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Kreisliga A
Der Klassenerhalt zweier Vereine aus Weilerswist ist stark gefährdet

Ein Kommentar von
13 min
Ein Spieler von Lommersum ist im Fokus und im Schärfebereich, der Rest des Bildes verschwimmt in Unschärfe.

Blauer Brief: Nur mit einem Fußballwunder ist die Versetzung von Lommersum (in Schwarz-Rot) und DHO möglich.

In diesem Sonder-TNT benoten die beiden Lokalsportredakteure die 14 Vereine in der Kreisliga A Euskirchen und sind sich meist einig.

Die Hinrunde in der Kreisliga A ist vorbei, bis auf die SG Dahlem-Schmidtheim, die am Sonntag noch gegen Bliesheim ihr Kreispokal-Achtelfinale bestreitet, sind alle Teams in der Winterpause. In diesem Sonder-TNT benoten die beiden Lokalsportredakteure die 14 A-Ligisten.

SG Dahlem-Schmidtheim

Thomas: Ein kleiner Malus haftet der Hinrunde des Tabellenführers an. Einer mit dem Zusatz „Ausgerechnet“. Im ersten Ligaspiel traf Dahlems neuer Trainer Christian Hammes mit seinem Team auf seinen Ex-Verein Sötenich – und verlor. Danach gab sich die SG keine Blöße mehr, gewann vier Spiele in Folge mit vier Toren Unterschied und ist das Maß aller Dinge in der Liga. Besonders auswärts hat „DaSch“ noch keinen Punkt abgegeben. Von Vorteil dürfte sein, dass die Truppe nach dem Bezirksliga-Abstieg komplett zusammengeblieben ist. Mit der Leistung geht es auch direkt wieder zurück auf Verbandsebene. Note: 1

Der Sötenicher Jens Knebel kommt zwischen zwei Spielern von Dahlem-Schmidtheim zu Fall.

Auch wenn es hier nicht danach aussieht: Gestolpert sind am ersten Spieltag nicht die Sötenicher (hier Jens Knebel), sondern die SG Dahlem-Schmidtheim. Sonst gab sich das Team von Christian Hammes keine Blöße.

Tom: Die SG hat sich weiterentwickelt und beweist, dass Bezirksligaspielzeiten nicht unbedingt Herrenjahre sind, aber unheimlich lehrreich – auch wenn man sang- und klanglos wieder absteigt. Und auch in dieser Saison hat sie sich weiterentwickelt. Mit einem neuen Trainer eine solche Niederlage am ersten Spieltag wegzustecken – das ist eines Spitzenreiters würdig. Und so reif wie die Mannschaft auftritt, wird es wahrscheinlich im Sommer wieder in die Bezirksliga gehen. Dann noch einen Entwicklungsschritt reifer. Note: 1

TuS Chlodwig Zülpich II

Thomas: Die Zweitvertretung der Zülpicher verfolgt gleich zwei Mottos. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ und „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“. Das Team von Marc Altendorf hat – wie Dahlem – nur einmal verloren. Aber deutlich seltener hohe Siege eingefahren – Ausnahme sind das 5:0 gegen Lommersum und das 6:0 gegen Schönau. Auswärts ist man sogar noch ungeschlagen. Mit der Punkteausbeute zählt Zülpich zu einem der besten Zweitplatzierten der A-Ligen am Mittelrhein, was am Ende ja auch wichtig sein könnte, wenn es um das Thema Aufstieg geht – sollte das Team denn überhaupt aufsteigen wollen. Note: 1-

Zülpichs Sebastian Zaun (r.) mit einem Abschluss. Der Verteidiger kann ihn nicht aufhalten.

Direkte Verfolger sind Zülpich II, hier Sebastian Zaun beim Abschluss, und der SSV Weilerswist.

