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Offiziell vorgestelltDas ist die neue Euskirchener Kripo-Chefin

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Neue Kripo-Chefin im Kreis ist Kriminaloberrätin Yvonne Huck, die von Landrat Günter Rosenke begrüßt wurde.

Euskirchen – Sie ist 40 Jahre alt, hat 1999 ihre Ausbildung bei der Polizei in Münster begonnen, war Gruppenführerin bei einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei und hat schon mehr als 100 Menschen festgenommen. Yvonne Huck, die neue Chefin der Euskirchener Kripo, hat ein Jahr lang als Sachbearbeiterin der Kripo in Mönchengladbach gearbeitet und dann ein halbes Jahr lang als Hospitantin für Führungskräfte des Höheren Dienstes und im Innenministerium. Anschließend hat sie ihr Studium am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW in Münster und später an der Polizeihochschule absolviert.

Seit 1. Oktober ist Kriminaloberrätin Huck, die zuletzt drei Jahre lang Leiterin des Leitungsstabes der Polizei Mettmann war, Leiterin der Direktion Kriminalität der Kreispolizei Euskirchen und damit die ranghöchste Kriminalbeamtin der Behörde . Sie ist ist Nachfolgerin von Karl Heinz Lenzke. Sie habe, als man die Aufgabe an sie herangetragen habe, diese Herausforderung gerne angenommen, sagte Huck am Mittwochvormittag, als Landrat Günter Rosenke die Beamtin der Öffentlichkeit vorstellte. Sie wisse mit dem Ersten Kriminalhauptkommissar Edgar Völl einen exzellenten Vertreter in der Direktion und arbeite sich in ihre Aufgaben ein.

Dem Ministerium berichten

Ihre Aufgabe sei es, an die Oberbehörden und ans Ministerium zu berichten sowie an Besprechungen auch im Kreis der übrigen 46 Kreispolizeibehörden teilzunehmen. Da gehe es um das Sicherheitsprogramm und darum, wie die Kreispolizeibehörde ihre bislang sehr gute Arbeit besser präsentieren könne.

Die neue oberste Kriminalbeamtin ist verheiratet und wohnt mit ihrem Mann in einer Kommune im Rhein-Erft-Kreis. Sie treibe viel Sport, weil sie als Vorgesetzte auch Vorbild für ihre Mitarbeiter sein und den körperlichen Leistungsnachweis erbringen wolle, sagt sie. In ihrer Freizeit stehe neben Sport auch Wandern auf dem Programm. Da biete der Kreis Euskirchen ja eine ganze Menge Möglichkeiten, so Huck. Landrat Günter Rosenke verkündete bei der Vorstellung von Yvonne Huck gleich eine weitere Neuigkeit: Harald Mertens, Leiter Gefahrenabwehr und Strafverfolgung, ist jetzt Polizeidirektor. Er habe, so Rosenke, erstmals in seiner Amtszeit einen Polizeioberrat zum Polizeidirektor befördern können.

Früher kaum Frauen in der Behörde

Als er 1999 das Amt übernommen habe, so Rosenke, habe es kaum Frauen in der Behörde gegeben. Das sei jetzt anders. Aktuell gebe es in den Führungspositionen der Kreispolizeibehörde zwei Männer – Polizeidirektor Harald Mertens und Polizeioberrat Gereon Eich – sowie zwei Frauen (Yvonne Huck und Kreisoberrechtsrätin Julia Baron von der Direktion Zentrale Dienste). In der Behörde selbst arbeiten 72 Frauen, davon sind 55 Beamtinnen.

Sehr besorgt zeigte sich Kriminaloberrätin Huck darüber, dass immer wieder ältere Menschen auf Betrugsanrufe hereinfielen. Schon 321 Mal seien Betrüger, die sich fälschlicherweise als Polizisten ausgegeben hätten, in diesem Jahr aktiv geworden. Rechne man die Enkeltricks hinzu, bei denen Täter Beute machten, sei schon jetzt ein Schaden von 56.000 Euro entstanden. Es habe insgesamt 403 Betrugsfälle gegeben. Die Masche mit den falschen Polizisten sei immer noch erfolgreich. Davor müsse man die Bevölkerung eindringlich warnen.