Zülpich II zieht nach dem Erfolg gegen Frauenberg an der SG Dahlem-Schmidtheim vorbei, die in Weilerswist deutlich verloren hat.
Kreisliga ALommersum und Vernich mit Last-Minute-Siegen

War von der DHO-Verteidigung nicht zu stoppen: Max Hofmann erzielte drei Tore und führt die Torjägerliste nun an.
Copyright: Tom Steinicke
TuS Chlodwig Zülpich II – SV Frauenberg 3:1 (1:0). Mit einem 3:1-Erfolg gegen den SV Frauenberg hat sich TuS Chlodwig Zülpich II die Tabellenführung zurückerobert. Die Gastgeber legten früh vor – Fabian Schmitz traf zur Führung (12.) – und bestimmten das Spielgeschehen mit viel Ballbesitz. Die Gäste blieben dennoch gefährlich, vor allem durch lange Bälle auf die Offensive. „Frauenberg hat uns das Leben wirklich schwer gemacht“, betonte TuS-Trainer Marc Altendorf.
Nach der Pause baute Dominik Spies die Führung aus (57.), doch Can Yasin Arigan brachte die Gäste noch einmal heran (67.). In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, ehe Daniel Esser den Deckel draufmachte (83.). Frauenbergs Trainer Marcel Timm sah trotz der Niederlage eine ordentliche Leistung: „Mit ein bisschen Glück hätten wir einen Punkt holen können.“ Altendorf hob dagegen die Gesamtleistung hervor und sprach von einem „gerechten Sieg“. Bereits am kommenden Wochenende kann Zülpich II mit einem Sieg gegen DHO den Aufstieg perfekt machen.
SSV Lommersum verwandelt einen 1:3-Rückstand in einen Sieg
TSV Schönau – SSV Lommersum 3:4 (2:1). In einer spektakulären Schlussphase hat der SSV Lommersum beim TSV Schönau einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Auswärtssieg gedreht. Zwar ist man nach wie vor Tabellenletzter, der Abstand auf den SV Schöneseiffen (der noch zwei Nachholpartien gegen Frauenberg und Nierfeld zu bestreiten hat) beträgt aber nur noch drei Punkte. Zunächst lief es für die Gäste: Lars Mechernich brachte Lommersum in Führung (9.), ehe Tim Breuer per Foulelfmeter (25.) und später per Kopf (37.) die Partie drehte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Benedikt Vögtel auf 3:1 (54.), und vieles deutete auf einen Heimsieg hin.
„Bis zum 3:1 war es von uns eine richtig gute Leistung“, erklärte Schönau-Trainer Gerrit Ueckert. Doch Lommersum gab sich nicht auf und kämpfte sich eindrucksvoll zurück: Andreas Struve verkürzte (77.), Maurice Hergarten glich aus (86.), bevor Joshua Schramm in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte (90.+4.). Trainer Timo Bong lobte sein Team: „Es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir nach den schwierigen letzten Wochen solch eine Moral beweisen.“ Ueckert zeigte sich hingegen enttäuscht über den späten Einbruch.
Schöneseiffen gerät von den Abstiegsplätzen unter Druck
SV Schöneseiffen – TuS Mechernich 1:2 (1:1). Die TuS Mechernich hat sich in einer umkämpften Partie beim SV Schöneseiffen spät mit 2:1 durchgesetzt und sich damit für einen leidenschaftlichen Auftritt belohnt. Schöneseiffen war durch Daniel Schmidt in Führung gegangen (28.), der nach langer Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback feierte. Mechernich antwortete noch vor der Pause durch einen Distanzschuss von Sven Lepartz (37.).
In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und wenig klaren Torchancen. „Es war ein offener Schlagabtausch, beide Mannschaften haben sehr viel investiert“, beschrieb Mechernichs Trainer Mirco Mertens die Partie. Nach dem Seitenwechsel blieb es lange ausgeglichen, ehe Tom Lengersdorf kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielte (90.). Während Mechernich über den späten Erfolg jubelte, überwog bei den Gastgebern die Enttäuschung. „Das ist einfach sehr, sehr bitter“, sagte Schöneseiffens Trainer Heiko Zimmer, der seinem Team dennoch eine engagierte Leistung attestierte.
In der 89. Minute lag Sötenich in Vernich noch in Führung
TuS Vernich – SV Sötenich 3:2 (0:0). Mit zwei späten Treffern hat der TuS Vernich ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch gedreht und sich mit 3:2 gegen den SV Sötenich durchgesetzt. Nach torloser erster Halbzeit brachte Martin Schmitz die Gäste per Kopf in Führung (54.), doch Arber Kryeziu antwortete nur wenig später (58.). Sötenich legte erneut durch Schmitz vor (69.), doch Vernich zeigte Moral und blieb dran. „Wir haben uns von dem Gegentreffer überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen“, betonte Trainer Georg Wall.
