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Fußball-Kreisliga AFrauenbergs Marcel Motz überzeugt mit Fair-Play-Geste

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Björn Buscher (l.) bleibt im Duell gegen standhaft und gewinnt gegen Mathias Diederichs den Ball.

Der Weilerswister Björn Büscher (l.) bleibt im Gegensatz zu Do-Ris Mathias Diederichs standhaft.

In Schöneseiffen half der Wind den Gastgebern. Die meisten Tore fielen in der Partie Mechernich gegen Erftstadt-Lechenich.

SSV Weilerswist – FC Dollendorf-Ripsdorf 4:1 (3:1). Drei Tore in den ersten 16 Minuten: Viel besser hätte der SSV Weilerswist kaum in die Partie gegen den FC Dollendorf-Ripsdorf kommen können. Marius Hammes eröffnete in der siebten Minute, Timofej Slinkov legte innerhalb der nächsten neun Minuten zweimal nach. „Die ersten 20, 30 Minuten haben wir wirklich sehr, sehr guten Fußball gespielt“, sagte Weilerswists Trainer Frederik Ziburske. Seine Mannschaft habe den Gegner kaum ins Spiel kommen lassen.

Nach dem 3:0 veränderte sich allerdings die Partie. Weilerswist verlor etwas den Zugriff, Dollendorf kam besser ins Spiel und verkürzte noch vor der Pause durch David Reetz auf 1:3. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Aufsteiger gefährlich und hatte mehrere große Möglichkeiten. Dass es dazu nicht kam, lag auch an der fehlenden Effizienz. „Eine von den Chancen muss dann auch drin sein“, sagte Dollendorfs Trainer Alexander Huth mit Blick auf die Szenen, bei denen seine Angreifer frei auf das Tor zuliefen.

Die Entscheidung fiel in der 67. Minute. Nach einem Handspiel gab es Elfmeter für Weilerswist, Felix Kortholt verwandelte zum 4:1. Ziburske sprach von einem klaren Handspiel, bezeichnete die Szene aber als „Fifty-fifty“-Entscheidung. Huth sah kein strafbares Vergehen, einer seiner Spieler habe den Ball während des Rutschens an die Hand bekommen.

Golbach wartet weiter auf die ersten Saisonpunkte

Bliesheimer BC – SSV Golbach 4:2 (2:2). Trotz zweimaliger Führung beim Aufsteiger BC Bliesheim stand der SSV Golbach am Ende erneut ohne Punkte da. Kai Müller brachte die Gäste nach 26 Minuten mit 1:0 in Führung. Vier Minuten später glich Manuel Schwan aus. Raphael Kremp stellte den alten Abstand in der 37. Minute wieder her. Zum Leidwesen der Gäste sorgte kurz vor der Pause Maurice Gölden mit einem Eigentor für das 2:2. Aus Sicht von Golbachs Trainer Max Hofmann, der Michael Müller vertrat, war das zur Pause zu wenig. Seine Mannschaft habe die Partie gut im Griff gehabt, vor allem nach dem zweiten Führungstreffer.

Silas Kleiber traf in der 67. Minute zum 3:2, vier Minuten später erhöhte Jan-Niklas Tappert auf 4:2 und zog Golbach damit den Zahn. Die Entscheidung resultierte nach Hofmanns Ansicht aus einer strittigen Szene. Vor der Entstehung des Tores habe ein Bliesheimer Spieler den Ball mit der Hand mitgenommen. Auch die fehlende Möglichkeit, neue Akzente von der Bank zu bringen, bemängelte Hofmann.

Die nächste deutliche Niederlage für den SV Frauenberg

SV Sötenich – SV Frauenberg 6:1 (3:0). Es war längst nicht nur der deutliche Spielausgang, der Sötenichs Trainer Markus Sabel nach der Partie beschäftigte. Beim Stand von 0:0 zeigte Schiedsrichter Matthias Axler zuungunsten der Sabel-Elf auf den Punkt. Frauenbergs Spieler Marcel Motz korrigierte die Entscheidung jedoch: Das Foul habe außerhalb des Strafraums stattgefunden. Und so wurde aus dem Elfmeter ein Freistoß.

„Ein großes Kompliment an Frauenberg für diese Ehrlichkeit. Vielleicht auch ein entscheidender Faktor für den weiteren Verlauf der Partie“, sagte Sabel. Praktisch im Gegenzug fiel in der 19. Minute das 1:0 durch Ben Winter für Sötenich. „Respekt für die Ehrlichkeit, vor allem mit Blick auf unsere aktuelle Situation“, sagte Frauenbergs Trainer Marcel Timm, der erneut viele Gegentreffer miterleben musste. Denn der Gastgeber riss die Partie an sich, Paul Hrziwnak erhöhte mit einem Doppelpack innerhalb von vier Minuten auf 3:0.

Nach der Pause ging es weiter in eine Richtung. Marvin Neumann traf zum 4:0, Jens Knebel erhöhte auf 5:0. Tom Spillmann gelang in der 79. Minute der Ehrentreffer, doch nur zwei Minuten später stellte ein Eigentor von Yannik Hergarten den 6:1-Endstand her. „Verdient, auch in der Höhe“, lautete Timms Einschätzung. Seine Mannschaft habe in zu vielen Situationen falsch gehandelt.

