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Chlorgas-ZwischenfallMitarbeiter des Kaller Schwimmcontainers kamen ins Krankenhaus

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Drei Feuerwehrleute - zwei mit Atemschutz - haben Kanister mit einer Chlorgasflüssigkeit aus einem blauen Schwimmcontainer geborgen.

Zwei Flüssigchlor-Kanister holte die Feuerwehr nach dem Zwischenfall aus dem Betriebsraum des Schwimmcontainers.

Nachdem es am Freitagvormittag zum Austritt einer geringen Menge Flüssigchlors gekommen war, wurde der Betrieb des Schwimmcontainers eingestellt.

Ein technischer Mitarbeiter des „Narwali“-Schwimmcontainers, der seit Mitte Dezember Station an der Kaller Grundschule macht, ist am Freitagvormittag bei einem Chlorgas-Zwischenfall verletzt worden. Nach Informationen dieser Zeitung kam der Mann zur Beobachtung ins Krankenhaus, nachdem er das Gas eingeatmet hatte. Auch zwei Übungsleiter des Kreissportbundes (KSB) Düren, der die Anlage betreibt, wurden vorsorglich im Krankenhaus untersucht, weil sie sich in der Nähe aufgehalten hatten.

Wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. „Fest steht bislang nur, dass im Betriebsraum des Schwimmcontainers eine geringe Menge Flüssigchlor freigesetzt wurde“, sagte Einsatzleiter Frank Klinkhammer von der Freiwilligen Feuerwehr Kall. Das Gas hat eine ätzende Wirkung und kann beim Einatmen zu Verletzungen der Atemwege führen.

Schülergruppe hielt sich im Umkleidebereich auf

Die Feuerwehr rückte mit 20 Einsatzkräften an und lüftete den Container mit einem Belüftungsgerät durch. Unter Atemschutz wurden von den Feuerwehrleuten zwei Kanister mit Flüssigchlor aus dem Betriebsraum des Containers geholt, um die Behältnisse zu überprüfen.

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls hielten sich laut Christian Dicke, Narwali-Projektleiter des KSB Düren, keine Kinder im Schwimmcontainer auf. „Eine Schülergruppe war allerdings gerade im Umkleidebereich, als sich der Zwischenfall ereignete“, sagte Dicke. Offenbar habe der Mitarbeiter die Anlage kontrollieren wollen, nachdem es zu einer Störungsmeldung gekommen war.

Bevor der Schwimmbetrieb im Container wieder aufgenommen werden kann, soll die Anlage am Wochenende von einer Fachfirma untersucht werden, so Dicke.