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Kreisliga ASSV Lommersum und Sportfreunde DHO brauchen ein Wunder

7 min
Die Trainer Sebastian Reisenauer und René Urbach unterhalten sich.

Auf Wunder hoffen müssen Sebastian Reisenauer (l.) und René Urbach, Trainer der abgeschlagenen Teams Lommersum und DHO.

Zum Rückrundenauftakt der Kreisliga A kommt es in Sötenich auf dem neuen Kunstrasenplatz zum Spitzenspiel gegen Dahlem-Schmidtheim.

Eine Woche nach dem Rückrundenstart auf Verbandsebene ist auch für die Kreisligaklubs die Winterpause beendet. In den verbleibenden 13 Spielen gehen die 14 Teams auf Punktejagd. Spätestens am 7. Juni weiß man dann, wer in die Bezirksliga auf- und wer in die Kreisliga B absteigt.

Das Titelrennen: Dahlem-Schmidtheim wird von Trio gejagt

Vier Teams sind der Konkurrenz in der Hinrunde enteilt. Ganz vorne der Bezirksligaabsteiger SG Dahlem-Schmidtheim, der nur das Auftaktspiel gegen Sötenich (Platz vier) verloren hatte. Ebenfalls nur eine Niederlage, nämlich gegen Dahlem-Schmidtheim, hat Zülpich II erlitten. Sollte es am Ende der Saison durch Konstellationen in den höheren Ligen mehr als einen Kreisliga-Aufsteiger pro Staffel geben, hätte Zülpich gute Karten, denn der TuS ist derzeit nach der Quotientenregel der zweitbeste Zweitplatzierte aller Kreisliga-A-Staffeln am Mittelrhein hinter dem TuS Lindlar. Vierter im Bunde ist der SSV Weilerswist.

SG Dahlem-Schmidtheim

Trainer Christian Hammes schwört auf die bisherige Zusammenstellung seines Team und geht als einziger A-Ligist personell unverändert in die Rückrunde. „Wir sehen uns gut aufgestellt, der Kader ist gut gefüllt. Ich hoffe, das bleibt auch so.“ Der Aufstieg wird angestrebt. „Wenn man so eine gute Hinrunde gespielt hat, mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden, dann hat man es verdient, auf Platz eins zu stehen.“ Dennoch bleibt Hammes bei seiner Meinung aus der Sommerpause: Absoluter Favorit für den Aufstieg ist Zülpich II, zumal die Römerstädter sich in der Winterpause verstärkt haben. „Der kleinste Fehltritt würde ausreichen, dass sie uns überholen.“

TuS Zülpich II

Der erste Dahlemer Verfolger sieht sich gut gewappnet für die Rückrunde. Trainer Marc Altendorf blickt auf eine gute Vorbereitung mit hoher Trainingsbeteiligung zurück, von großen Krankheitswellen ist seine Mannschaft verschont geblieben. „Die Jungs sind alle motiviert“, sagt Altendorf. Besonders der Auftakt sei schwer: Vor Nierfeld hat der Trainer Respekt, dann folgen kurz hintereinander die drei anderen Topteams. „Wir wollen immer dranbleiben und Dahlem ärgern“, so Altendorf. Fraglich ist allerdings, ob Zülpich II überhaupt aufsteigen will. Als einzige Zweitvertretung sei das eine besondere Situation, ein Aufstieg müsse gut überlegt sein.

Zugänge: Mika Jensen (erste Mannschaft), Tamino Mäurer, Milian Mäurer (beide Lindenthal), Gani Rama (Oberdrees).

Abgang: Sercan Devin Güllü (DHO).

SSV Weilerswist

Auch wenn man tabellarisch nicht weit von der Spitze entfernt ist, sieht SSV-Trainer Frederik Ziburske sein Team nicht als Aufstiegsaspiranten. „Wir stehen zurecht hinter Dahlem und Zülpich und müssen aufpassen, dass wir nicht von Sötenich, Frauenberg oder Flamersheim überholt werden“, sagt er. Gleichwohl sei das Ziel, in der Spitzengruppe zu bleiben und auf Tuchfühlung zur Spitze zu gehen. Ziburske sieht den SSV aber eher als Ausbildungsverein für junge Talente.