Schöneseiffens Trainer Heiko Zimmer freut sich über den Superstart

SV Schöneseiffen – SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich 5:2 (3:1). Der Wind spielte in dieser Partie durchaus eine entscheidende Rolle. „Das ist ja des Öfteren ein Faktor hier oben“, kommentiere SV-Coach Heiko Zimmer. Schöneseiffen hatte in der ersten Halbzeit buchstäblich Rückenwind – bis auf den früh verschossenen Strafstoß gleich zu Beginn. Kurz darauf sorgte der Wind für Schöneseiffener Freude und Bürvenicher Leid: Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte von Felix Jenniches wurde dank des Windes immer länger, prallte auf dem nassen Rasen ungünstig für SG-Keeper Ole Strick auf und landete im Tor. Bastian Keuer erhöhte wenig später auf 2:0. Die SG gab sich allerdings nicht auf und verkürzte durch Niklas Feithen auf 1:2, ehe Marcel Hupp kurz vor dem Pausenpfiff mit einem sehenswerten Treffer aus 40 Metern den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte – erneut half der Wind.

„Eigentlich war es ein Spiel auf Augenhöhe, stellenweise sehr zerfahren“, sagte Zimmer. Nach der Pause landete ein Schuss von Timo Bornewasser an der Latte. Dann wurde es noch einmal spannend. Daniel Scholl verkürzte auf 2:3 und die Gäste witterten ihre Chance. „Da hätte das Spiel kippen können“, sagte Zimmer. Er reagierte und brachte Erfahrung: Bernd Jansen und Martin Hupp kamen ins Spiel, Jansen sorgte mit dem 4:2 in der 86. Minute für die Vorentscheidung. Keuer stellte noch auf 5:2. „Drei Siege aus vier Spielen sind für uns ein Superstart. Vor allem nach der letzten Saison“, resümiert Zimmer. „Die Mannschaft hat nach dem 2:3 alles versucht und viel investiert. Schöneseiffen hat es defensiv clever gemacht und dann eiskalt zugeschlagen,“ kommentierte Gästetrainer Sascha Hillger.

Mechernichs Trainer ärgert sich über geschenkte Gegentore

TuS Mechernich – SC Germania Erftstadt-Lechenich 3:5 (0:2). Drei Tore erzielte Mechernich daheim gegen Erftstadt und stand am Ende dennoch ohne Punkte da. Das Problem bei der 3:5-Niederlage lag aus Sicht von Trainer Mirco Mertens „in den Fehlern, die zu den Gegentoren führten“. Schon beim frühen 0:1 half Mechernich kräftig mit. Nach einem flach hereingespielten Eckstoß landete der Ball über Cedric Kratz im eigenen Tor. Auch dem 0:2 ging ein Fehler im eigenen Strafraum voraus. Erftstadt nahm die 2:0-Führung mit in die Pause. Doch Mechernich kam zurück. Kai Richardt verkürzte in der 53. Minute, ehe Niklas Sümmer per Elfmeter wieder auf 3:1 stellte.

Und trotzdem gab sich der TuS nicht geschlagen. Angelo Rubino brachte die Gastgeber erneut heran. Miguel Koury, der bereits zum 2:0 getroffen hatte, stellte auf 2:4. Jens Honnef machte es mit dem 3:4 noch einmal spannend, bevor Ricco Frohn in der 85. Minute den Endstand herstellte. „Wir sind dreimal zurückgekommen“, lobte Mertens. Für die zweite Halbzeit hätte er sich einen Punkt gewünscht und kritisiert: „Man kann nicht drei Tore schießen und fünf kassieren. Die meisten Gegentreffer waren keine herausgespielten Tore, sondern Geschenke.“ Erftstadts Trainer Christopher Berg war mit dem Ausgang der Partie zufrieden, äußerte jedoch auch Kritik: „Die Mannschaft hat nach eigenen Treffern mehrfach zu unkonzentriert agiert und den Gegner dadurch wieder herankommen lassen. Aber wir befinden uns immer noch in einem Findungsprozess.“

Verletzungssorgen in Nierfeld steigen nach Felix Klinkhammers Ausfall

TSV Schönau – SV SW Nierfeld 2:1 (2:0). Die Zuschauer in Schönau sahen zwei unterschiedliche Halbzeiten. Die erste Hälfte gehörte den Gastgebern: David Nolte traf nach sechs Minuten zum 1:0, Tim Breuer legte in der 22. Minute nach. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, früh gepresst, Ballgewinne erzwungen, gefährliche Umschaltsituation kreiert und Nierfeld nie zur Entfaltung kommen lassen“, sagte TSV-Trainer Angelo Mazza. „Das war über weite Teile ein lebloser Auftritt“, fand Nierfelds Coach Marcel Schmitz.

Umstellungen zur Halbzeit und der Anschluss von Jonas Küpper (54.) sollten das Spiel verändern. „In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor“, sagte Schmitz. Seine Mannschaft habe sich mehrere große Chancen erspielt. Schönau verteidigte die Führung jedoch bis zum Ende.

Bitter war die Verletzung von Felix Klinkhammer, der Nierfelder wurde mit einem Rettungswagen weggefahren. „Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen“, so Schmitz, der nun zehn Verletzte beklagt. Schönau durfte über den nächsten Heimsieg jubeln. „Am Ende sind es drei sehr hart erkämpfte Punkte gegen einen guten Gegner, der sicherlich noch eine gute Rolle in dieser Saison spielen wird“, lautet Mazzas Fazit.