalls beobachtet, dass viele Betroffene eine deutliche Erleichterung verspüren. Der Wirkstoff verleiht den Gefäßen mehr Spannkraft und dichtet sie zum Gewebe hin ab.

Alternative Ansätze bieten zum Beispiel die Blutegel-Therapie, Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder pflanzliche Mittel (Phytotherapie).

Neben der Rosskastanie bieten Naturheilkundler weitere wirksame pflanzliche Mittel in Form von Salben oder Dragees an: Mäusedorn, Steinklee-Extrakte, Kuhschelle und virginische Zaubernuss.

Saunabesuche sind bei Venenleiden nicht unumstritten

Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, sollte in der Sauna die Beine hochlegen und genug Pausen mit kalten Güssen machen. Insgesamt gilt, dass Wärme einem Venenleiden eher nicht zuträglich ist. Deshalb sollten zum Schwimmen auch keine Thermalbäder, sondern normal temperierte Pools aufgesucht werden.