Everesting-Challenge: Am Stilfser Joch in Südtirol fahren die Eifeler Radsportler rauf und runter, bis fast 9000 Höhenmeter absolviert sind.
Charity-AktionSchleidener Radsportler fahren 8848 Höhenmeter – Einmal auf den Mount Everest

Haben sich viel vorgenommen für den guten Zweck: Florian Scory (v.l.), Niels Wiegner und Niklas Scheld.
Copyright: Niklas Scheld
Ein bisschen verrückt ist die Aktion schon. Niklas Scheld, Florian Scory und Niels Wiegner stellen sich am 6. Juni einer außergewöhnlichen Herausforderung: Sie wollen innerhalb eines Tages die Höhenmeter eines Mount-Everest-Aufstiegs im Rahmen der Everesting genannten Challenge im Radsport bewältigen – und das für einen guten Zweck.
Die Idee entstand während eines gemeinsamen Trainingslagers auf Mallorca im Februar. Dort diskutierten die drei Athleten des TuS Schleiden, die sich seit Jugendzeiten aus dem Triathlon- und Duathlon-Training kennen, über eine gemeinsame sportliche Herausforderung. Obwohl sich ihre sportlichen Wege zwischenzeitlich unterschiedlich entwickelt hatten, führte sie der Radsport wieder zusammen. Geplant ist eine extrem fordernde Radtour mit rund 250 Kilometern Strecke und mindestens 8848 Höhenmetern – eben wie der Mount Everest.
Die Eifeler haben viel Triathlon-, Duathlon- und Rennrad-Erfahrung
Doch die drei Radsportler führt es nicht ins Himalaya-Gebirge, sondern in die Ortler-Alpen in Südtirol. Am Stilfser Joch soll es immer wieder hoch und runter gehen, bis die fast 9000 Höhenmeter auf dem Tacho zu lesen und vermutlich in den Beinen zu spüren sein werden. Mit einer Höhe von 2757 Metern ist das Stilfser Joch der höchste durch eine asphaltierte Straße (die SS 38) erschlossene Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran in Frankreich der zweithöchste Gebirgspass der Alpen.
Der Start erfolgt gegen 5 Uhr, um die Belastung vollständig im Tageslicht absolvieren zu können. Die Aktion wird voraussichtlich den kompletten Tag in Anspruch nehmen und stellt eine erhebliche physische und mentale Herausforderung dar.
Zur Vorbereitung gab es ein Trainingslager auf Mallorca
Die drei Sportler fahren gemeinsam, werden jedoch im Hintergrund unterstützt – insbesondere bei der Verpflegung. Neben klassischer Radsporternährung wie Energiegels und kohlenhydratreicher Kost ist auch eine warme Mahlzeit am Ende der Belastung vorgesehen, um die Regeneration zu fördern. „Und wahrscheinlich auch, um für die nötige mentale Unterstützung zu sorgen“, sagt Niklas Scheld.
Auch wenn die Teilnehmer keine Profisportler sind, verfügen sie durch jahrelanges Triathlon-, Duathlon- und Rennradtraining über eine solide Ausdauerbasis. Zur Vorbereitung gehörten unter anderem ein gemeinsames Rennrad-Trainingslager auf Mallorca sowie längere Ausfahrten in der Eifel, darunter eine 205-Kilometer-Tour im Rahmen einer Radtouristikfahrt des RSC Erftstadt.
Pro gefahrenem Höhenmeter gibt es einen Euro Spendensumme
Die sportliche Herausforderung ist mit einem Charity-Projekt verbunden. Unterstützt wird eine Stiftung, die sich dafür einsetzt, Kindern aus benachteiligten Familien Fahrräder zur Verfügung zu stellen. Ergänzend bietet die Organisation auch Verkehrssicherheitstrainings sowie eine Art „Fahrradführerschein“ für Kinder und Jugendliche an.
Das Spendenziel orientiert sich direkt an der sportlichen Leistung: Pro gefahrenem Höhenmeter soll idealerweise ein Euro gesammelt werden – insgesamt also rund 9000 Euro. Die Finanzierung soll über Sponsoren und Unterstützer erfolgen, wobei sowohl Pauschalbeträge als auch Spendenmodelle pro Höhenmeter möglich sind. „Jeder Cent fließt zu 100 Prozent in die Charity-Aktion“, sagt Niklas Scheld. Und wie es sich für die heutige Zeit gehört: Die Aktion kann auf Instagram verfolgt werden. Dort finden Interessierte auch das Spendenkonto, um das Trio zu unterstützen.

