Nach 20-jähriger Pause kehrte die Hochspringerin Kristina Marten aus Weilerswist für das Team Voreifel eindrucksvoll zurück.
Sportlerwahl 2025Kristina Marten aus Weilerswist gewann zwei deutsche Vizemeisterschaften

Erfolgreiche Rückkehr: Kristina Marten.
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20 Jahre lang war es sportlich gesehen ruhig geworden um Kristina Marten. In der zweiten Jahreshälfte 2024 kehrte die Hochspringerin jedoch auf die Tartanbahn zurück und sorgte bald darauf regional und deutschlandweit für Furore. Die in Weilerswist beheimatete Sportlerin entschied im vergangenen Jahr die kreis- und landesweiten Wettbewerbe souverän für sich. Im März stand sie bei den deutschen Hallenmeisterschaften auf dem Podium.
Der zweite Platz erschien nach Schwierigkeiten im Vorfeld alles andere als selbstverständlich. „Ich hatte zu Beginn mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Glücklicherweise konnte mich mein Physiotherapeut rechtzeitig wieder zusammenkleben“, scherzt Marten. Trotz der erzielten Leistung in der Altersklasse W40 war sie nicht vollends zufrieden. „Die Platzierung ging aus meiner Sicht schon völlig in Ordnung, aber bei der übersprungenen Höhe hätte ich schon etwas mehr von mir erwartet.“ Dies sei zwar „Jammern auf sehr hohem Niveau“, dennoch verlange ihr Ehrgeiz stets das bestmögliche Ergebnis. „Der Sport mit Training und Wettkämpfen ist wahnsinnig zeitaufwendig. Da reicht es irgendwann nicht mehr aus, einfach nur Spaß an der Sache zu haben. Man muss eine gute Portion Ehrgeiz entwickeln, um am Ball bleiben zu können.“
Kristina Marten wird auch im Freien deutsche Vizemeisterin
Abgesehen von den muskulären Problemen sollte die zweite Jahreshälfte, bei der sich alle Wettbewerbe aus der Halle ins Freie verlagerten, verblüffende Ähnlichkeit mit den zuvor gezeigten Leistungen aufweisen. Auf Kreis- und Landesebene errang Marten zahlreiche Siege, bei den deutschen Meisterschaften schaffte sie es wieder auf den zweiten Rang. „Genau wie in der Halle war ich auch mit diesem Ergebnis nicht ganz glücklich“, so die 40-Jährige. „Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei, und darum peile ich die nächsten Hallenmeisterschaften 2026 an, um dann endlich auf Platz eins zu landen.“
Für diesen Zweck habe sie ihr Pensum noch erhöht und verbringe nun vier bis fünf Tage die Woche beim Training. „Das ist ein großer zeitlicher Aufwand, aber auch eine sehr willkommene Abwechslung zu meinem Beruf, bei dem ich viel Zeit im Büro verbringe.“
An der Motivation, weiter ganz vorne mitzuspielen, hapere es jedenfalls nicht. „Für meinen Verein, das Team Voreifel, wäre es natürlich auch super, wenn ich mit meinen Leistungen noch mehr Menschen dazu bewegen könnte, sich für diesen Sport zu begeistern.“ Ihre eigene Schaffenspause habe gezeigt, dass es für einen Neustart nie zu spät sei. Dieses Jahr könnte sie ihre Worte mit einer Platzierung ganz oben auf dem Siegertreppchen noch weiter untermauern.

