Frankfurt/Main – Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen ist im Juni leicht gestiegen. Zum Stichtag 13. Juni waren 158.975 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 6325 Menschen mehr als im Mai, aber 18.707 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag in Frankfurt berichtete. „Der Rechtskreiswechsel vieler geflüchteter Personen aus der Ukraine vom Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherung hat die Arbeitslosenzahlen in Hessen steigen lassen”, erläuterte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion. Die Arbeitslosenquote stieg in der Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent.
Den Angaben zufolge waren 7780 Menschen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft in den Jobcentern in Hessen als arbeitslos gemeldet. Die Jobcenter sind seit Juni für die Geflüchteten zuständig. „Der Bedarf an Arbeitskräften in Hessen ist groß, so dass wir gute Chancen sehen, Menschen und Arbeit zusammenzubringen”, sagte Martin. Insgesamt zeige sich der hessische Arbeitsmarkt im Großen und Ganzen weiterhin stabil. „Die sinkenden Konjunkturprognosen zeichnen sich aktuell noch nicht auf dem hessischen Arbeitsmarkt ab.” Die Nachfrage nach Fachkräften sei immer noch hoch und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steige weiter.
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