„Montagsspaziergänge“Einladungen in Mechernich kamen per Handzettel

Beim Montagsspaziergang in Mechernich waren mit knapp 300 Teilnehmern weniger Spaziergänger als in den Vorwochen.
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Euskirchen/Mechernich – „Die Zahl der Menschen, die an den ,Montagsspaziergängen’ und an den Gegenveranstaltungen teilnehmen, ist rückläufig“, bestätigt Franz Küpper von der Pressestelle der Kreispolizei. Das deckt sich auch mit den Eindrücken der Redaktion. Geworben wird für die „Spaziergänge“ gegen die Corona-Maßnahmen mittlerweile nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch mit Handzetteln in Briefkästen.
Zu dem „Spaziergang“ in Mechernich waren am Montag knapp 300 Teilnehmer gekommen, deutlich weniger als zuvor. Aber auch die Gegendemo vor dem Rathaus fiel mit etwa 30 Personen kleiner als in den Vorwochen aus. „Die Teilnehmerzahl ist an allen Orten abnehmend“, bestätigt Küpper.
Anzeigen gegen Unbekannt
Am Montag seien wieder einige Anzeigen gegen unbekannt angefertigt worden, die sich gegen die potenziellen Versammlungsleiter richten. Die Aktionen der „Spaziergänger“ seien längst nicht so unorganisiert, wie vorgegeben werde: „Neben den Aufrufen in Sozialen Medien sind schon in mehreren Kommunen im Kreis Flyer aufgetaucht, auf denen zur Teilnahme eingeladen wird.“
Einen dieser Zettel, der in Teilen von Mechernich verteilt worden war, ist jetzt Sabine Henze von den Kaller „Omas gegen Rechts“ in die Hände gefallen, die die Gegendemos in Mechernich anmeldet. „Der Flyer ist ein Aufruf zu einer Veranstaltung, die angemeldet werden muss. Die ,Spaziergänger’ halten sich aber nicht an die Regeln“, sagt Henze.
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Ein Veranstalter werde auch nicht genannt. Dafür aber Ort und Zeit: „Start ist um 18 Uhr gegenüber der Post.“ Auch einen „Leitfaden für Spaziergänger“ erhielt Henze. Dort gibt es Tipps für die Teilnahme: So wird unter anderem dazu geraten, keinen Personalausweis dabei zu haben, damit die Feststellung der Personalien lange dauert.