Abgänge: Ricardo Melder (Wüschheim-Büllesheim), Stephan Pessara (Golbach).

SV Sötenich

Die Zufriedenheit beim SV Sötenich ist groß. Mit der guten Platzierung hatte Trainer Markus Sabel vor der Saison nicht gerechnet. Das Ergebnis zum Auftakt in Schmidtheim habe seinem Team einen Push gegeben, wovon es zu Saisonbeginn gezehrt habe. „Aber Platz vier ist wohl das Maximum, das wir erreichen können, deshalb sehe ich uns nicht im Aufstiegskampf, auch wenn der Punktestand ein bisschen Fantasie offenlässt“, so Sabel. Die Vorbereitung inklusive der Testspielergebnisse sei eher durchwachsen gelaufen. Große Freude herrscht beim SVS allerdings über das neue Umfeld – das teilweise noch entsteht. Die Partie gegen Dahlem ist das erste Pflichtspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz.

Markus Sabel weiß zwar um die Tradition des Vereins, der lange in der Landes- und Bezirksliga gespielt hat. Er sieht sein Team momentan aber noch nicht so weit, dass es in der Bezirksliga bestehen könnte. „Mittelfristig gesehen bekommen wir die Qualität, die es dazu braucht, vielleicht wieder auf die Straße“, so Sabel. Seinen Blick richtet er momentan eher auf die Mannschaften hinter Sötenich. Bei im Worst Case fünf Absteigern gelte es, frühzeitig einen Haken an den Nichtabstieg zu machen, um dann eine ruhige Rückrunde zu spielen.

Abgang: Kevin Klein (Golbach).


Der Abstiegskampf: Lommersum und DHO liegen abgeschlagen zurück

Da mit dem SC Wißkirchen, der vor der Saison seine erste Mannschaft zurückgezogen hatte, der erste Absteiger aus der Bezirksliga schon feststeht, gibt es auf jeden Fall drei Absteiger aus der Kreisliga A. Stand jetzt würde auch der SC Erftstadt-Lechenich in der Bezirksliga die Klasse nicht halten, so dass sogar vier A-Ligisten in die Kreisliga B runter müssten. Das wären momentan mit dem TuS Vernich, dem SSV Lommersum und den Sportfreunden DHO sogar drei Mannschaften aus der Gemeinde Weilerswist. Hinzu käme noch der SSV Golbach.

TuS Vernich

Zuversichtlich geht der TuS Vernich in die Rückrunde. Trainer Georg Wall ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft – auch wegen der großen Verletzungsmisere – in der Hinrunde deutlich unter ihren Möglichkeiten gespielt hat. In der Rückrundenvorbereitung habe man außerdem intensiv daran gearbeitet, die Fehler, die man in der ersten Saisonhälfte besonders im Defensivverhalten gemacht hat, abzustellen. Die gesammelten Erfahrungen der ersten Monate werde seine junge Mannschaft nun positiv nutzen. Wichtig ist dem Übungsleiter, dass seine Spieler selbst bei Niederlagen Ruhe bewahren und sich nicht vom Gesamtziel, dem Klassenerhalt, abbringen lassen.

Zugänge: Ruben Morgado (Dom-Esch), Tobias Ratmann (DHO).

Abgang: Andre Lessmann (Lommersum).

SSV Golbach

Auch der SSV Golbach hatte in der Hinserie mit Verletzungen zu kämpfen. Deshalb freut sich Michael Müller aus dem Trainertrio des Aufsteigers sehr darüber, dass vier Verletzte zurückgekehrt sind und man, im Gegensatz zum Sommer – nun eine Vorbereitung mit der gesamten Mannschaft bestreiten konnte. Das erhöhe auch den Konkurrenzkampf. Wie bei Vernich auch, hätten sich die jungen Spieler mit der neuen Liga zunächst schwergetan. Müller ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft, die in vielen Spielen, die verloren gingen, mithalten konnte, sich in der Rückrunde öfter belohnen werde. „Mit den zurückgekehrten Spielern, der abgeschlossenen Eingewöhnung und der zahlreichen Unterstützung unserer Zuschauer sind wir fest vom Klassenerhalt überzeugt“, so Müller.

