Herrlich jeck: Hier fassen wir die Highlights aus dem Straßenkarneval der Gemeinde Dahlem zusammen.
Karneval 2026So herrlich jeck feiert Dahlem sich, den Blütentraum und den Tag der Toten

Abgesang auf das einzige Café in Dahlem am „Tag der Toten“: Mal wieder wird ein neuer Pächter gesucht.
Copyright: Stefan Lieser
An den Karnevalstagen finden Sie hier die schönsten Bilder aus dem Gemeindegebiet Dahlem.
425 Aktive gestalten in Dahlem einen schönen Jubiläumszoch
19 Fußgruppen und Wagen mit insgesamt 425 Aktiven, ähnlich viele wie im vergangenen Jahr, waren im Dahlemer Zoch unterwegs. Das Wetter war zwar kalt, windig und unwirtlich – doch davon ließen sich die Jcken natürlich nicht abschrecken.
Die Glorreichen aus Dahlem wollten stattdessen aber doch lieber gleich ins Weltall und hatten eine hydraulisch aufrichtbare Rakete für ihre Mission in unbekannte Welten auf dem Festwagen montiert. „Dia de los Muertos“, Tag der Toten, hieß es bei der Clique „Hues 2.0.“. Sie thematisierten den Abgesang auf das einzige Café im Ort, das wieder einmal keinen Betreiber hat. Für Dahlem ist das keine gute Nachricht, doch nimmt man diesen Abgesang auch als jecke Mahnung für die Zukunft.
Wie gewohnt waren auch die Jecken von der Oberen Kyll, die rheinland-pfälzischen Nachbarn, mit dabei. Neben den Karnevalsfreunden Stadtkyll dajöh waren es auch die Kylltalpiraten, die ihren großen Festwagen zum Mini-Oktoberfest umgebaut hatten. Eine Fußgruppe aus 45 Jecken in Lederhosen, Dirndl oder auch vier Jeckinnen als Lebkuchenherzen sorgten für bayerische Feierstimmung.
„Den Pott wollen wir haben!“ forderte schon mal vorsorglich der Junggesellenverein Dahlem und hatte sich die Fußball-WM-Trophäe als Riesenpappe für ihre Fußgruppe zurechtgezimmert – man wird ja wohl noch träumen dürfen. „Wir sind die schlauen Füchse vom Weiler“ stellte wenig später die Nachbarschaftsclique aus der gleichnamigen Dahlemer Straße fest. Knuffige kleine Füchslein überreichten den Kindern am Zochwegrand Kamelle.
Auch der elf Jahre alte Fritz aus Leudersdorf mit seinen Eltern wurde bedacht, wobei das nicht so ganz einfach war. Denn Fritz steckte in einem blauen, aufblasbaren Haifischkostüm, was eher niedlich statt gefährlich wirkte. Wenige Meter von ihm entfernt nahm Papa Andreas aus Dahlem die zehn Monate alte kleine Leonie – dick verpackt als flauschiges Küken lieber auf den Arm. Ihre Geschwister Moritz (vier Jahre und verkleidet als Ritter) und Felix (zweieinhalb Jahre und Froschkönig) sammelten natürlich kräftig das Süße aus dem Zoch. Die Brüder hatten im vergangenen Jahr krankheitsbedingt den Zoch verpasst, nun war die Familie zusammen dabei. „Das freut uns natürlich besonders“, so Mutter Vanessa.
Auch dem Dahlemer Quintett speilte der Grenzland-Musikverein unter der Leitung von Steven Schoder ein paar muntere Liedchen. der für die Clique aus der Möllejass“: 23 Kirschblüten in aufwendigen Kostümen. „Ich habe für meins einen ganzen Tag genäht, gemacht und getan“, so Daniela zu ihrem Reifrock-Kirschblütentraum in Rosa.
Außerdem dabei: eine Gruppe Insekten, die Freizeitmannschaft Jünkerath-Glaadt als Lucky Luke, die Schänzchen Pänz aus Dahlem als „Generation Z – Wir sind von früher“, der KV Schwiegermutters Liebling mit seinem Bauernhof, die KG Konfetti die elf Jahre Konfetti feierte, der Kinderkarneval aus Sistig, die Karnevalsfreunde Eifel als Matrosen, die KG Lattenstramm als Bienen und Imker, die Dahlemer Clique Kirchenbank als bekennende Freunde der Motorsäge, das „Kommando Saufkräfte“ mit seiner Aprés-Ski-Bar und natürlich die KG Dahlem als Veranstalter des Zochs. Der war wieder eine bunte Mischung, und das im jecken Jubiläumsjahr: Durch Dahlem zieht sich der Narrenlindwurm am Karnevalssonntag seit 44 Jahren.
Was war sonst los?
Hier finden Sie alles zum Karneval im Kreis Euskirchen im Überblick.
Wir wünschen schöne Karnevalstage. Alaaf!
