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Kreis EuskirchenSo wird das Geld für den Hochwasserschutz verteilt

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Hochwasser in der Euskirchener Mühlenstraße. Im Hintergrund ist ein Altenzentrum zu sehen.

Die Kommunen erhalten Gelder, um den Hochwasserschutz zu verbessern – beispielsweise durch eine bessere Regenrückhaltung.

Insgesamt sollen an Kommunen 21,5 Millionen Euro für präventive Maßnahmen ausgezahlt werden – Keine Mittel für Weilerswist

Geht es nach der Verwaltung, wird der Kreistag die Verteilung von Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen anpassen. Eine entsprechende Vorlage steht auf der Tagesordnung für den Kreisausschuss, der am Mittwoch, 25. März, tagt.

Insgesamt stehen dem Kreis nach Angaben der Verwaltung rund 21,5 Millionen Euro für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen in den kreisangehörigen Kommunen zur Verfügung. Die Gelder werden als sogenannte Billigkeitsleistungen vergeben und sollen dazu beitragen, zukünftige Schäden durch Starkregen und Hochwasser zu verringern. Grundlage der Verteilung ist vor allem der Anteil der jeweiligen Kommune am Gesamtschaden der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021. Zusätzlich erhält jede betroffene Kommune einen Sockelbetrag von 1,1 Millionen Euro, um grundlegende Schutzmaßnahmen umsetzen zu können.

Schleiden erhält 3,8 Millionen Euro

Insgesamt belief sich der festgestellte Schaden im Kreisgebiet auf rund 1,05 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatten die Städte Schleiden, Bad Münstereifel und Euskirchen. Entsprechend hoch fallen auch ihre Anteile an den Fördermitteln aus.

Die höchste Förderung erhält Schleiden mit rund 3,77 Millionen Euro. Es folgen Bad Münstereifel und die Kreisstadt Euskirchen mit jeweils rund 3,5 Millionen Euro. Auch die Gemeinde Kall erhält mit rund 2,35 Millionen Euro einen größeren Anteil. Weitere Mittel gehen unter anderem an Mechernich (rund 1,60 Millionen Euro), Nettersheim (etwa 1,46 Millionen Euro) sowie Zülpich (knapp 1,39 Millionen Euro).

Kommunen mit geringeren Schäden erhalten entsprechend niedrigere Beträge. Dazu zählen etwa Blankenheim mit rund 1,31 Millionen Euro, Hellenthal mit etwa 1,33 Millionen Euro und Dahlem mit rund 1,34 Millionen Euro. Die Gemeinde Weilerswist erhält der Kreisverwaltung zufolge keine Mittel aus diesem Programm, da dort keine entsprechenden Schäden im Rahmen der Fördergrundlage festgestellt worden seien.

Mit den Geldern sollen vor allem präventive Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen etwa Rückhaltebecken, Verbesserungen an Gewässern sowie Maßnahmen zur Regenrückhaltung und Anpassungen an der kommunalen Infrastruktur. Ziel sei es, so heißt es in der Verwaltungsvorlage, „die Region künftig besser gegen Starkregen und Hochwasser zu schützen und die Folgen ähnlicher Ereignisse wie bei der Flutkatastrophe 2021 abzumildern.“