Zugänge: Stephan Pessara (Weilerswist), Kevin Klein (Sötenich).

SSV Eintracht Lommersum

Obwohl in der Statistik ein Sieg steht, bleibt Lommersum die einzige Mannschaft der Liga, die keine Partie auf dem (Kunst-)Rasen gewonnen hat. Denn der Dreier stammt aus einem Sportgerichtsurteil aus der abgesagten Partie gegen Golbach. Der Mitkonkurrent im Abstiegskampf hat aber Einspruch eingelegt, über den auch zum Ende der Winterpause noch nicht entschieden worden ist.

Zugänge: René Scheidweiler, Colin Jaecks (beide Erft), Andre Lessmann (Vernich), Tim Kückelhaus (Bessenich), Maximilian Mai (Bördeland).

Abgänge: Sebastian Roth (unbekannt), Gereon Zander (Wüschheim-Büllesheim), Robin Ron Schmitz (Mechernich).

Sportfreunde DHO

Die Sportfreunde aus Derkum, Hausweiler und Ottenheim brauchen ein Wunder – dessen ist sich Trainer René Urbach bewusst. Schöneseiffen auf dem derzeit ersten Nichtabstiegsplatz ist schon zwölf Punkte entfernt. „Wir sehen aber mehr Potenzial, als es die Tabelle widerspiegelt“, so Urbach. Besonders in den letzten Spielen der Hinrunde habe man über weite Strecken gut mitgehalten, sich aber zu selten belohnt. „Genau dort setzen wir an: Mehr Konsequenz in den entscheidenden Momenten, höhere Stabilität gegen den Ball und bessere Chancenverwertung.“ Entscheidend sei, zum Rückrundenstart, mental und körperlich bereit zu sein. „Wir müssen alles reinhauen, wir haben nichts mehr zu verlieren. Und dann schauen wir am Ende, ob es gereicht hat“, so Urbach.

Zugänge: Karim Khazma (Rheinbach), Sercan Devin Güllü (Zülpich II), Mikail Korkmaz, Lino Armand (beide Türk Gencligi), Savan Bhasin (Wüschheim-Büllesheim).

Abgänge: Muhammet Ali Cagatay (Euskirchener TSC), Tobias Ratmann (Vernich).


Der Rest: Sechs Teams befinden sich im Niemandsland der Kreisliga A

Sechs Teams befinden sich derzeit im Niemandsland, das von Frauenberg mit sieben Punkten Rückstand auf Sötenich angeführt wird. Unten stehen Nierfeld und Schöneseiffen mit je vier Punkten Vorsprung auf Vernich.

SV Frauenberg

Zugang: Xavier Pickartz (Marmagen-Nettersheim).

Abgänge: Tim Krüger (Roitzheim), Sinan Hannes, David Dams (beide Füssenich-Geich), Kevin Munongo Malela (Wüschheim-Büllesheim).

SG Flamersheim/Kirchheim

Abgänge: Eduard Lindner, Philipp Rogaczewski (beide Euskirchener TSC).

TuS Mechernich

Zugänge: Robin Ron Schmitz (Lommersum), Tim Lambertz, Vitali Leonhardt (beide Rotbachtal/Strempt), Benedikt Elias Müller (Erftstadt-Lechenich), Dominik Linden (Hackenbroich).

Abgänge: Sekou Keita, Tom Nitschke, Michael Denneborg (pausieren).

TSV Schönau

Zugänge: Fabian Di Stefano, Maurice Marian (beide Feytal).

Abgänge: Lukas Bresgen, Philipp Ohlerth (beide Nöthen-Pesch-Harzheim).

SV Nierfeld

Zugang: Torben Hörnchen (Schöneseiffen).

SV Schöneseiffen

Zugang: Paul Nöthen (Satzvey).

Abgänge: Lukas Sauer (Eicherscheid), Torben Hörnchen (Nierfeld).