Fulda – Nach dem Fund von Waffen und NS-Devotionalien in der ehemaligen Wohnung eines 37-Jährigen in Fulda wird gegen den Mann weiter wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt. Ob die NS-Devotionalien strafrechtliche Relevanz aufweisen oder es sich lediglich um Sammlerstücke „ohne rechtsmotivierten Hintergrund” handele, bleibe der Prüfung durch die Staatsanwaltschaft vorbehalten, teilten die Behörde sowie das Polizeipräsidium Osthessen am Montag mit.
Die Untersuchung einzelner Waffen- und Munitionsgegenstände durch die Experten des Hessischen Landeskriminalamts dauere aktuell noch an. Neben Schusswaffen, Munition und Leuchtfackeln seien auch Hieb-, Stich-, und Stoßwaffen wie Schlagringe, Dolche, Messer und getarnte Elektroschocker bei der Durchsuchung am 29. Januar sichergestellt worden, hieß es. Zudem fanden die Beamten neben nicht einsatzfähigen Handgranaten auch den Kopf einer Stielhandgranate. Ob es sich hierbei um Deko-Waffen handele, müssten die weiteren Untersuchungen zeigen.
Ein Hinweis aus der Bevölkerung hatte zur Durchsuchung der ehemaligen Wohnung des 37-Jährigen geführt. Zur Begutachtung der Gegenstände waren auch Entschärfer des Hessischen Landeskriminalamtes vor Ort gewesen. Die Bevölkerung war früheren Angaben zufolge nicht gefährdet gewesen.
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