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Über Stock und SteinSo viel Spaß macht es auf einem E-Mountainbike im Wald

3 min
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Unser Redakteur wagte sich mit dem E-Mountainbike in den Wald.

Es ist 10 Uhr, die Sonne scheint auf den Hinterhof des Kölner Fahrradhändlers Prumbaum in Köln-Dellbrück. Daniel Müller, einer der Angestellten, kommt aus der E-Bike-Werkstatt und zeigt mir die Modelle, mit denen wir uns gleich in den Wald wagen.

Sofort Schubkraft

Daniel – wer gemeinsam fährt, duzt sich – erklärt mir, wie ich die Unterstützung regulieren kann. Es genügt ein kurzer Druck auf das Display und der Motor gibt mehr oder weniger Kraft. Ich setze mich auf das grüne Modell „Bulls E-STREAM EVO 3 27,5+“ mit Brose Antrieb und fahre los. Den Motor auf die kleinste Stufe gestellt, kommt es mir vor, als ob mich jemand sachte anschiebt. Die Schubkraft setzt beim ersten Tritt in die Pedale ein. 

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Redakteur René Kohlenberg und Daniel Müller (rechts) im Wald.

Los geht's

Wir fahren Richtung Refrath. Ich habe die Unterstützung auf der dritten und damit höchsten Stufe, es summt leise. Das Fahren fällt extrem leicht, schnell kommen wir auf rund 25 km/h. Eine erste kleine Ansteigung: Ich schalte die elektrische Unterstützung aus und augenblicklich bekomme ich das Gefühl, jemand hält mich fest. 

Stürzen und Aufstehen

Daniel radelt vom Weg auf eine kleine Erhöhung, ich folge. „Hier bei den Wurzeln musst du aufpassen“, sagt er und stürzt kurz darauf auf die Seite. Er berappelt sich, klopft den Dreck ab und lacht. Keine Schrammen oder Beulen, auch dem E-Bike ist nichts passiert. „Die sind mittlerweile so robust, da kann eigentlich nichts kaputt gehen“, erklärt er.

Es bleibt Sport

Wir fahren auf eine Art Erdwall, überall kreuzen Wurzeln. Ich muss mich konzentrieren, um meinem Guide zu folgen. Den Antrieb habe ich auf Stufe eins gestellt, gerade in Passagen, in denen viel Konzentration und weniger Kraft gefragt ist, reicht eine geringe Unterstützung. Trotz aller Technik bleibt es ein schweißtreibender Sport. Der Wald lichtet sich, an der Saaler Mühle tauschen wir die Räder. Nun sitze ich auf dem vollgefederten „Bulls SIX50 E FS 3 RSI“ mit Bosch-Motor. Ich merke sofort den Unterschied, der Antrieb kommt etwas zeitverzögert, jedoch sehr kräftig. 

Eine erste Abfahrt

Auch Daniel ist fasziniert. „An dieser Stelle legen wir oft eine kleine Pause ein, weil einem wirklich die Puste fehlt.“ Wir sind mittlerweile an der höchsten Stelle unserer Tour angelangt und fahren nun abwärts Richtung Naturfreundehaus Hardt. Ein relativ breiter Schotterweg lädt dazu ein, ordentlich in die Pedale zu treten. Meine erste kleinere Abfahrt auf einem E-Bike macht einfach nur Spaß.

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Müde Beine, aber unverletzt und glücklich, am Ende der Tour.

Glück und Übermut

Jetzt will es Daniel wissen, wir fahren vom breiten Weg auf eine Art Trampelpfad. Mein Guide ruft mir zu: „Hier kommen einige Wurzeln, da musst du aufpassen.“ In einem hohen Tempo fährt er voran. Ich nehme die Verfolgung auf und vergesse den Antrieb auszuschalten. Baum links, Wurzel rechts, ein auf dem Boden liegender Ast und ich bin einfach zu schnell, bremse scharf, stelle mich quer und kippe auf die Seite. Glück gehabt, mir ist nichts passiert. Nur mein Selbstbewusstsein bekommt einen kleinen Knacks. Daniel ist einfach besser.

Brennende Beine

Mit einem Grinsen im Gesicht kommen wir schließlich unbeschadet unten an. Entspannt radeln wir bei Tempo 25 durch das Wohngebiet zurück. Meine Beine brennen und ich merke, dass ich sehr hungrig und durstig bin.