Tom: Beim TuS Zülpich läuft es nicht – es rennt. Die Erste spielt eine tolle Saison, die Reserve auch. Trainer Marc Altendorf gelingt es bisher wieder famos, die „alten Hasen der Reserve“ wie Marcel Blum und Jakob Fischer mit den jungen Wilden, die den Sprung in den Stamm der Landesliga-Mannschaft aus welchen Gründen auch immer noch nicht schafft haben, zu einem Team zu formen. Gelingt das auch in der Rückrunde – mit möglicherweise noch größer werdender Unterstützung von oben (nein, nicht vom Fußballgott) –, muss derjenige, der aufsteigen will, den TuS schlagen. Note: 1-

SSV Weilerswist

Thomas: Weilerswist macht eigentlich genau das, was man erwartet hatte: Die Mannschaft von Frederik Ziburske spielt oben mit, ist in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen und eine Spitzenmannschaft der Kreisliga A. Dass der SSV aber nicht immer gefestigt ist, zeigte die überraschende Niederlage gegen Schöneseiffen. In der Partie fehlte Felix Kortholt, von dessen Toren, aber auch dessen Einstellung das Team abhängig ist. Note: 2

Thomas Schmitz

Thomas Schmitz

Lokalsportkoordinator in der Redaktion Euskirchen. Außerdem kümmert er sich um die Stadt Bad Münstereifel. Er war von Herbst 2004 bis Mitte 2014 bereits in der Euskirchener Redaktion als Digitaljourna...

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Tom: Ich ziehe vor dem SSV Weilerswist meinen imaginären Hut. Der SSV war für mich in der vergangenen Saison schon eine Überraschungsmannschaft und ist es in dieser Saison wieder – auch, weil bei Felix Kortholt der Abstand zwischen Genie und Wahnsinn oft vom VAR überprüft werden müsste, aber das Genie bisher eindeutig überragt. Kortholt ist in dieser Form ein Unterschiedsspieler, ein Leader. Und da Überraschungsmannschaften auch mal überraschend verlieren dürfen, ohne den Status einer Überraschungsmannschaft zu verlieren, bekommen sie ein Plus mehr. Note: 2+

SV Sötenich

Thomas: Ich gebe zu: Ich hätte einige der Sötenicher Leistungsträger für deutlich älter gehalten. Das liegt daran, dass sie gefühlt schon immer im Verein sind – und doch erst Mitte 20, so wie Jens Knebel, Tim Jäckel und Marvin Neumann. Hinzu kommen einige talentierte junge Spieler wie Ben Winter, Paul Hrziwnak oder Jonah Weishaupt, die schon Stammspieler sind. Heißt: Die Mischung stimmt. Und das zeigt sich auch in den Ergebnissen. Dass Sötenich eine so gute Hinrunde spielt, hätte ich nicht gedacht. Note: 2

Tom Steinicke

Tom Steinicke

ist in der Redaktion Euskirchen für den Kreis zuständig. Zudem unterstützt er den Lokalsport, ist auf der ständigen Jagd nach Geschichten sowie als Polizeireporter unterwegs. Das Volontariat hat er in...

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Tom: Die Vorbereitung war für den neutralen Beobachter eine Katastrophe, ließ Schlimmes befürchten. Aber der SVS hat gezeigt, dass man eine Vorbereitung auch nutzen kann, um zu testen, zu experimentieren. Und dann hat die Truppe auch noch bewiesen, dass man sich irgendwie über mehrere Spiele hinweg in einen Rausch zocken kann. Zum Schluss der Hinrunde folgte dem Rausch hin und wieder der Kater, aber das ist bei einer jungen Mannschaft normal. Was allerdings nach wie vor auffällig ist: die Abhängigkeit von Jens Knebel und dessen zwölf Treffern. Die stammen vor allem aus der ersten Saisonhälfte, als auch er sich in einen Rausch gezockt hatte. Dennoch: Die Eifeler sind ein Überraschungsteam, das ab der Rückrunde auch wieder eine feste Heimat haben wird. Note: 2

SV Frauenberg

Thomas: Der SV Frauenberg führt im Moment das Mittelfeld an, in dem sich ausschließlich Teams tummeln, die mit einer Markenrechtsverletzung rechnen müssen. Denn irgendwann will Ferrero Geld haben für die Überraschungseier, die bis hinab zu Schöneseiffen Woche für Woche ausgepackt werden. Dem Trainerwechsel zu Marcel Timm gibt der Trend Recht: Von fünf Spielen wurde nur eines verloren und gegen Zülpich ein achtbares Unentschieden geholt. Aber wirklich ansehnlichen Fußball bekommen die Fans noch nicht zu sehen. Frauenberg ist abhängig von den „Altstars“ Wesley Schleicher und den Kaiser-Brüdern, wobei gerade Letztere verletzungsanfällig sind. Ein Pfund ist das Frauenberger Loch: Der SVF ist als einziger A-Ligist zu Hause noch ungeschlagen. Note: 3+

Golbachs Jan Malsbenden (l.) verfolgt Frauenbergs Pascal Schröder

Nicht nur in der Liga trafen Frauenberg (hier Pascal Schröder am Ball) und Golbach (hier Jan Malsbenden) aufeinander, sondern auch im Pokal.

