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Die Jury überzeugtAaron Seibt ist der beste Vorleser im Kreis Euskirchen

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Aaron Seibt lacht in die Kamera, die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen in zwei Reihen hinter ihm. Alle haben ihre Preise in den Händen.

Aaron Seibt (vorne) vom St.-Michael-Gymnasium Bad Münstereifel gewann den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs der weiterführenden Schulen.

Zwölf Mädchen und Jungen aus der Jahrgangsstufe 6 waren für den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs qualifiziert. Aaron Seibt setzte sich durch.

Aaron Seibt hat den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs für sich entschieden. Er wird den Kreis Euskirchen nun auf Bezirksebene vertreten. In der Stadtbibliothek Euskirchen kürte eine sechsköpfige Jury den Zwölfjährigen zum besten Vorleser unter den zwölf Mädchen und Jungen aus der Jahrgangsstufe 6, die sich als Gewinnerinnen und Gewinner der Entscheide an ihren jeweiligen weiterführenden Schulen qualifiziert hatten.

In ganz Deutschland läuft in diesen Wochen und Monaten die 67. Auflage des Vorlesewettbewerbs, den die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. In der Ausschreibung hatte die Stiftung („Wer liest, gewinnt immer“) die Vorzüge aufgezählt, die mit einer Teilnahme einhergehen.

Sprechen vor Publikum fördert das Selbstbewusstsein

Wer zu dem Wettstreit antrete, so hieß es dort, habe durch die selbstständige Buchauswahl und die intensive Vorbereitung sein Textverständnis, seine Eigenständigkeit und die Medienkompetenz erweitert. Zudem fördere das Sprechen vor Publikum das Selbstbewusstsein, die Präsenz und die Kommunikationsfähigkeit.

Das Schulamt des Kreises Euskirchen, das den Kreisentscheid ausrichtete, ergänzte, dass der Wettbewerb dazu beitrage, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, und Kinder dabei unterstütze, „ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln“.

Ihr seid schon alle Gewinnerinnen und Gewinner.
Rita Jenniges, Moderatorin

Moderatorin Rita Jenniges ließ die Theorie beiseite, als sie die Teilnehmenden im Seminarraum der Stadtbibliothek als „Lesekünstlerinnen und Lesekünstler“ begrüßte und versuchte, möglichen Druck von ihren Schultern zu nehmen: „Ihr seid schon alle Gewinnerinnen und Gewinner, denn Ihr habt ja in Euren Schulen als Beste abgeschnitten“, sagte die frühere Leiterin der Grundschule Lückerath.

Die Jungen und Mädchen, deren Eltern im Publikum saßen, hatten für ihre Vorträge, die sie mit Angaben zum Inhalt einleiteten, jeweils zweimal drei Minuten Zeit. Zuerst lasen sie eine Passage aus einem Buch vor, die sie selbst ausgewählt und eingeübt hatten, im zweiten Durchgang ohne Vorbereitung einen Abschnitt aus einem Fremdtext. Die Wahl der Organisatoren war dabei auf ein Buch aus Anca Sturms Jugendromanreihe „Der Welten-Express“ gefallen.

Der Sieger ist Schüler des St.-Michael-Gymnasiums in Bad Münstereifel

Aaron Seibt, der am St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel die Klasse 6cl besucht, hatte sich für die erste Runde das Buch „Die 39 Zeichen: Eine falsche Note“ von Gordon Korman ausgesucht. Darin geht es um zwei Kinder, die in eine Auseinandersetzung zwischen vier Clans geraten und gefährliche Situationen meistern müssen, während sie versuchen, 39 Zeichen zu entschlüsseln.

Die Jury beurteilte die Vorträge nach einem Punktesystem, mit dem unter anderem Betonung und Lesefluss bewertet wurden. „Auch geht es zum Beispiel darum, wie es gelingt, direkte Rede erkennbar zu machen, eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen oder die Dramatik eines Texts zu transportieren“, sagte Christopher Pauli, Teamleiter im Schulamt und selbst Juror.

Seine Kollegin Helene Junemann hatte den Wettbewerb federführend und mit Unterstützung von Steffi Heidt von der Stadtbibliothek vorbereitet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten am Ende Urkunden sowie von Sponsoren gestiftete Preise wie Bücher, Tragebeutel, Handtücher und Isolierkannen. Aaron Seibt nahm eine Ehrenurkunde und zusätzlich einen Büchergutschein in Empfang.