Eine Polizeibeamtin ist durch Schüsse in Prüm verletzt worden. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach einem geflüchteten Mann.
Warnung aufgehobenPolizistin durch Schüsse verletzt – Festnahme in der Eifel

Ein Spezialeinsatzkommando bereitete sich auf den Einsatz vor.
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Mit einem starken Aufgebot hat die Polizei am Dienstag (7. April) nach einem 25-jährigen Mann gefahndet, der in der Teichstraße in Prüm mehrere Schüsse abgegeben haben soll. Dabei, so die Mitteilung des Polizeipräsidiums Trier, sei eine Polizeibeamtin verletzt worden.
Nach Angaben der Polizei war eine Streife der Polizeiinspektion Prüm zu einem Randalierer in einer Arztpraxis gerufen worden. Als die Polizisten eintrafen, war der Tatverdächtige nicht mehr in der Arztpraxis, wurde aber im nahgelegenen Kurpark angetroffen. Laut Polizei hat der polizeilich bekannte Mann nicht auf Ansprache reagiert.
Wie die Polizei Trier weiter berichtet, kam es zu einem körperlichen Gerangel, in dem der Mann eine Dienstwaffe aus dem Holster gerissen hat. „Anschließend wurden mehrere Schüsse abgegeben“, so die Polizei. Eine Polizeibeamtin wurde durch einen Schuss im Oberschenkel getroffen. Am Abend teilte die Polizei mit, dass die Polizistin ins Krankenhaus gebracht, bereits operiert sei und sich nicht in Lebensgefahr befinde.
25-Jähriger ließ sich im Wald widerstandslos festnehmen
Der Tatverdächtige war in Richtung des angrenzenden Waldes geflüchtet. Nach mehreren Stunden wurde der 25-Jährige dort durch Kräfte der Polizei widerstandslos festgenommen. Die Tatwaffe, so die Mitteilung der Polizei gegen 20 Uhr, wurde im Nahbereich des Kurparks gefunden und sichergestellt.
Während der Fahndung hatte sich die Polizei mit einer eindringlichen Warnung an die Bevölkerung gewandt, auch mithilfe der Warn-App Nina: „Wählen Sie bei Sichtung des Mannes umgehend den Notruf und geben Sie den Standort durch. Bürgerinnen und Bürger werden dringend dazu angehalten, den Mann nicht selbstständig anzusprechen.“ Die Warnung lief auch in Teilen der Gemeinden Dahlem und Hellenthal in NRW auf. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Tatverdächtige in einem psychischen Ausnahmezustand befinde.
Der konkrete Ablauf und die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die bereits eingegangenen Hinweise wurden bereits überprüft oder sind noch in Bearbeitung. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise an die Kriminalpolizei Trier unter der Telefonnummer 0651/983-44390.

