Die C-Juniorinnen des TuS Zülpich besiegten im Finale den 1. FC Köln. Im März geht es zur deutschen Meisterschaft nach Duisburg.
JugendfußballDer TuS Zülpich ist westdeutscher Futsal-Meister

Die C-Juniorinnen des TuS Zülpich haben die Westdeutsche Futsal-Meisterschaft gewonnen. Im Endspiel besiegten sie den 1. FC Köln.
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Für einen sportlichen und zugleich emotionalen Höhepunkt sorgten die C-Juniorinnen des TuS Zülpich bei der Westdeutschen Futsal-Meisterschaft in Hennef. Auch in der Halle zeigte der Mittelrheinligist, welches Potenzial in ihm steckt. Mit starken Auftritten und einer herausragenden Teamleistung sicherte sich der TuS in einem hochklassigen Teilnehmerfeld eindrucksvoll den Titel und qualifizierte sich für die deutsche Futsal-Meisterschaft (13. bis 15. März) in der Sportschule Wedau in Duisburg.
Doch von vorne: Vor zwei Wochen hatten die Römerstadtmädchen beim FVM-Futsal-Cup das Ticket für das Turnier in Hennef gelöst. Nach einer starken Vorrunde hatten sie sich im Halbfinale trotz guter Leistung dem 1. FC Köln mit 0:1 geschlagen geben müssen. Im Spiel um Platz drei gewann das Team des Trainerduos Copik/Metzger 3:0 gegen Alemannia Aachen und machte die Qualifikation zur Endrunde perfekt.
TuS Zülpich trifft immer wieder auf den 1. FC Köln
Die Gruppenauslosung bei den westdeutschen Titelkämpfen hatte es in sich: Mit dem 1. FC Köln, dem VfB Hilden und dem VfB Warbeyen wartete eine, wie Trainer Casey Copik sagte, „echte Hammergruppe“ auf die Kickerinnen. Trotz eines zähen Starts gelang Zülpich in Spiel eins ein souveräner 4:0-Erfolg gegen Hilden. Im zweiten Spiel entwickelte sich gegen den 1. FC Köln ein intensives Duell, in dem der TuS mit taktischer Disziplin und großer Laufbereitschaft beeindruckte. „Nicht unverdient“, so Copik, setzte Zülpich sich mit 1:0 durch. „Die Ruhe, Intensität und vor allem die Laufbereitschaft waren beeindruckend.“ Nicht nur das Trainerteam, auch die Eltern waren begeistert.
Auch gegen den VfB Warbeyen (Kreis Kleve), der am Vortag stark aufgespielt hatte, ließen die Zülpicherinnen an Tag zwei keine Zweifel aufkommen und siegten dank Zweikampfstärke und gutem Zusammenspiel mit 2:0. Im Halbfinale wartete Tusa Düsseldorf, von Copik als „eines der spielstärksten Teams des Turniers“ eingeschätzt. Doch Zülpich dominierte von Beginn an und ließ Tusa „nicht den Hauch einer Chance“, so der TuS-Coach. Der klare 3:0-Sieg ebnete seinen Spielerinnen den Weg ins Finale. Der Gegner: erneut der 1. FC Köln.
Das Endspiel war nichts für schwache Nerven
Im Endspiel entwickelte sich ein körperbetontes Spiel, in dem das Momentum mehrfach wechselte. 0:0 nach der regulären Spielzeit bedeutete Verlängerung. Drei Minuten vor Spielende geriet Zülpich nach einem Fehler im Spielaufbau mit 0:1 in Rückstand. Unbeeindruckt davon folgte die Reaktion: Das TuS-Team erhöhte das Tempo, blieb nervenstark, erzwang den 1:1-Ausgleich und machte schließlich das scheinbar Unmögliche möglich: Nach einem stark herausgespielten Angriff fiel das 2:1, das die Spielerinnen in den letzten Sekunden mit unbändigem Einsatz verteidigten.
Für Tränen und Gänsehaut sorgte das spannende Finale bei Eltern und Trainerteam. „Wahnsinn, was die jüngste Mannschaft des Turniers geleistet hat“, so Copik überwältigt. „Der unbekannteste Verein gewinnt hochverdient. Alle Spielerinnen, von der Nummer 1 bis zur 24, hätten es verdient gehabt, dabei zu sein.“

