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Vier Schwerverletzte in DahlemFamilie aus Münstereifel prallt mit Auto gegen Alleebaum

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Dahlem – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 51 bei Schmidtheim sind am frühen Sonntagabend vier Menschen schwer verletzt worden. Gegen 17.20 Uhr war dort nach ersten Erkenntnissen der Polizei ein mit vier Personen besetzter Van auf die Gegenspur geraten und hatte dort ein entgegenkommendes Fahrzeug gestreift. Danach kam der Van, eine Mercedes R-Klasse, von der Straße ab, prallte mit großer Wucht gegen einen dicken Alleebaum und entwurzelte diesen.

Am Unfallort bot sich den Einsatzkräften ein erschreckendes Bild: Der silberne Mercedes-Van lag deformiert neben der Fahrbahn, darin saßen vier schwer verletzte Personen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine Familie aus dem Stadtgebiet Bad Münstereifel. Der 50 Jahre alte Fahrer war mit seiner Familie offenbar auf der B 51 aus Richtung Trier kommend unterwegs auf dem Heimweg, als das Unglück geschah.

Warum der Wagen der Familie von der doppelspurigen, in Richtung Blankenheim führenden Fahrbahn auf die einspurige Gegenfahrbahn geriet, ist nach Angaben eines Polizeibeamten noch völlig unklar. Dort hatte der Wagen einen schwarzen Ford Mondeo touchiert und das linke Hinterrad des Wagens abgerissen. Das blieb einige Meter weiter auf dem Grünstreifen neben der Bundesstraße liegen.

Die beiden 29 Jahre alten Insassen des Mondeo, ein Ehepaar aus dem belgischen Leuwen, blieben trotz der seitlichen Kollision unverletzt. Ihr Fahrzeug geriet nach der Kollision zwar ins Schleudern, dem Fahrer gelang es jedoch, den Wagen auf der Fahrbahn zu halten. Die Belgier nahmen später Kontakt zu ihrer Familie auf, die sie an der Unfallstelle abholte.

Ein Augenzeuge, der den Unfall beobachtet hatte, alarmierte die Rettungsleitstelle Euskirchen, deren Mitarbeiter die Löschzüge Dahlem und Schmidtheim in Marsch setzten. Zudem eilten die Besatzungen mehrerer Rettungswagen – darunter auch einer aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz – zur B 51. Auch zwei Notärzte wurden zur Unfallstelle beordert.

50 Wehrleute im Einsatz

Knapp 50 Feuerwehrleute unter Einsatzleitung des stellvertretenden Dahlemer Wehrchefs Arthur Klinkhammer arbeiteten an der Unfallstelle Hand in Hand mit den Notärzten und den Rettungsassistenten, halfen bei der Versorgung der Verletzten und der Betreuung der Unfallbeteiligten.

Wegen der Schwere der Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der gut eine halbe Stunde nach dem Zusammenstoß auf der B 51 aufsetzte. Dessen Besatzung beteiligte sich ebenfalls an der medizinischen Versorgung der Schwerverletzten.

Die Bundesstraße wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Der Durchgangsverkehr wurde bereits an der Einmündung der B 258 abgeleitet. Der Fahrzeugverkehr musste über die B 258 und durch Schmidtheim wieder in Richtung B 51 (Trier) fahren.

Erst gegen 20 Uhr war die Bundesstraße 51 wieder einspurig befahrbar, nachdem die Polizei die Spurenlage am Unfallort dokumentiert hatte.