In der Schlussphase warf Vernich alles nach vorne: Joe Kajba glich in der 90. Minute aus, ehe Kryeziu in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer erzielte (90.+3.). Wall lobte vor allem den Einsatz: „Wir haben alles auf eine Karte gesetzt.“ Sötenichs Uwe Metternich zeigte sich dagegen frustriert: „Es ist sehr ärgerlich, den Sieg wirklich dann noch aus der Hand zu geben.“ Kurz vor dem Ausgleich hatte der SVS eine große Chance zum möglichen 3:1 vergeben.
Golbach nutzte die Chancen eiskalt, DHO nicht
Sportfreunde DHO – SSV Golbach 1:5 (1:2). Trotz guter Ansätze haben die Sportfreunde DHO eine deutliche 1:5-Niederlage gegen den SSV Golbach hinnehmen müssen. Golbach war durch Jean-Claude Kamano in Führung (10.) gegangen, doch Adrian Hajdini glich schnell aus (14.). In der Folge erspielte sich DHO mehrere gute Möglichkeiten, blieb aber im Abschluss glücklos. Stattdessen schlug Golbach kurz vor der Pause erneut zu: Max Hofmann traf zur Führung (39.). „Wir haben unsere Chancen wirklich eiskalt genutzt“, erklärte Trainer Michael Müller.

Golbachs Luca Adaldo kommt einen Schritt zu spät.
Copyright: Tom Steinicke
Nach dem Seitenwechsel entschied Golbach die Partie mit einem Dreifachschlag: Hofmann erhöhte gleich zweimal (59., 64.), ehe Kamano den Endstand besorgte (67.). Müller betonte, dass sein Team „immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“ habe. DHO-Trainer René Urbach zeigte sich frustriert über die eigene Chancenverwertung: „Wir haben unsere hundertprozentigen Torchancen nicht genutzt. Anstatt selbst 5:1 zu gewinnen, verlieren wir 1:5 – so verrückt ist Fußball.“
SV Nierfeld befreit sich aus dem Abstiegskampf
SV SW Nierfeld – SG Flamersheim/Kirchheim 4:3 (0:1). Der SV Schwarz-Weiß Nierfeld hat die Partie gegen FlaKi nach Rückstand innerhalb weniger Minuten gedreht und zu Hause 4:3 gewonnen. FlaKi war früh durch Paul Doppelfeld in Führung (6.) gegangen und hatte in der ersten Halbzeit Vorteile, während Nierfeld sich zwar Chancen erspielte, diese aber nicht nutzte. „Wir haben die erste Viertelstunde wieder verschlafen“, erklärte Kapitän Luca Bläser.
Nach der Pause kippte das Spiel schnell: Mory Kaba glich aus (47.), Thomas Nonnen (52.) und Jonas Küpper (54.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Führung. „Das war für uns der Gamechanger“, sagte Bläser. Flamersheim kam durch Doppelfeld noch einmal heran (78.), doch ein direkter Freistoß von Marlon Vogt stellte den alten Abstand wieder her (83.).
In der Nachspielzeit wurde es durch ein Tor von Lukas Heiwolt noch einmal spannend (90.+4.), doch Nierfeld brachte den Sieg über die Zeit. FlaKi-Trainer Marco Markwald haderte vor allem mit dem zweiten Durchgang: „Wir haben den Start in die zweite Hälfte komplett verschlafen.“
Weilerswist deklassiert den Tabellenführer Dahlem-Schmidtheim
SSV Weilerswist – SG Dahlem-Schmidtheim 5:1 (3:0). Mit einem starken Auftritt hat der SSV Weilerswist Tabellenführer SG Dahlem-Schmidtheim deutlich mit 5:1 besiegt und sich damit auf Rang drei vorgeschoben, während Dahlem auf Platz zwei abrutschte. Die Gastgeber waren von Beginn an aggressiv aufgetreten und durch Firat Bagkan in Führung (11.) gegangen, ehe Mike Nandzik nachlegte (23.). Dahlem vergab zwischenzeitlich die große Chance zum Anschluss, er scheiterte per Elfmeter (16.). Kurz vor der Pause erhöhte Max Becker (45.).
„Von der ersten Minute an hat man gemerkt, dass wir uns einiges vorgenommen haben“, sagte Weilerswists Trainer Frederik Ziburske. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Silvio Ferjani zunächst (52.), doch Stefan Silva-Santos stellte umgehend den alten Abstand wieder her (53.). Auch im weiteren Verlauf blieb Weilerswist effizient, während Dahlem erneut vom Punkt scheiterte (81.). Felix Kortholt setzte den Schlusspunkt (83.).
Ziburske lobte die geschlossene Leistung seines Teams und sprach von einem „sehr, sehr reifen Auftritt“. Dahlems Trainer Christian Hammes sah die Ursache für die Niederlage vor allem im ersten Durchgang: „Wir haben den Gegner eingeladen, 3:0 zur Pause zu führen.“ Dahlem-Schmidtheim benötigt aus den verbleibenden vier Spielen noch vier Punkte, um selbst als Zweiter sicher aufzusteigen.
