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Beschaffung dauert langeKreis Euskirchen investiert in Rettungsdienst und Katastrophenschutz

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Ein Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen stehen vor dem Kreishaus in Euskirchen.

Gleich mehrere neue Fahrzeuge sind nun im Rettungsdienst im Kreis Euskirchen im Einsatz. Die Beschaffung wurde bereits 2023 angestoßen, doch die Wartezeiten bei den Herstellern sind enorm.

Mehrere Fahrzeuge und neues Equipment hat der Kreis Euskirchen in Dienst gestellt.

„Es ist immer ein besonderer Moment für die Mitarbeitenden der Abteilung Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung, wenn neue Fahrzeuge und technische Geräte an die Einsatzkräfte übergeben werden“, sagt Martin Fehrmann, Leiter der Abteilung. Denn bis zu diesem Moment der Übergabe liege häufig ein langer und intensiver Vorbereitungsprozess hinter allen Beteiligten.

Bereits von der ersten technischen Konzeption bis zu den Ausschreibungsverfahren seien, so Fehrmann, zahlreiche Mitarbeiter aus Rettungsdienst und Katastrophenschutz eingebunden. Doch auch danach stehen die Fahrzeuge nicht binnen weniger Wochen auf dem Hof. „Bis zur Auslieferung der Fahrzeuge und Geräte können bis zu drei Jahre vergehen, besonders im Sonderfahrzeugbau, wo Serienfahrzeuge zu Spezialfahrzeugen für Feuerwehr und Rettungsdienst umgebaut werden“, erklärt Fehrmann. Die nun übergebenen Einsatzfahrzeuge beweisen das: Die Beschaffungen wurden 2023 angestoßen.

Eletrisch unterstützte Systeme reduzieren die Belastung

Für die Rettungswache am Schwalbenberg in Euskirchen wurde ein neuer Rettungswagen (RTW) in Dienst gestellt. Für die Transportfahrten stehen zwei neue Krankentransportwagen (KTW) bereit, die jeweils mit elektrohydraulischen Fahrtragen und Tragestühlen ausgestattet sind. Diese elektrisch unterstützten Systeme reduzieren die körperliche Belastung der Einsatzkräfte deutlich.

Auch der Katastrophenschutz im Kreis Euskirchen wird weiter ausgebaut: Zehn mobile Notstromaggregate samt Lichtmast und passendem elektrotechnischen Equipment ergänzen nach Angaben des Kreises Euskirchen ab sofort die Ausstattung. Zusätzlich investiert der Kreis in mobile Notstromerzeuger, die auf Fahrzeuganhängern konstruiert sind und über eine Leistung von bis zu 100 kVA verfügen. Ein solcher ist etwa am Kreisbrandschutzzentrum in Schleiden stationiert. Alle Systeme können nach Angaben des Kreises beispielsweise zur Gebäudeeinspeisung, etwa von kritischen Infrastrukturen (Kritis), genutzt werden.

Ein neuer Kühlwagen steht ebenso ab sofort zur Verfügung, um bei länger andauernden Einsätzen die Versorgung der Einsatzkräfte sicherzustellen. Ergänzt wird die Flotte durch einen Kommandowagen für die Führungsunterstützung bei größeren Einsatzlagen, durch den die Koordination und Kommunikation verbessert werden soll.

„Mit diesen Investitionen stärkt der Kreis Euskirchen gezielt die Leistungsfähigkeit von Rettungsdienst und Katastrophenschutz“, so Fehrmann. Ziel sei es, sowohl im täglichen Einsatzgeschehen als auch bei außergewöhnlichen Lagen bestens aufgestellt zu sein und ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.