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Für guten ZweckMit dem Rad in Bad Münstereifel die Auffahrt zur Zugspitze simuliert

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Das Bild zeigt Hochgürtel, der neben seinem Rennrad steht. Im Hintergrund jubeln Fans.

Beifall vor der „Bergetappe“ hoch nach Rodert: Initiator Thomas Hochgürtel machte sich auf den Weg zu seinem „Zugspitzing“.

Radsportler erstrampelten in Rodert 47.064 Höhenmeter und damit gut 2000 Euro für einen guten Zweck.

Gut 2000 Euro „erradelten“ 21 Freizeitradsportler am Samstag in Rodert. Insgesamt bezwangen sie die steile Schießbachstraße 444-mal – von der Schleidtalstraße in Bad Münstereifel bis in das 1,69 Kilometer entfernte Eifeldorf. Der Erlös der Benefizaktion kommt dem Wohn- und Betreuungshausverbund Haus Sonne sowie der Kinder- und Jugendarbeit des SV 47 Mutscheid zugute.

„Der Berg ruft!“ lautete das Motto der Veranstaltung, zu der 21 ambitionierte Radsportler aus der Region mit ihren Rennrädern angereist waren. Bei sommerlichen, aber noch angenehmen Temperaturen nahmen unter anderem Aktive des Teams Oberahr, von Eifelcycling Euenheim, des TuS Kreuzweingarten/Rheder und des SV 47 Mutscheid teil. Die Benefizaktion wurde vom SV 47 Mutscheid gemeinsam mit Haus Sonne bereits zum zweiten Mal organisiert.

1,69 Kilometer mit 106 Höhenmetern

Die Sonderwertung trug den Namen „Zugspitzing“. Vom Abzweig der Schleidtalstraße führte die Strecke über die steile Schießbachstraße mit ihren engen Kehren hinauf nach Rodert. Die Auffahrt ist 1,69 Kilometer lang und überwindet 106 Höhenmeter. Jede absolvierte Runde wurde am Wertungstisch in Rodert registriert. Wer wollte, konnte anschließend mit hoher Geschwindigkeit wieder hinabrollen, bevor die nächste Auffahrt begann. Trotz der sportlichen Herausforderung blieb die Straße für den Autoverkehr geöffnet, so dass jederzeit höchste Konzentration gefragt war.

Der Name „Zugspitzing“ ist dabei Programm: 28 Auffahrten entsprechen mit insgesamt 2968 Höhenmetern nahezu der Höhe der Zugspitze. Für jede gefahrene Runde konnten Unterstützer einen frei wählbaren Betrag für den guten Zweck spenden.

Demmer greift nach einem Stück Kuchen. Andere Radsportler schauen zu.

Kuchen vor den Strapazen: Radlerin Petra Demmer aus Houverath bekam Stärkendes von Jasmin Kebeck vom Haus Sonne-Fan-Team.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren auf diese Weise 2800 Euro für neue „Waldsofas“ zusammengekommen, die den Bewohnern von Haus Sonne als Freizeitangebot dienen. In diesem Jahr profitieren erneut Haus Sonne sowie die Kinder- und Jugendarbeit des SV 47 Mutscheid.

Für Patrick Danowski war das Motivation genug. Der Schwerfener erreichte den Wertungstisch zwar erschöpft, aber zufrieden. „Ich fahre grundsätzlich gerne bergauf, ganz ehrlich“, sagte er.

Schönauer absolviert 28 Auffahrten

Stefan Kunst aus Schönau absolvierte sogar 28 Auffahrten und erreichte damit sein persönliches „Zugspitzing“. Nach seiner letzten Bergankunft musste der 19-Jährige zunächst einige Minuten verschnaufen. Danach fasste er die Strecke mit einem Schmunzeln zusammen: „Hier hoch wird einem ganz schön warm, wieder runter geht es so schnell, dass mir im Tal fast schon wieder kalt ist. Das hält sich so die Waage.“

Währenddessen stempelten Theo Rupperath und Emil Hochgürtel die Startkarten der Teilnehmenden ab. Die beiden Jungen gaben allerdings zu, dass ihre Leidenschaft eigentlich nicht dem Radsport, sondern dem Fußball gilt.

Auch eine Verpflegungsstation gab es

An der Verpflegungsstation sorgten Maike Seidenfaden, Hardy Kremer, Geschäftsführer von Haus Sonne, Jasmin Kebeck und zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer für Tour-de-France-Stimmung. Jeder Teilnehmer wurde lautstark angefeuert. „Wir haben nur die Kinderkreide vergessen, um Fahrernamen und Parolen auf den Asphalt zu malen“, sagte Maike Seidenfaden lachend.

Für Verpflegung war ebenfalls gesorgt. Petra Demmer aus Houverath stärkte sich mit einem Stück Kuchen, bevor sie erneut auf die Strecke ging. „Ich bin vor einer Woche 21 Runden bei Rad am Ring gefahren. Das hier macht mir genauso viel Spaß“, sagte sie.

Am Ende konnten sich die Organisatoren über ein beeindruckendes Ergebnis freuen. „Gut 2000 Euro sind zusammengekommen“, zog Initiator Thomas Hochgürtel Bilanz. Insgesamt bewältigten die 21 Teilnehmenden 444 Auffahrten und damit 47.064 Höhenmeter – das entspricht rund 15-mal der Höhe der Zugspitze. Ausschließlich mit Muskelkraft, denn E-Bikes waren nicht zugelassen.