Tom: Der Trainerwechsel kam überraschend. Bis dahin hatte der SVF für mich eine gute Hinrunde gespielt. Aber dann zog das Motto „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Mit Marcel Timm hat der Verein die beste Lösung umgesetzt, die der Markt hergab. Nach der Winterpause wird zwar wahrscheinlich nicht der Fußball 2035 im Loch gespielt, dafür aber ehrlich Fußball gearbeitet. Mit dem Abstieg wird der SVF nichts zu tun haben, dafür werden die Routiniers schon sorgen. Spannend werden für mich der Sommer und die Entwicklung in der kommenden Spielzeit. Note: 2-

SG Flamersheim/Kirchheim

Thomas: Die Unentschieden-Könige der Liga (fünf Remis) können an guten Tagen jeden schlagen und an schlechten Tagen auch gegen jeden verlieren, was besonders die Niederlage gegen DHO gezeigt hat. Dieses Auf und Ab passt ins Bild der letzten Jahre, in denen sich FlaKi entweder weit oben befand oder gegen den Abstieg spielte. Jetzt also gesichertes Mittelfeld. Hohen Siegen (8:0 gegen Schönau, 6:0 gegen Mechernich) stehen deutliche Niederlagen (je 0:4 gegen Dahlem und Sötenich) gegenüber. Note: 3

Lukas Mager lupft einen Ball über einen Gegenspieler.

FlaKi-Kapitän Lukas Mager (r.) spielt den Ball gegen Lommersum über die eigene Defensive.

Tom: Die SG FlaKi ist und bleibt ein Team, dass untippbar ist. Sobald aber der September – traditionell fußballerisch bei der SG so unbeständig wie das Wetter im April – vorbei ist, hat sich die Mannschaft von Marco Markwald eingegroovt und die Vorbereitung mit den vielen Wehwehchen aus den Knochen rausgelaufen. Die Mannschaft kommt in dieser Spielzeit etwas mehr übers Kollektiv und kann Ausfälle der Ausnahmekönner Lukas Heiwolt und Paul Doppelfeld besser kompensieren. Sollte am Ende der Saison der aktuelle Tabellenplatz 6 bestätigt werden, wird man bei der SG wieder zufrieden sein. Note: 3

TuS Mechernich

Thomas: Mechernich spielt hopp oder top. Wobei das Hopp manchmal deftig ausfällt, wie das Kunstrasendebüt am Schulzentrum, das 0:6 gegen Flamersheim endete und bei dem der Mannschaft von Nico Hohn nichts gelungen war. Ansonsten macht Mechernich das, was ein Team im Mittelfeld eben so macht: Verliert gegen Mannschaften, die über ihm stehen (bis auf Frauenberg) und gewinnt gegen Gegner darunter (bis auf Vernich). Die beiden größten Fragen, die man sich als Außenstehender stellt: Wer soll den mittlerweile 37-jährigen Dauer(b)renner Jens Honnef mal ersetzen? Und warum spielt 22-Tore-Mann Fabrice Stallzus nur in der zweiten Mannschaft? Note: 3

Bälle liegen auf einem Kunstrasenplatz.

Spielt jetzt auf Kunstrasen: die TuS Mechernich.

Tom: Jens Honnef ist ein Wohlfühlspieler. Und in Mechernich kann man sich nur wohlfühlen – neuer Kunstrasen, bald neuer Naturrasen. Und da Jens Honnef mit Knochen und Muskeln gesegnet zu sein scheint, die sich nie verletzen, muss man sich über die Frage nach dem Honnef-Ersatz wohl erst in 15 Jahren stellen. Mechernich ist genau wie FlaKi gefühlt untippbar. Ist die erste Elf auf dem Platz und hat sie nicht gerade eine Kunstrasenallergie, kann sie jeden schlagen. Aber sitzt auch nur ein künstlicher Halm schief, wird es schwierig. Note: 3

