Der Kreissportbund veröffentlich in den Internationalen Wochengegen Rassismus eine Videoreihe, in der Sportler aus der Region zu Wort kommen.
Gegen RassismusKreissportbund macht vielfältige Sportszene sichtbar

An der Aktion „Pink gegen Rassismus“ beteiligt sich der Kreissportbund. Alina Jansen und Martin Sommer zeigen, wie es geht.
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Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus stellt der Kreissportbund mehrere Videos online, die auf Rassismus im regionalen Sportbetrieb aufmerksam machen sollen. „Auch im Kreis kommt es zu rassistischen Vorfällen“, berichtet Martin Sommer, Fachkraft Integration durch Sport beim Kreissportbund: „Einige Menschen müssen leider schlimme Erfahrungen machen.“
Alina Jansen, die im Rahmen ihres Dualen Studiums der Sportwissenschaften beim Kreissportbund arbeitet, ergänzt: „Für die Videos haben wir betroffene und andere Sportler aus dem Kreis interviewt, die ihre Erfahrungen teilen.“ Teilweise seien die Befragten etwa während des Sports mit Beleidigungen konfrontiert worden, erläutert die Schleidenerin.
Perspektive der Betroffenen
Nach Sommers Einschätzung unterscheidet sich die Dichte der Vorfälle je nach Region, in der die jeweilige Sportart betrieben werde. Unabhängig von Stadt und Land sei es aber wichtig, über Vorbehalte zu sprechen und diese aus der Welt zu räumen, so Sommer: „Dafür ist es wichtig, die Perspektive der Betroffenen nachzuvollziehen.“.
Der 35-Jährige betont, dass es wichtig sei, diskriminierten Menschen beizustehen: „Wenn man solche Fälle mitbekommt, ist es wichtig, Unterstützung zu geben.“ Dafür empfiehlt er, sich im sportlichen Kontext an die DRK-Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit Euskirchen oder die Ansprechpartner der jeweiligen Sportverbände zu wenden.
Nach Angaben von Martin Sommer wurde bei der Suche nach Interviewpartnern für das Social-Media-Projekt Wert darauf gelegt, jüngere und ältere Sportler einzubeziehen, um die vielfältige Sportlandschaft des Kreises abbilden zu können.
In der Videoreihe sprechen die Sportler auch über Wünsche für den künftigen Umgang mit Rassismus im Sport und geben hierzu Handlungsempfehlungen ab.
„Auch ein Sportler, der über die Kreisgrenzen bekannt ist, meldet sich zu Wort“, deutet Sommer an. Der Kreissportverbund veröffentlicht die Videos auf seinem Instagram-Kanal.
Die Aktion „Pink gegen Rassismus“
In NRW gestartet, hat die Aktion „Pink gegen Rassismus“ sich mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Auch der Kreissportbund Euskirchen ist Teil der Aktion. Der Sportverband ruft in einem Video dazu auf, sich in den Wochen vom 16. bis 29. März mit pinkfarbenen Kleidungsstücken oder Gegenständen zu fotografieren oder zu filmen. Im Anschluss sollen der Verband und die Aktion auf Instagram verlinkt werden. Damit könne ein Zeichen gegen Rassismus im Sport gesetzt werden.

