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Tourismus-BilanzIdyllisches Winterwetter lockte die Touristen in die Rureifel

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Blick über die Rur auf die Fachwerkkulisse von Monschau.

Die Übernachtungsbetriebe, hier in Monschau, konnten sich über eine gute Auslastung zum Jahreswechsel freuen.

Die Rureifel-Tourismus GmbH zieht eine positive Bilanz nach dem Jahreswechsel. Betriebe profitierten von der günstigen Lage der Feiertage.

Die Rureifel wird eine zunehmend gefragte Tourismus-Destination: Wie die Besucherzahlen konkret zum Jahreswechsel bei der Buchung von Ferienquartieren aussahen, hat Barbara Frohnhoff, bei der Rureifel-Tourismus GmbH in Simmerath zuständig für Information und Gästeservice, auf Anfrage der Redaktion bei Betrieben aus allen acht Rureifel-Kommunen in Erfahrung gebracht.

Dazu gehören neben den Städten Heimbach und Nideggen im Kreis Düren auch noch die Gemeinden Kreuzau und Hürtgenwald sowie in der Städteregion Aachen die Städte Monschau und Stolberg sowie die Gemeinden Simmerath und Roetgen. Dabei sorgt die Kombination von winterlichen Verhältnissen und attraktiven Angeboten für steigende Buchungszahlen in der Eifel.

Die Zahl der „Silvester-Flüchtlinge“ wächst stetig

Die Betriebe, die für ihre Gäste im eigenen Haus Gastronomie anbieten, Hauspauschalen mit Fackelwanderung, Glühweinabend oder Silvestermenüs, seien ausgebucht gewesen. Der Schnee zum Jahresende habe sich bei vielen Betrieben, egal welcher Unterkunftskategorie, positiv auf die Nachfrage ausgewirkt. Und die Anzahl der Gäste, die sich als „Silvester-Flüchtlinge“ bezeichnen und zu Hause dem Trubel entfliehen möchten, wachse stetig, sagt Frohnhoff.

Schneebedeckte Fachwerkhäuser an der Rur in Monschau, darüber die Burgruine.

Idyllischer Winterzauber in der historischen Altstadt Monschaus: Auch dieses Flair kommt bei den touristischen Gästen an.

Wohnwagen auf dem Campingplatz am Ortsrand von Rurberg, zum Teil winterfest gemacht mit Planen.

Immer ein starker Magnet für viele Rureifel-Gäste, teils auch im Winter: die Campingplätze. Hier der Campingplatz am Ortsrand von Rurberg.

Die Betriebe seien sich einig, dass die Feiertage in 2025 aus ihrer Sicht günstig lagen, weil dies viele Gäste animiert habe, die Aufenthaltsdauer über die nachfolgenden Wochenenden zu verlängern. Während im Dezember die Weihnachtsmärkte, gerade in Monschau, die Betten gefüllt hätten, suchten die Feriengäste, egal aus welcher Unterkunft oder an welchem Standort, über Weihnachten und Silvester vor allem Ausflüge in die Natur, Erholung und Wellness. Dabei seien Wandertouren genauso beliebt wie der Besuch historischer Ortskerne und Dörfer.

Gäste wünschen sich mehr Einkehrmöglichkeiten

Nur ein einziges Manko wurde in den Tourist-Informationen sowie den Beherbergungsbetrieben von Feriengästen geäußert, verdeutlicht Touristik-Fachfrau Frohnhoff: „Die Nachfrage nach Einkehrmöglichkeiten lag deutlich über dem vorhandenen Angebot.“ Grundsätzlich seien die Weihnachtsferien gut gebucht gewesen. Aber anders als früher falle auf, dass immer mehr Anbieter entweder über Weihnachten oder über Silvester geöffnet haben.

Ferienwohnungen und -häuser seien von Familien, kleinere Wohnungen von Paaren gebucht worden. Die befragten Betriebe seien – begünstigt durch die Ferien – voll ausgebucht oder mindestens über die Feiertage und die angrenzenden Wochenenden belegt gewesen.

Auch die Campingplätze waren stark gebucht

Dennoch gebe es Unterschiede: Bei kleinen Ferienwohnungen und Appartements für zwei Personen sowie bei Ferienwohnungen, deren Zielgruppe nicht unbedingt Familien seien, habe es diesmal Vakanzen gegeben. Diese Betriebe freuten sich besonders über den Schnee, der die Nachfrage nach Neujahr noch mal deutlich gesteigert habe. Die Buchungslage auf den Ferienbauernhöfen in der Region sei wie immer in den Schulferien gut bis sehr gut gewesen.

In den Hotels reichten die Rückmeldungen zur Auslastung von „guter Nachfrage wie immer“ bis „außergewöhnlich gut – besser als in den Vorjahren“ oder „nur an den Wochenenden überwiegend ausgebucht“.

Die Campingplätze, die auch im Winter geöffnet sind, äußerten sich recht zufrieden über die Auslastung. Ein großer Anbieter, bekannt dafür, seinen Gästen stets ein attraktives Programm auf dem Platz zu bieten, sei so stark gebucht gewesen, dass sich einige Gäste entschieden, einen Stellplatz mit zwei Fahrzeugen zu teilen. Ein anderer, naturnaher Anbieter sei zu 75 Prozent überwiegend durch Stammgäste belegt gewesen, die jedes Jahr zu dieser Zeit kommen.

Zwei der befragten Jugendherbergen hätten über die Weihnachtstage geschlossen und dafür eine Silvesterfreizeit angeboten, die sehr gut angenommen worden sei. Dadurch seien sie besser belegt gewesen als die anderen, schließt Barbara Frohnhoff ihre Bilanz.