TSV Schönau

Thomas: Schönau gewinnt oder verliert, sonst gibt es nichts. Das größte Spektakel gab es zu Saisonbeginn, als das Team von Gerrit Ueckert einen 2:5-Rückstand gegen DHO in ein 9:5 drehte. Ueckert sprach von einem Jahrhundertspiel. In der Folge gab es ein paar knappe Ergebnisse, aber eben auch deutliche Siege und Niederlagen. Schönau ist deshalb so ein wenig wie die Bescherung: Man hat zwar Sieg auf den Wunschzettel geschrieben – was unterm Baum liegt, erfährt man aber erst, wenn man ausgepackt hat. Klar ist aber auch: Mit Tim Breuer hat Schönau einen der spannendsten Nachwuchsspieler der Liga in den eigenen Reihen. Note: 3-

Jonas Küpper kommt gegen Schönaus Lukas Wollenweber zum Torschuss.

Nierfelds Jonas Küpper kommt gegen Schönaus Lukas Wollenweber zum Torschuss.

Tom: Von Schönau habe ich mir ein wenig mehr versprochen. Vielleicht auch, weil ich die Entwicklung der Mannschaft so spannend finde. Aber: Eine junge Mannschaft muss sich eben entwickeln, und da gehört auch mal die eine oder andere Niederlage dazu – und auch ein Jahrhundertspiel. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass der TSV in der Rückrunde aufpassen muss. Der Vorteil ist aber, dass er einen Trainer hat, der sein Herz auf dem Platz lässt, was für die junge Mannschaft ein unheimlicher Gewinn ist – auch im Falle einer Niederlage. Note 4+

SV SW Nierfeld

Thomas: Der Bezirksliga-Absteiger tummelt sich im Mittelfeld. Da könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Saison miserabel läuft. Angesichts der Hintergründe ist aber das Gegenteil der Fall. Vor der Saison stand das Team von Dirk Scheer ohne A-Klasse-tauglichen Torwart da, nachdem Niklas Maubach den Verein verlassen hatte und Robin Metternich doch in Zülpich geblieben war. Mit Stephen Kinnen ging der Kapitän in Ruhestand, ein Leistungsträger wie Covenant Smart blieb in der Bezirksliga, Eugen Stier verletzte sich vor der Saison schwer. Scheer musste improvisieren, wie so oft in den vergangenen Jahren. Und es sah am Anfang auch gut aus. 11:0 gegen DHO, 6:1 gegen Schöneseiffen, 9:2 gegen Vernich. Was sollte da passieren? Eine Verletztenmisere zum Beispiel. Besonders der Ausfall von Yannick Schorn macht sich bemerkbar. Note: 3+

Tom: Auch Nierfeld muss aus meiner Sicht noch ein wenig aufpassen, dass man sich nicht völlig im Abstiegskampf verliert. Mit Michael Jansen hat man nun schon während der Saison reagiert und Erfahrung sowie Können verpflichtet. Jansen könnte dem Team in der Rückrunde noch unheimlich guttun. Und der kleine Kunstrasen wird auch sein Übriges dazutun. Letztlich wird man wahrscheinlich also doch nicht aufpassen müssen, aber man hat ja auch schon Pferde vor Eifeler Apotheken kotzen sehen. Note: 3

SV Schöneseiffen

Thomas: Keinen Spieler verloren, mit Nils Fink einen Akteur mit A-Liga-Erfahrung gewonnen. Schöneseiffen war seit dem Aufstieg keine Mannschaft, die nach Schönheitspreisen lechzt, sondern Fußball arbeitet. Und die irgendwie immer den Klassenerhalt geschafft hat. Auch aktuell würde ich sagen: Ein Super-Zeugnis wird es nicht gerade, aber die Versetzung ist nicht gefährdet. Note: 3-

Tom: Das dritte Jahr ist bekanntlich das schwerste. Ach ne, da war ja was. Was für den SV Frauenberg gilt, gilt auch für den SV Schöneseiffen: Heimvorteil. Auf dem Naturrasen mit Blick nach Belgien und auf tieffliegende Adler (nein, keine Graugänse) muss man erstmal gewinnen – beispielsweise im März, wenn in Schöneseiffen noch Winter ist. Da zwei Absteiger schon gefühlt feststehen, wird sich der SVS mit drei weiteren Teams um den Klassenerhalt balgen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich den SVS auch in der kommenden Saison zu den Abstiegskandidaten zählen darf, weil sie übers Kollektiv die Klasse halten werden. Note: 4

TuS Vernich

Thomas: Vor sieben Jahren war Vernich zuletzt in der Kreisliga A. Gerade am Anfang der Saison bezahlte man noch ein wenig Lehrgeld – das 4:3 zum Auftakt gegen Lommersum ausgenommen. Aber die Elf von Georg Wall fuchste sich in die Spielzeit und holte Punkte. Dennoch wird der Klassenerhalt ein unglaublich schwieriges Unterfangen. Note: 4

Max Wasserschraff ist am Ball und versucht mit dem rechten Arm Jakob Raudszus wegzudrücken.

