Im Kreispokal steht das Achtelfinale an. Es kommt unter anderem zur Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr und ein Wiedersehen mit dem Ex-Club.
KreispokalDas Endspiel gibt es nun im Achtelfinale

Die Sportfreunde DHO treffen im Pokal-Achtelfinale auf die TuS Mechernich.
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Der Jubel bei den Sportfreunden DHO war groß. Mit 4:3 hatte die Mannschaft um das neue Trainergespann Christoph Bandur und Alexander May den Ligakonkurrenten aus Frauenberg mit 4:3 in die Schranken gewiesen. Lohn des Erfolgs in der zweiten Runde des Bitburger-Kreispokals: ein Achtelfinalspiel gegen die TuS Mechernich.
Wieder ein Duell mit einem A-Ligisten, das für Christoph Bandur auch eine kleine Zeitreise ist. Er war nämlich in der Spielzeit 2019/20 zunächst Co-Trainer von Guido Mertens bei der TuS, dann sogar Cheftrainer. Der Abgang im Laufe der Saison war dann aber deutlich früher als geplant.
DHO-Trainer Chris Bandur trifft auf Ex-Verein Mechernich
„Ich wollte eigentlich gar nichts mehr machen. Aber als Alex mich gefragt hat, konnte ich auch nicht nein sagen“, sagt Bandur. Das Team habe „viel Potenzial“. So wurde der sicherlich schmerzhafte Abgang von Torjäger Fabian Di Stefano (Wißkirchen) durch Mirco Gernand kompensiert. Dass der Stürmer, der zuletzt beim Euskirchener TSC kickte, weiß, wo das Tor steht, merke man sofort. „Allerdings“, so Bandur, „müssen die Mitspieler noch herausfinden, wie man ihn ideal einsetzt.“
Eine weitere Möglichkeit, dies unter Wettbewerbsbedingungen zu trainieren, besteht am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr. Dann treffen die Sportfreunde DHO auf dem Rasenplatz in Mechernich auf die TuS.
Do-Ri hat es im Eifelduell mit Ländchen-Sieberath zu tun
„Ein solcher Erfolg tut natürlich immer gut“, sagt Alexander Huth, Spielertrainer des FC Dollendorf-Ripsdorf. Der spielende Coach traf beim 4:3-Sieg des B-Ligisten über den Bezirksligisten SV Nierfeld gleich doppelt. Den entscheidenden Treffer markierte Huth in der 86. Minute. Nun trifft der FC Do-Ri zu Hause im Eifelduell auf A-Ligist Ländchen-Sieberath (19.30 Uhr).
„Auf ein solches Duell freut man sich immer“, sagt Huth, der die Favoritenrolle an die Gäste abgibt. Der Fokus liege eindeutig auf der kommenden Saison. „Wir wollen eine gute Rolle spielen“, sagt Huth. Sollte es mit dem Aufstieg klappen, nehme man ihn gerne an. „Das hat keine Priorität, denn wir wissen, wo wir herkommen. Wir sind Vorletzter in der B-Klasse geworden“, so Huth: „In der vergangenen Saison liefen einige Partien unglücklich. So schlecht, wie es der Tabellenplatz suggeriert, waren wir nicht.“
Zülpich fehlen im Pokal zahlreiche Spieler
Die Dollendorf-Ripsdorfer belegten in der Kreisliga B, Staffel 2, den vorletzten Tabellenplatz. „Wir haben zuletzt viele Negativerlebnisse zu verkraften gehabt. Für den Verein, für die Jungs, war der Sieg gegen Nierfeld einfach Gold wert“, so der Spielertrainer. Zunächst aus der Kreisliga A abzusteigen, dann einige junge Leistungsträger zu verlieren und schließlich Vorletzter in der B-Klasse zu werden, habe schon Spuren hinterlassen.
Nun soll es aber bergauf gehen. Dabei soll auch der Kunstrasenplatz helfen. „Natürlich fällt dadurch der Heimvorteil der Asche weg. Aber wir wollen ja auch ansehnlichen Fußball bieten. Auf lange Sicht hat der neue Platz wahrscheinlich die Zukunft des Vereins gesichert“, so Huth, der große Stücke auf die A-Jugendlichen setzt, die vor ihrem ersten Seniorenjahr stehen: „Das sind talentierte Jungs. Sie haben eine echte Aufbruchstimmung entfacht.“
ETSC ist in der Kreisliga B angekommen und überrascht im Kreispokal
Der TuS Zülpich ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Beim B-Ligisten SG Rotbach/Strempt setzte sich der ambitionierte Bezirksligist dank eines Treffers von Dominik Spies in der letzten Minute mit 2:1 durch. Auffällig: kein Neuzugang stand im Kader, geschweige in der Startformation. Nach Informationen dieser Zeitung ist kein extern verpflichteter Spieler (beispielsweise Fabian Hüttmann, Nico Berekoven, Jonas Hohn, Maxi Patt oder Marco Weinhold) aktuell spielberechtigt.
Beim Duell gegen den TuS Dom-Esch (19 Uhr, Rasenplatz Dom-Esch) könnte es sein, dass Coach David Sasse auf Spieler zurückgreift, die eigentlich nur noch im äußersten Notfall zur Verfügung wollen: Jakob Fischer und Marcel Blum beispielsweise.
Wolfgang Prieß trifft mit dem SV Metternich auf den Euskirchener TSC (19.30 Uhr). Vor einigen Jahren war das noch ein Traumlos, nun ist es ein Kreisliga-B-Duell. „Das wird ein spannendes Spiel. Es ist für uns ein echtes Highlight und wir werden einen Teufel tun und den Gegner unterschätzen“, sagt der Metternicher Coach, der auf Kapitän und Abwehrspieler Timo Schönenstein sowie Stürmer Rene Heser.
Beide haben beim 2:1-Erfolg über die SG Bürvenich/Schwerfen die Rote Karte gesehen. „Das müssen wir erstmal kompensieren“, so Prieß, der sich darüber enttäuscht äußert, dass einige Spieler die Zusagen gegeben und sich dann aus anderen Gründen gegen den SV entschieden hätten.
Für den SSV Weilerswist und seinen neuen Coach Horst Bartz geht es zur SG Flamersheim/Kirchheim (Anpfiff 19.30 Uhr). Die Flamersheimer führte Bartz 1999 in die Bezirksliga.
Das Endspiel des Vorjahres gibt es nun im Achtelfinale. Der SV Bessenich hat Erftstadt-Lechenich zu Gast. Anpfiff auf dem Kunstrasen ist um 20 Uhr.
Die SG Dahlem-Schmidtheim will den nächsten Bezirksliga-Aufsteiger ärgern. Die Mannschaft von Marcel Timm trifft um 19.30 in Schmidtheim auf die JSG Erft Euskirchen, die als Favorit in die Partie gehen.
Die Gäste dürften aber gewarnt sein, weil die SG jüngst den SC Wißkirchen besiegt hat. Bereits um 19 Uhr hat der SV Schöneseiffen den SSV Lommersum zu Gast. (tom)