Vernichs Max Wasserschaff versucht sich Zülpichs Jakob Raudszus vom Leib zu halten.

Tom: Für eine junge Mannschaft macht der TuS es (meistens) gut. Aber es gibt auch viele Schwächen, die die Rückrunde noch sehr lang werden lassen können. Die Abhängigkeit von Stürmer Arber Kryeziu ist sehr auffällig. Der Zwölf-Tore-Mann ist über 90 Minuten aber eben nicht ganz auszuschalten. Doch selbst die Kryeziu-Treffer werden am Ende zu wenig sein, wenn der TuS die Lücken in der Defensive nicht gestopft bekommt. 49 Gegentore in zwölf Spielen sind einfach viel zu viel – auch für eine junge Mannschaft, die die Tendenz hat, defensiv auch mal komplett auseinanderzufallen. Note: 4-

SSV Golbach

Thomas: Und noch ein Aufsteiger, der sich schwer tut – das aber mit ganz schön viel Spektakel, wie die Spiele gegen DHO (10:3), Vernich (7:2), Nierfeld (5:3) und Dahlem (3:5) beweisen. Dennoch muss sich Golbach steigern, um die Chance auf die Versetzung zu wahren. Note: 4

Tom: Von Golbach bin ich ein wenig enttäuscht. Nach dem Aufstiegsspiel in Mutscheid habe ich nicht gedacht, dass sie sich so schwertun. Dass sie es können, haben sie in den von dir genannten Spielen bewiesen. Dass für eine so offensivstarke Mannschaft eine neue Liga aber nicht gleich eine neue Liebe ist, verwundert mich. Note: 4

SSV Eintracht Lommersum

Thomas: Lommersum hat zwar statistisch gesehen einen Sieg, praktisch gesehen aber kein Spiel gewonnen, denn der Dreier entstammt aus einer Entscheidung am grünen Tisch. Oder anders gesagt: Eigentlich wäre Lommersum Tabellenletzter, und da gehört die Eintracht angesichts der gezeigten Leistungen auch hin. So manch einer wird sich mittlerweile schon gedacht haben, dass es gut war, dass dieses Team vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst hat. Note: 6

Tom: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber ich muss es so deutlich sagen: Der SSV Lommersum ist nicht mehr Kreisliga-A-tauglich. Das, was das Team auf den Platz bringt (oder eben nicht), ist erschreckend. Es ist kein Konzept erkennbar. Noch viel beängstigender ist: kein Aufbäumen, keine Kondition, um sich überhaupt aufbäumen zu können, wenn man denn wolle. Von den Namen her ist es nach wie vor ein guter Kader. Wie der eine solche Halbserie spielen kann, ist für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar. Note: 6

Sportfreunde DHO

Thomas: Die Abgänge von Stammkräften wie Kevin Wulf, Mert Caymaz und Florian Cizmja und besonders von Trainer Andreas Erdmann haben die Sportfreunde nicht überwunden. Dabei hat der Kader immer noch Spieler mit Qualität, die das aber viel zu selten abrufen, bei Rückständen zusammenbrechen und oft mit sich selbst beschäftigt sind. Nach dem Trainerwechsel zeigt sich das Team geschlossener, etwa beim 1:3 gegen Zülpich. Aber man ist eben auch 3:10 gegen Golbach untergegangen. Note: 5

Tom: Wer mit dem mehr oder weniger identischen Kader vom 5. Platz in der Vorsaison auf den letzten Platz abrutscht, spielt eine ungenügende Hinrunde. Vor allem das Auseinanderbrechen zu Beginn der Spielzeit war schon fast beängstigend. Zwar scheint sich das Team in der Tat ein wenig gefangen zu haben, dennoch wird der Klassenerhalt ein wahrer Kraftakt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich in der Winterpause der Kader noch verändern wird – und das nicht zum Positiven aus Sicht der Sportfreunde. Note: 6